Di., 13.03.2018

Regionalforstamt warnt Besucher – Anzeige gegen unbekannt Messerklingen im Wisentgehege

Rasiermesserscharf: die fünf Klingen, die aufmerksame Mitglieder einer Wandergruppe auf dem Gelände des Geheges entdeckt haben. Jan Preller, Leiter des Waldinformationszentrums, sorgt sich um die Sicherheit der Besucher und Tiere.

Rasiermesserscharf: die fünf Klingen, die aufmerksame Mitglieder einer Wandergruppe auf dem Gelände des Geheges entdeckt haben. Jan Preller, Leiter des Waldinformationszentrums, sorgt sich um die Sicherheit der Besucher und Tiere. Foto: Ralf Benner

Von Ralf Benner

Warburg (WB). Ein Unbekannter hat, wohl mit böser Absicht, fünf Klingen für Teppichmesser auf dem Gelände des Wisentgeheges in Warburg-Hardehausen verteilt. »Ich bin traurig und verärgert, dass Menschen solche Taten begehen«, sagt Jan Preller, Leiter des Waldinformationszentrums Hammerhof in Hardehausen.

Er sorgt sich um die Sicherheit von Besuchern und Tieren und kündigt im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT an, Anzeige gegen unbekannt zu erstatten, um den Täter ermitteln zu können.

Entdeckt hatten die Klingen am späten Freitagnachmittag aufmerksame Mitglieder einer Wandergruppe. Sie alarmierten umgehend die Beschäftigten des nahen Hammerhof-Cafés. Diese schalteten daraufhin Jan Preller ein.

Klingen im Bereich der Wege gefunden

Die Klingen seien im Bereich der Wege an verschiedenen Stellen des weitläufigen, 170 Hektar großen Naherholungsgebietes gefunden worden, berichtet Preller. »Das kann kein Zufall sein«, ist er überzeugt. Nach seiner Meinung können die Messerklingen auch noch nicht sehr lange auf dem Gelände des Geheges gelegen haben. Denn: »Die Klingen wiesen keine Rostspuren auf.«

Noch am Freitagabend alarmierte der Leiter des Waldinformationszentrums das Ordnungsamt der Stadt Warburg sowie die Polizei und startete eine groß angelegte Suchaktion. Mitarbeiter des Regionalforstamtes Hochstift durchkämmten das Gelände und stellten Warntafeln für die Besucher des Wisentgeheges auf. »Wir haben uns natürlich auch die Tiergehege angesehen. Die Mäuler von Wisenten, Wildschweinen und Tarpanen könnten durch Klingen verletzen werden«, erläutert Preller. Gefunden wurden bislang keine weiteren Klingen. »Zum Glück, allerdings ist das Gelände auch sehr weitläufig«, sagt Preller.

Motiv ist völlig unklar

Der Leiter des Waldinformationszentrums denkt aktuell noch nicht an Entwarnung. Er sorgt sich weiterhin um die Sicherheit der Besucher: »Nicht auszudenken, wenn Kinder sich an den Klingen verletzt hätten.« Am Samstag wurde daher vorsorglich auch der Sandkasten auf dem Spielplatz des Hammerhofes von Mitarbeitern des Regionalforstamtes durchgeharkt – ohne Ergebnis. Jan Preller warnt alle Gäste des Geheges und fordert sie auf, wachsam zu sein: »Bitte achten Sie auf ihre Kinder und Hunde.«

Noch ist unklar, wen der Unbekannte mit seiner Tat schädigen wollte: Kinder, Hunde oder die Tiere im Gehege? Nicht nur diese Frage treibt Jan Preller derzeit um: »Warum kommen Menschen auf so schreckliche Ideen? Es ist unfassbar und mir unerklärlich.«

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