Mi., 07.03.2018

Historische Schützen tagen in Hardehausen Dem Ehrenamt eine Chance geben

Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Bezirk Warburg traf sich zu seiner Wochenendtagung in der Landvolkshochschule Hardehausen. Thema war in diesem Jahr das Ehrenamt. Bei leichtem Schneefall zeigt das Foto (vorne von links) Bezirksbundesmeister Matthias Gockeln, Bezirksschützenpräses Pfarrer Werner Lütkefend, Bezirkskönig Dieter Legge, die Abteilungsleiterin Sicherheit und Ordnung des Kreises Höxter, Sigrid Wichmann, den Dipl. Theologen und Dipl. Pädagogen Stephan Kreye sowie den Bezirksgeschäftsführer Herbert Müller mit den Tagungsteilnehmern aus den 13 Bruderschaften des Altkreises Warburg.

Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Bezirk Warburg traf sich zu seiner Wochenendtagung in der Landvolkshochschule Hardehausen. Thema war in diesem Jahr das Ehrenamt. Bei leichtem Schneefall zeigt das Foto (vorne von links) Bezirksbundesmeister Matthias Gockeln, Bezirksschützenpräses Pfarrer Werner Lütkefend, Bezirkskönig Dieter Legge, die Abteilungsleiterin Sicherheit und Ordnung des Kreises Höxter, Sigrid Wichmann, den Dipl. Theologen und Dipl. Pädagogen Stephan Kreye sowie den Bezirksgeschäftsführer Herbert Müller mit den Tagungsteilnehmern aus den 13 Bruderschaften des Altkreises Warburg. Foto: August Wilhelms

Von August Wilhelms

Warburg (WB). »Gib dem Ehrenamt eine Chance« – unter diesem Thema stand das Wochenendseminar des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Bezirk Warburg.

Delegierte aus 13 Bruderschaften kommen zusammen

In der Katholischen Landvolkshochschule Hardehausen konnte Bezirksbundesmeister Matthias Gockeln (Helmern) die Delegierten aus den Vorständen der 13 Bruderschaften des Altkreises Warburg begrüßen. Willkommen hieß Gockeln dabei auch den amtierenden Bezirkskönig Dieter Legge (Dringenberg) und als Vertreter der Landvolkshochschule Dozent Stephan Kreye.

»Wir sind bereit, etwas zu tun. Wir brauchen aber die Unterstützung der Politik und Behörden.« Mit diesen Worten eröffnete Bezirksbundesmeister Matthias Gockeln die Thematik der Wochenendtagung. Vor diesem Hintergrund hatten Bezirksgeschäftsführer Herbert Müller und Bezirksbundesmeister Matthias Gockeln den Landtagsabgeordneten Matthias Goeken und vom Kreis Höxter die Abteilungsleiterin für Sicherheit und Ordnung, Sigrid Wichmann, zu der Tagung nach Hardehausen eingeladen.

Ordnungsbehördliche Vorgaben rund ums Schützenfest

»Ordnungsbehördliche Vorgaben rund ums Schützenfest« hieß das Thema von Sigrid Wichmann. Dabei ging es um Sicherheitskonzepte, den Veranstaltungsort, um Genehmigungen und Gestattungen sowie um die Festumzüge. Hierbei wurde deutlich, dass jede Veranstaltung individuell ist und die Verantwortlichen für die Sicherheit zahlreiche Rechtsvorschriften aus unterschiedlichen Themenbereichen berücksichtigen müssen. I

m Einzelfall können verschiedene Beteiligte wie Stadtverwaltung, Bauaufsichtsbehörde, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Straßenverkehrsbehörde oder Ordnungsdienst von der Erteilung von Genehmigungen oder einer Anzeigenpflicht betroffen sein.

Lärmschutz, Hygieneschutz, Um­zugsgenehmigung, Aufsichtsfunktion und Jugendschutz sind Bereiche, die den Behörden bei Schützenfesten auch wichtig sind, wie Sigrid Wichmann betonte.

Von den Schützen wurde festgestellt, dass die Ordnungsämter im Kreis Höxter bei Umzugsgenehmigungen und der Frage des Feuerwehreinsatzes bei der Umzugssicherung unterschiedlich streng vorgehen. Das Kreisordnungsamt hat dazu ein klärendes Schreiben mit dem Ziel einer einheitlichen Regelung zugesagt.

Gute Zusammenarbeit mit den Städten

Nach Ansicht der Referentin besteht im Kreis Höxter eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zwischen den Schützenbruderschaften und den Städten. Gleichzeitig zeigte sie Verständnis für den Unmut der Schützenbruderschaften über viele Vorschriften. Aber der Schutz vor vermeidbaren Gefahren bei Veranstaltungen sei sehr wichtig und trage letztlich zum Erfolg der Veranstaltung bei, so die Abteilungsleiterin.

Anschließend fand in Kleingruppen ein Austausch zum Thema »Gib dem Ehrenamt eine Chance« statt und es wurden bezirksinterne Themen wie die Vereinsjubiläen in 2018 besprochen. So feiern die Schützenbruderschaften in Altenheerse vom 25. bis 28. Mai, in Kühlsen am 18. und 19. August und die im vergangenen Jahr neu zu den »Historischen« hinzugekommenen Neuenheerser Schützen vom 10. bis 13. August ihre großen Feste.

Das Bundesschützenfest ist in diesem Jahr vom 14. bis 16. September in Xanten, und das Europaschützenfest wird vom 17. bis 19. August in Leuda/Niederlande sein.

Landtagsabgeordneter Matthias Goeken zu Gast Hier zeigt Matthias Goeken (MdL, Mitte) die ihm vom Bezirksbundesmeister Matthias Gockeln (rechts) und Bezirkskönig Dieter Legge verliehene Bezirksnadel. Foto: August Wilhelms

Der zweite Seminartag begann am Sonntagmorgen mit der Teilnahme an der Gemeindemesse in der Hardehausener Kirche mit Bezirkspräses Pfarrer Werner Lütkefend. Danach ging es um »Nordrhein-Westfalen und das Ehrenamt«. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung ist der Erhalt und die Pflege immaterieller Kulturgüter – dazu gehört auch das Schützenbrauchtum – ein verbriefter Bestandteil.

Hierzu hörten die Teilnehmer ein Impulsreferat von Dozent Stephan Kreye. Zu Gast war zu diesem Punkt der Landtagsabgeordnete Matthias Goeken. Dem CDU-Politiker wurde der Wunsch, nach Paderborner Vorbild einen Ehrenamtsbeauftragten der Kreisverwaltung als zentralen Ansprechpartner für Vereinsbelange zu installieren, ebenso vorgetragen wie die Forderung nach einem einheitlichen Kriterienkatalog wann und wofür im Ehrenamt ein Führungszeugnis benötigt wird. Goeken versprach, die Themen mit in die Kreispolitik zu nehmen.

Auf Gebührensenkungen für traditions- und gemeinnützige Vereine angesprochen, verwies Matthias Goeken auf die Digitalisierungskampagne der Landesregierung. Vieles solle künftig online zu erledigen sein. Es sei dann nicht ausgeschlossen, dass Gebührensenkungen damit einhergehen.

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