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Do., 07.12.2017

Landvolkshochschule bringt »Zukunftswerkstätten« auf den Weg Dörfer sollen attraktiver werden

Diplomtheologe und Pädagoge Stephan Kreye (links) von der Landvolkshochschule und Projektreferent Bernhard Eder betreuen das Projekt »Zukunftswerkstätten Ländlicher Raum – Netzwerk für ehrenamtliches Engagement im Kreis Höxter«.

Diplomtheologe und Pädagoge Stephan Kreye (links) von der Landvolkshochschule und Projektreferent Bernhard Eder betreuen das Projekt »Zukunftswerkstätten Ländlicher Raum – Netzwerk für ehrenamtliches Engagement im Kreis Höxter«. Foto: Ralf Benner

Von Ralf Benner

Warburg (WB). Die administrativen Weichen sind gestellt, der Förderbescheid der Bezirksregierung Detmold ist vorhanden, nun geht es los: Die Katholische Landvolkshochschule Hardehausen bei Warburg startet mit ihrem Projekt »Zukunftswerkstätten Ländlicher Raum – Netzwerk für ehrenamtliches Engagement im Kreis Köxter«.

Im Rahmen dieses Leader-Projektes will sich die Landvolkshochschule kreisweit für die Entwicklung des ländlichen Raumes engagieren.

»Als kirchliches Haus sehen wir den Auftrag, die Menschen aktiv zu unterstützen, die das Leben auf dem Land mitgestalten«, sagt Diplomtheologe und Pädagoge Stephan Kreye.

Zunächst 20 Dorfwerkstätten

In einem insgesamt vierjährigen Prozess sollen zunächst 20 Dorfwerkstätten in den fünf Städten Warburg, Marienmünster, Brakel, Beverungen und Nieheim durchgeführt werden – kleinere Dörfer mit anderen zusammen oder größere Ortschaften allein. Dabei werden Vorschläge für die Entwicklung der Dörfer gesammelt.

In dann folgenden, jeweils eintägigen Zukunftswerkstätten sollen die besten Ideen weiter entwickelt und in den Folgejahren auch umgesetzt werden. Am Ende des Projektes, im Jahr 2021, ist vorgesehen, ein Netzwerk für ehrenamtliches Engagement im Kreis Höxter zu etablieren.

In diesem sollen sich »Schlüsselpersonen« zusammenfinden, um gemeinsam den ehrenamtlichen Einsatz im Landkreis Höxter zu stärken und noch weiter zu entwickeln.

Eintägige Zukunftswerkstatt

Mit Unterstützung der Landvolkshochschule soll Diplomtheologe und Soziologe Bernhard Eder als verantwortlicher Projektreferent und Moderator diese Ideenwerkstätten und die Netzwerkbildung begleiten. Der 59-Jährige ist Experte für Prozesse der Dorfentwicklung und für das bürgerschaftliche Engagement.

Er verfügt über langjährige Erfahrungen als Leiter ähnlicher Projekte. »Es geht uns darum, die Dörfer oma- und enkeltauglich zu machen. Wir suchen im Rahmen dieses Prozesses die Trüffelschweine unter den Ideen und begleiten exemplarisch ihre Umsetzung«, erläutert Eder.

Zentrales Werkzeug sei dabei die eintägige Zukunftswerkstatt, in der den Bürgern eine zuvor in den Dorfwerkstatt erarbeitete Stärken- und Schwächenanalyse präsentiert wird, also, welche Stärken und Schwächen das Dorf aufweist, und in der Ideen zur Verbesserung gemacht werden.

Warburg macht den Anfang

»Im kreativen Prozess sollen die Menschen merken, dass sie ernstgenommen werden mit ihren Ideen und Fragen. Es werden Menschen kommen, die etwas bewegen wollen. Da entsteht sehr Gutes, manchmal auch nur gut Gemeintes«, sagt Eder.

Eingerichtet werden Dorf- und Zukunftswerkstätten in enger Abstimmung mit den Kommunen. Welche Ortschaften sich an dem Projekt genau beteiligen, steht aktuell noch nicht fest. Dazu seien in den nächsten Wochen Informationsveranstaltungen mit Vertretern der Städte und Dörfer vorgesehen.

»Warburg macht in der kommenden Woche den Anfang, dort soll das Projekt flächendeckend umgesetzt werden, in den anderen Kommunen werden sich wohl einzelne Dörfer beteiligen«, erklärt Stephan Kreye, bei der Landvolkshochschule für den Bereich Landpastoral zuständig.

»Projekt ist ein Meilenstein«

Für die Landvolkshochschule sei dieses Projekt ein Meilenstein zur Entwicklung des ländlichen Raumes und zur Landpastoral, sagt Monsignore Uwe Wischkony, Direktor der Bildungseinrichtung.

»Wir wollen unsere Kompetenzen und Erfahrungen zur Dorfentwicklung nachhaltig einsetzen und damit als Kirche im Dorf sichtbar sein«, betont Wischkony.

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