Di., 13.02.2018

Karneval in Ossendorf: Anna Engemann ist Ehren-Cochumer – tolles Showprogramm 500 Narren feiern in der Heinberghalle

Hoch das Bein: Die Tänzerinnen der Rot-Weissen Funken aus Ossendorf heiztem dem Publikum am Sonntagabend in der Heinberghalle ein. Mehr als 500 fantasievoll verkleidete Narren ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

Hoch das Bein: Die Tänzerinnen der Rot-Weissen Funken aus Ossendorf heiztem dem Publikum am Sonntagabend in der Heinberghalle ein. Mehr als 500 fantasievoll verkleidete Narren ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Foto: Verena Schäfers-Michels

Von Verena Schäfers-Michels

Warburg (WB). Beim Karneval in der Ossendorfer Heinberghalle wurde geträumt, gehüpft und getanzt. Mehr als 500 fantasievoll verkleidete Karnevalisten genossen am Sonntagabend die ausgefallenen Showeinlagen der Akteure.

Nachdem die Juniorengarde der Rot-Weissen Funken Ossendorf und die Funkenehrengarde Kleinenberg das Programm eröffnet hatten, war Wissen gefragt. Von allen Tischen wurde ein Ortskundiger auf die Bühne gebeten. Innerhalb mehrerer Fragerunden hatten die Abgesandten die Chance, ein Zehn-Liter-Freibierfass zu gewinnen.

Anschließend verbreitete das neunjährige Solomariechen Emily Jochheim gute Laune auf der Bühne. Sportlich ging es zu beim Showtanz der Tanzgruppe »El Vuelo« aus Lütgeneder. Von verirrten Schafen, englischem Rasen und tiefen Gräben erzählten die Rot-Weissen Lumpen Matthias Fischer, Thomas Fuest und Christoph Engemann in ihrer Bütt zum Dorfgeschehen.

 

Aber die Riesenüberraschung hielten sie bis zum Schluss in einer hölzernen Kiste zurück: Im vergangenen Herbst feierte die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiss Ossendorf ihr Narriläum zum 60-jährigen Bestehen. Am Sonntag darauf wollte Präsident Ansgar Engemann mit dem Verein nach dem Aufräumen noch ein bisschen weiterfeiern und auf das gelungene Fest anstoßen, was er auch tat.

Da es sich jedoch um den Volkstrauertag handelte, verliehen ihm die Rot-Weissen Lumpen den »Wanderstein der Schande«. Einen faustgroßen Steinklumpen, den ihr Präsident nun das ganze Jahr über tragen soll.

Kurz vorm Valentinstag sorgte die Große Garde der Volkmarser Karnevalsgesellschaft mit 14 Tänzerinnen für Herzklopfen zum Song »Love is in the air«.

Herzklopfen zum Song »Love is in the air«

Für ihre Dienste für ihre Heimatgemeinde Ossendorf und als Anerkennung der Investition vieler ehrenamtlicher Stunden verlieh die Karnevalsgesellschaft in diesem Jahr Corina Niggemeier den Hausorden. »Meistens im Hintergrund agierend ist Corina Niggemeier aus unserem Vereinsleben gar nicht wegzudenken«, las Präsident Ansgar Engemann die Begründung vor.

»Corina und ihr Gatte Andreas haben damals den Ossendorfer Kinderkarneval aus der Taufe gehoben und maßgeblich zu dessen Erfolg beigetragen. Der karnevalistische Bazillus hat sie aber nicht mehr losgelassen und sie trainierte lange Zeit die Ossendorfer Traumtänzer. Zuletzt zum Narriläum 2017«.

Der Anwärter auf den Cochumer-Orden bleibt bis zur Enthüllung stets ein großes Geheimnis. Für ihre Leistung in einer gänzlich misslungenen Situation wurde Anna Engemann, Schwägerin des Präsidenten, und selbst häufig als Moderatorin beim Tanzgarde-Turnier oder dem Weiberkarneval vertreten, zum Ehren-Cochumer ernannt. Wie es zu Ihrer Anwartschaft für die misslungenste Leistung kam, erzählte Ansgar Engemann. Demnach hatte die »fürsorgliche Übermutter« nach einem Großeinkauf im Supermarkt beim Verlassen des Gebäudes den Diebstahlalarm ausgelöst.

Hainturmhüpfer als Sumo-Ringerinnen

Zufällig kam die Polizistin und ehemalige Elferrätin Bianca Beine vorgefahren und fand schnell das Problem: Anna Engemann trug eine bezahlte aber nicht entwertete Hose. Die Lösung sei spektakulär und einzigartig gewesen: Anna Engemann, eine Frau der Tat, fackelte nicht lange, legte sich selbst auf das Kassenband und wurde über den Scanner gezogen.

Solomariechen Raja Großmeier hatte gleich zwei Auftritte. Neben ihrem eigenen Tanz gab sie einen Kurzauftritt im Showtanz der Rot-Weissen Funken Ossendorf, die musikalisch zu den geheimnisvollen Maskenbällen nach Venedig reisten. Einen prallen Auftritt gaben die Hainturmhüpfer als weibliche Sumo-Ringerinnen. Zum Abschluss kamen die Traumtänzer. Das Männerballett zog die Zuschauer auf die Tische und vor die Bühne.

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