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Di., 08.08.2017

Diana Kuhaupt betreibt in Welda eine Hundepension – Bis Oktober ausgebucht E-Mails dämpfen Herrchens Schmerz

Bunt gemischte Rudel hüten – das macht Diana Kuhaupt in ihrer Hundepension ­gerne. Im Haus der Familie in Welda nimmt die 38-Jährige bis zu vier Hunde gleichzeitig auf. Manche bleiben nur wenige Tage, andere Vierbeiner verbringen vier ­Wochen in der Hundepension.

Bunt gemischte Rudel hüten – das macht Diana Kuhaupt in ihrer Hundepension ­gerne. Im Haus der Familie in Welda nimmt die 38-Jährige bis zu vier Hunde gleichzeitig auf. Manche bleiben nur wenige Tage, andere Vierbeiner verbringen vier ­Wochen in der Hundepension. Foto: Daniel Lüns

Von Daniel Lüns

Warburg (WB). Haben Hunde Heimweh? »Ja. Das legt sich aber nach dem ersten Tag«, sagt Diana Kuhaupt. Schwieriger sieht es bei vielen Herrchen aus, die ihr Tier in Kuhaupts Hundepension in Warburg-Welda lassen. Per Telefon, E-Mail oder Whats­app-Nachricht dämpft die 38-Jährige den Trennungsschmerz.

Voller Terminkalender

Zum Bergfest der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen kann sich Kuhaupt über einen vollen Terminkalender freuen. Bis zu vier Hunde nimmt die 38-Jährige gleichzeitig in ihrer Pension auf, von April bis Oktober sind alle Plätze ausgebucht.

Die Monate März und November seien bei Hundehaltern weniger gefragt, »im Januar und Dezember steigt es dann wieder an«. Pünktlich zur Ski-Saison. Die meisten Vierbeiner bleiben für ein bis zwei Wochen in Welda, manche hingegen nur ein paar Tage – oder aber gleich vier Wochen lang.

Pension seit 2014

In der Region gibt es verschiedene Hundepensionen, Kuhaupt betreibt ihre seit 2014. »Eine Freundin hatte mir damals regelmäßig ihren Hund zum Aufpassen vorbeigebracht«, erinnert sie sich an die Anfänge.

»Wir haben selber zwei Hunde. Und immer wenn ich dann mit den drei Tieren unterwegs war, haben die Leute gewitzelt: Hast du eine Pension aufgemacht? Irgendwann dachte ich mir: Warum eigentlich nicht?«

Zwei eigene Hunde

Bei der Stadt Warburg meldete Diana Kuhaupt ein Gewerbe an. In diversen Fortbildungen lernte sie, das Verhalten eines Hundes noch besser zu erkennen. Schließlich gab auch das Kreisveterinäramt grünes Licht.

Seitdem dürfen sich Kuhaupts zwei Hunde, ein Hovawart-Rüde und eine Retriever-Dame, regelmäßig über Spielgefährten freuen.

Hunde leben in Familie

»Interessierte Hundehalter lade ich erstmal zu einem Spaziergang mit unseren Tieren ein. Die Hunde müssen miteinander klarkommen«, erklärt die 38-Jährige. »Das teste ich danach auch noch einmal im Haus.« Entpuppen sich die Tiere als sozialisiert, dann dürfen sie gerne wiederkommen. Vierbeiner scheiden aus, wenn sie sich zum Beispiel wie der Chef im Haus aufführen.

»Die finden dann ihren Platz in der Gruppe nicht. Das gibt nur Ärger.« Auch unkastrierte ­Rüden nimmt Kuhaupt nicht an – aus dem gleichen Grund: »Zu 95 Prozent gibt das Streit...« Den gilt es zu vermeiden, zumal die Tiere bei Kuhaupts mit im Haus und bei der Familie leben.

Chihuahua trifft Windhund

Zwei Mal täglich geht die Frau mit ihrem »Pflegerudel« Gassi. Zwischen den Rassen gebe es dabei kaum Unterschiede: »Wenn er gesund ist, dann kann ich einen Chihuahua mit einen Windhund zusammen mitnehmen.

Die Kleinen halten genauso lange durch.« Anders sehe es bei älteren Tieren aus. »Gerade habe ich noch zwei Rentner hier, mit denen gehe ich gesondert los. Die brauchen mehr Ruhezeiten als die anderen Hunde und nicht so lange Spaziergänge.«

Tierische Eigenarten

Generell habe jedes Tier seine Eigenarten. Die 38-Jährige versucht, darauf individuell einzugehen. Auch wenn manche dieser Eigenarten antrainiert sind. So mancher Hund erwarte zum Beispiel abends noch ein Leckerli als Bett-Hupferl.

»Ein Besitzer hat mich auch mal gefragt, ob ich den Hund abends denn auch zudecken würde. Das habe ich dann gemacht.«

Kunden kommen wieder

Kuhaupts Kunden kommen vor allem aus der Region, aber auch aus weiter entfernten Städten und Gemeinden. Sie reisen auch aus Delbrück, Fuldatal und Fritzlar an. 90 Prozent der Hundehalter kämen mit ihren Tieren wieder.

»Ich habe Hunde, an denen hängt mein Herz. Aber ich habe nie getrauert, wenn sie wieder weg waren«, sagt die 38-Jährige. Auch, weil Kuhaupts selbst einmal verreisen möchten. »Eine Woche in den Sommerferien sind wir im Urlaub. Unsere beiden eigenen Hunde nehmen wir natürlich mit.«

Nähere Informationen unter: www.hundepension-warburg.de

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