Do., 08.03.2018

Erweiterungsbauten an der Falk-Schule und an der Graf-Dodiko-Schule Mehr Platz für die Schülerbetreuung

Von Ulrich Schlottmann

Warburg (WB). Um die räumliche Situation der Übermittag- und der Nachmittagsbetreuung zu verbessern, sollen an der Graf-Dodiko-Schule und der Johann-Daniel-Falk-Schule Erweiterungsbauten errichtet werden. Darüber hat die Stadtverwaltung am Dienstagabend den Schulausschuss informiert.

Hintergrund ist, dass an beiden Schulen die Übermittag- und die Nachmittagsbetreuung zunehmend stark nachgefragt werden. An der Graf-Dodiko-Schule werden derzeit 75 Kinder (35 Prozent) betreut, an der Falkschule sind es 70 (29 Prozent). Die Tendenz ist nach Aussage der Verwaltung steigend. Die räumliche Situation für die Betreuung sei in beiden Schule derzeit unbefriedigend und zwinge zum Improvisieren. Die Pläne, die derzeit ungenutzte Eisenhoitschule als Betreuungszentrum für beide Schulen zu nutzen, sind nach den Worten des 1. Beigeordneten Klaus Braun wegen zu großer logistischer Probleme fallengelassen worden.

Eingeschossige Flachdachgebäude geplant

Bei beiden geplanten Schulneubauten handelt es sich um eingeschossige Flachdachgebäude mit einer nutzbaren Fläche von je rund 190 Quadratmetern, wie Ulrich Klare vom Bauamt erläuterte. Die Baukosten sind jeweils mit rund 400.000 Euro veranschlagt. Die Stadt rechnet nach den Worten von Schulamtsleiter Olaf Krane mit einem Landeszuschuss in Höhe von 90 Prozent.

Der Baubeginn ist für den Juni dieses Jahres geplant. Die Gebäude sollen dann nach den Sommerferien 2019 bezugsfertig sein. Klare schränkte allerdings ein, dass dieser Zeitplan davon abhängt, wie die Gewerke an Baufirmen vergeben werden können. Wegen der anhaltend guten Baukonjunktur stelle sich dies zunehmend schwierig dar.

Platzfrage gestaltet sich schwierig

Sowohl bei der Falkschule als auch bei der Graf-Dodiko-Schule standen die Planer vor dem Problem, die beiden Neubauten auf den begrenzten Grundstücksflächen unterzubringen. Ein Grunderwerb in der Nachbarschaft beziehungsweise Nutzungsrechte für einen notwendige Baustraße kamen nicht zustande.

Auf dieser Freifläche zur Papenheimer Straße hin soll der Erweiterungsbau für die Falk-Schule entstehen. Foto: Ulrich Schlottmann

So soll der Erweiterungsbau für die Falkschule jetzt an der Papenheimer Straße unterhalb des vorhandenen Schulgebäudes errichtet werden. Der Neubau wird im Wesentlichen aus zwei großen Räume bestehen: ein Essensraum mit 60 Plätzen und angegliederter Küche sowie ein Betreuungs- und Förderungsraum, der mit einer mobilen Wand unterteilt werden kann. Hinzu kommen noch WC- und Nebenräume. Das Konzept sieht vor, dass beide Räume auch als Klassenzimmer genutzt werden können, sollte dies erforderlich sein.

Ähnlich schwierig gestaltet sich die Platzfrage an der Graf-Dodiko-Schule. Dort soll der Neubau im Bereich Graf-Dodiko-Weg/Emil-Hertz-Platz entstehen. Eine überdachte Pausenhalle muss dafür weichen. Ähnlich wie an der Falkschule werden auch an der katholischen Grundschule zwei große Räume geschaffen, die sich unterteilen lassen. Neben Betreuungs- und Förderungsräumen soll nach dem Wunsch der Schule auch die Lernwerkstatt vom Alt- in den Neubau umziehen.

Weil durch den Neubau ein erheblicher Teil der Pausenfläche verloren geht, wird nach Aussage von Klaus Braun derzeit darüber nachgedacht, den Schulhof der Graf-Dodiko-Schule nachmittags nicht mehr als Parkplatz zur Verfügung zu stellen.

Städtebaulich sehr sensibler Bereich

Eine Diskussion löste im Ausschuss des Gestaltung des Neubaus aus, der nach der derzeitigen Planung zum Emil-Herz-Platz hin eine schmucklose weiße Putzfassade zeigen wird. Sowohl Hubertus Kuhaupt (CDU) als auch Hilla Zavelberg-Simon (Grüne) äußerten Bedenken.

Es handele sich um einen städtebaulich sehr sensiblen Bereich, meinte die Grüne. Dem müsse Rechnung getragen werden. Und Hubertus Kuhaupt sagte: »Wenn wir in diesem Bereich ein Gebäude mit der Optik einer Sparkassenfiliale schaffen würden, wäre das falsch.«

Klaus Braun wies darauf hin, dass die Pläne ohnehin mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden müssen. Zur Sitzung des Planungsausschusses in der kommenden Woche sollten die Planer alternative Gestaltungsvorschläge für die Fassage vorlegen, schlug Braun vor.

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