Mo., 12.02.2018

Karnevalsumzüge im Warburger Land Narren schunkeln Eis und Schnee weg

Ganz in blau kam diese Mädelstruppe zum Rosenmontagsumzug des Pickel-Jauh. Die Clique hatte sich als Krümelmonster verkleidet. Mit einem kleinen Bollerwagen zogen sie durch die Straßen von Peckelsheim.

Ganz in blau kam diese Mädelstruppe zum Rosenmontagsumzug des Pickel-Jauh. Die Clique hatte sich als Krümelmonster verkleidet. Mit einem kleinen Bollerwagen zogen sie durch die Straßen von Peckelsheim. Foto: Daniel Lüns

Von Daniel Lüns, Ralf Benner und Astrid E. Hoffmann

Willebadessen/Borgentreich/Warburg (WB). Mit den Umzügen der Narren in Peckelsheim, Bühne und Daseburg hat der Straßenkarneval im Warburger Land gestern seinen Höhepunkt erreicht.

Willebadessen-Peckelsheim

Elf Wagen, 17 Fußgruppen, insgesamt mehr als 400 Teilnehmer – der Rosenmontagsumzug des Pickel-Jauh lockte Narren aus Nah und Fern nach Willebadessen-Peckelsheim. Der starke Schneefall am Morgen machte den Jecken keine Probleme. »Im Vorfeld hatte es im Ort Gerüchte gegeben, dass der Zug abgesagt wird. Aber da war natürlich nichts dran«, sagte Marco Janzen, Pressesprecher des Karnevalsvereins.

Zahlreiche Landwirte hätten nämlich fix auf das Wetter reagiert und den Ortskern mit ihren Treckern freigeräumt. Auch umliegende Anwohner hätten dabei mit angepackt. »Und dass, obwohl wir sie gar nicht gefragt hatten. Ganz toll«, lobt Janzen.

Borgentreich-Bühne

Der Rosenmontagsumzug in Borgentreich-Bühne, von der Feuerwehr ausgerichtet, zählt seit mehr als 50 Jahren zu den traditionsreichsten im Altkreis Warburg: In diesem Jahr schlängelten sich fünf nur von Hand gezogene oder mit Pedalkraft angetriebene Motivwagen sowie zehn Fußgruppen durch die Straßen. Das närrische Zepter schwang Prinz Jan Ischen.

Die Bühner Festwagen griffen ein Thema auf, das die Narren besonders bewegt: Die Zukunft des Rosenmontagsumzuges, den die Karnevalisten durch die erheblichen Sicherheitsauflagen bedroht sehen. So sind bis zu sechs Ordner für einen Motivwagen erforderlich. Die Bühner verzichteten daher bewusst auf motorisierte Festwagen, um ein Zeichen zu setzen. »Die Sicherheit hat Priorität, drum zeigen wird, dass es auch ohne Trecker geht«, stand auf einem Traktor aus Pappmaché. »Zu lang sind die Vorschriften für den Wagenbau, beim Lesen wurden wir alt und grau«, dichtete eine Gruppe von »Seniorinnen«.

Warburg-Daseburg

Der Daseburger Rosenmontagsumzug wurde von zahlreichen Zuschauern bejubelt, die Kinder freuten sich über die vielen Kamelle. Der Raketenwagen war der Hingucker im Warburger Stadtteil, ihm folgten die KFDler als Astronauten, dazu gab es noch vier weitere Fußgruppen mit ihren Wägelchen.

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