Fr., 12.01.2018

Dreikönigstagung in der Landvolkshochschule Hardehausen Bauern sollten Chancen nutzen

Direktor Monsignore Uwe Wischkony (links) und Agrarreferentin Teresa Gockeln f(vorn) reuten sich, zur Dreikönigstagung viele Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Sie diskutierten über Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten des bäuerlichen Berufsstandes.

Direktor Monsignore Uwe Wischkony (links) und Agrarreferentin Teresa Gockeln f(vorn) reuten sich, zur Dreikönigstagung viele Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Sie diskutierten über Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten des bäuerlichen Berufsstandes.

Warburg (WB). Traditionell haben sich zu Jahresbeginn Landwirte zur Dreikönigstagung in Hardehausen getroffen und sich mit aktuellen Fragen zum Thema »Bauern in der Kritik – was wir wirklich falsch machen« befasst.

Diskussion über Chancen für den bäuerlichen Berufsstand

Die Teilnehmer diskutierten über Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für den bäuerlichen Berufsstand. Ihre Fragestellungen: Welchen Einfluss haben die Medien auf die Darstellung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit? Die Macht der Sprache – wie werden wir als Landwirte verstanden? Welche Fragen beschäftigen uns gerade in der Landwirtschaft? Wo sehen junge Leute ihre Zukunft und Handlungsmöglichkeiten auf dem Land?

Zu Beginn der Tagung zeigte der hessische Bauernverbandspräsident Karsten Schmal Herausforderungen für den bäuerlichen Berufsstand auf. Er skizzierte den Teilnehmern, wo die Öffentlichkeitsarbeit schon gut funktioniert, zeigte aber auch Möglichkeiten und Wege auf, wo noch Entwicklungspotentiale sind.

Er verdeutlichte, dass die Präsenz in den Medien unverzichtbar ist und der Landwirt vor Ort viel authentischer und glaubwürdiger als der Lobbyist oder »die Landwirtschaft« sei. Dies gelte es, nach außen zu transportieren, um nicht länger die Meinungsbildung etwa durch die überregionalen Medien erfolgen zu lassen.

Teilnehmer informieren sich über soziale Netzwerke

Die Teilnehmer beschäftigten sich auch mit den sozialen Netzwerken. Referent Thomas Fabry hielt viele Informationen bereit, zum Beispiel welche Netzwerke es gibt und wie sie funktionieren. Er verdeutlichte, wie wichtig es ist, reelle Bilder im Netz mit guten Erklärungen zu präsentieren.

Der Rhetoriktrainer Dirk Käser arbeitete mit den Teilnehmern zum Thema »Die Macht der Sprache – Wie werden wir als Landwirt/Verbraucher verstanden«. Er appellierte an die Teilnehmer, eine klare, deutliche und transparente Sprache zu verwenden, um keine Lücken bei den Zuhörern entstehen zu lassen, die sie mit eigenen Gedanken füllen, die nicht der Realität entsprechen könnten.

»Unser Handwerkskoffer ›Sprache­‹ ist gut gefüllt, wir müssen in den jeweiligen Situationen nur das richtige Werkzeug benutzen«, zeigte sich Dirk Käser zuversichtlich.

Junge Landwirte berichten von ihren Herausforderungen

Über die aktuellen Entwicklungen in der Landwirtschaft informierte Stefan Berens die Teilnehmer und stellte sowohl Entwicklungstendenzen im Ackerbau und in der Tierhaltung vor als auch die gesetzlichen Neuerungen.

Zum Abschluss der Tagung diskutierten die jungen Landwirte Patrick Witte und Cedric-Clemens Glahn, Grundkursteilnehmer 2017 und angehende Betriebsleiter, mit den Bauern Probleme und Chancen für junge Menschen auf dem Land. Sie schilderten eindrucksvoll, wie sie sich selbst als Jugend auf dem Land verwirklichen möchten und welche Herausforderungen sie aktuell in den Betrieben beschäftigen.

Eingebettet waren die Fachreferate in ein geselliges und traditionelles Rahmenprogramm. Am ersten Abend stellte die Krimiautorin Kathrin Heinrichs aus dem Sauerland ihre aktuellen Bücher vor und nahm die Teilnehmer mit auf die Reise ihrer Krimihelden.

Der traditionelle Gottesdienst am Dreikönigstag mit der Haussegnung gehört fest ins Programm. Der feierliche Abschlussabend mit Beiträgen von Teilnehmern rundete die Tagung ab.

Für viele Teilnehmer der Dreikönigstagung war es ein Wiedersehen, aber auch einige Erstteilnehmer konnten in der Runde begrüßt werden.

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