Di., 02.01.2018

Kopie von »Maria als Thron Salomons« für die Klosterkirche Bildtafel kehrt zurück

Im Jubiläumsjahr Wormelns kehrt die Bildtafel »Maria als Thron Salomons« als Kopie in die ehemalige Klosterkirche zurück.

Im Jubiläumsjahr Wormelns kehrt die Bildtafel »Maria als Thron Salomons« als Kopie in die ehemalige Klosterkirche zurück.

Warburg (WB). Die aus dem ehemaligen Kloster Wormeln stammende Bildtafel »Maria als Thron Salomons« gehört zu den eindrücklichsten Zeugnissen der Marienverehrung im 14. Jahrhundert in Deutschland. Das Originalbild befindet sich in den Staatlichen Museen zu Berlin und nimmt in der dortigen Ausstellung zur westfälischen Malerei im Spätmittelalter einen prominenten Platz ein.

Durch längere intensive Kontakte zu dem für das Gemälde zuständigen Kustos, Dr. Stephan Kemperdick, ist es dem Kirchenvorstand aus Warburg-Wormeln gelungen, eine sehr hochwertige Kopie des Bildes auf der Basis eines Bildscans erstellen zu lassen. Die Reproduktion (Leinwand auf Keilrahmen) besitzt dieselben Abmessungen (209 mal 113 Zentimeter) wie das Original in Berlin, so dass der Betrachter alle Details in herausragender Qualität erkennen kann.

Originaltafel wurde um 1350 gestiftet

Die Originaltafel wurde von einer ehemaligen Wormelner Konventualin (wohl Petronella von Windelen) um 1350 gestiftet und nimmt aufgrund ihrer einzigartigen Gestaltung und thematischen Schwerpunktbildung eine kulturhistorische Sonderstellung von erstem Rang ein.

Die Kopie der Tafel wird in der Wormelner Pfarrkirche einen ihr gebührenden Platz erhalten, so dass sich jeder Betrachter selbst ein Bild dieser komplexen Darstellung der Gottesmutter machen kann.

Experte hält an Ostern einen Vortrag

Der Tradition der Zisterzienser entsprechend, wird Maria als Mutter Gottes in die Heilsgeschichte an prominenter Stelle eingeordnet und ist in das Zentrum des Bildes gestellt. Von besonderer Bedeutung und in der Forschung umstritten ist die Interpretation der Grablege zu Füßen Mariens – die in der Bildtafel so bezeichnete Tumba Gygantis.

Der Kirchenvorstand von Wormeln verweist an dieser Stelle schon jetzt darauf, dass es gelungen ist, den zuständigen Experten, Dr. Stephan Kemperdick von den Staatlichen Museen in Berlin, zu einem Gastvortrag nach Wormeln einzuladen, und zwar über Ostern 2018. Das ist im Rahmen der Feierlichkeiten zur 1000-jährigen urkundlichen Ersterwähnung ein weiterer Höhepunkt, zu dem alle Wormelner und Kunstinteressierte im Pfarrverbund eingeladen sind. Weitere Details zu dieser Veranstaltung werden zu einem späteren Zeitpunkt noch bekannt gegeben.

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