Mo., 12.02.2018

Bei Karneval der Vereine in Warburg-Nörde herrschten »Hexen und Zauberer« Verhextes Narrenvolk

Zum ersten Mal auf der Nörder Bühne: die »Promille-Garde aus Rimbeck. Das Männerballett in schwarzem Lack und rosa Tütü begeisterte mit einer Tanzshow

Zum ersten Mal auf der Nörder Bühne: die »Promille-Garde aus Rimbeck. Das Männerballett in schwarzem Lack und rosa Tütü begeisterte mit einer Tanzshow Foto: Verena Schäfers-Michels

Warburg (WB/vsm). Sie waren vom Blocksberg herbeigeritten, mit dem Zug aus Hogwarts angereist und von Avalon über die Naure ins Schlaundorf gerudert, um über das Narrenvolk zu herrschen. Am Samstag hieß das Motto des 11. Karnevals der Vereine in Warburg-Nörde »Hexen und Zauberer«.

Auf den Tischen krabbelten Spinnen und weiße Kaninchen, die Zauberer aus ihren Zylindern gezogen hatten, hoppelten durch die Halle. Merlin (Franz-Josef Bellmann) übernahm den Thron des Sitzungspräsidenten im Elferrat. Unter dem Dirigat seines Zauberstabs spielte die »Combo Karneval« auf.

Kabarettist bleibt sich treu

Während sich das Motto und die Kostüme beim Karneval stets ändern, bleibt sich einer doch stets treu: Kabarettist Udo Reineke, der launig über das Geschehen im Warburger Land berichtete.

»Hohenwepel war stets das Dorf mit den drei Türmen«, erklärte er, doch seit das neue Kornhaus zwischen Hohenwepel und Dössel errichtet worden sei, sei es zum Dorf der unzähligen Türme geworden.

Politisch und farblich interessant fand Reineke auch die Idee einer Jamaika-Koalition, auf die sich Nörde bereits mit Farbreimen und originellen Geschäftsideen wie »Tümmels Coffee Shop« vorbereitet habe. »Nix ist passiert«, bedauerte er.

Solomariechen tritt auf

Während in Berlin ergebnislos debattiert worden sei, habe Frau Alms beim Gassi gehen immerhin 236 Mal den Wald umrundet. Diese Routine habe zeitweilig nur Sturm »Friederike« beendet.

Reinekes Ausführungen lösten unter den 300 Gästen anhaltendes Gelächter aus. Stimmung brachte ebenso der Premierenauftritt der »Promille-Garde« aus Rimbeck. Das Männerballett in schwarzem Lack und rosa Tütü begeisterte mit einer humorvollen Tanzshow.

Solomariechen Emily Jochheim aus Ossendorf bezauberte auf der Bühne ebenso wie ihre großen Kolleginnen der Rot-Weißen-Funkengarde und der Funkengarde Rösebeck »Süß und Sexy«.

Medaillen zum Dank

Allen Akteuren verliehen die Hexen des Elferrates Medaillen an Ketten zum Dank.

Bei der Kostümprämierung hexte sich Claudia Sarrazin bei den Damen auf den ersten Platz. Ein stacheliger Kaktus, Sarah Wiegard, kam auf den zweiten Platz und auf den dritten fächerte sich Diana Michels als Rokokodame.

Ein Typ aus den 80er-Jahren errang den ersten Platz bei den Herren: Alexander Föckel. Aus den Tiefen des Ozeans tauchte Meeresgott Neptun (Werner Hüpping) auf, um den zweiten Platz des Siegertreppchens zu besteigen, während Zauberer Friedrich Reineke den dritten Platz ergatterte.

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