Mi., 16.05.2018

Warburg Wisentgehege: Kälbchen gestorben

Das zwei Wochen alte Kalb ist am Dienstag gestorben.

Das zwei Wochen alte Kalb ist am Dienstag gestorben.

Warburg (WB/ben). Traurige Nachricht aus dem Wisentgehege in Warburg-Hardehausen: Unerwartet ist dort am Dienstag das erst vor zwei Wochen geborene Kälbchen gestorben. »Dass einzelne Kälber in den Tagen nach der Geburt sterben, ist sehr selten«, berichtet Jan Preller, Leiter des Waldinformationszentrums Hammerhof.

»Natürlich gehen wir im Rahmen des Gehegemanagements auch mit Krankheit und Tod unserer Tiere professionell um. Dennoch macht uns das Schicksal dieses Kalbes besonders betroffen.«

Geplant war Aufzucht mit der Flasche

Es war das 198. Kalb , das in dem seit 60 Jahren bestehenden Gehege geboren wurde. Zahlreiche Leser des WESTFALEN-BLATTES hatten Namensvorschläge für den Nachwuchs gemacht. Diese sollen nun gespeichert werden. »Denn ganz sicher wird der ein oder andere Name in den nächsten Jahren für ein in Hardehausen geborenes Kalb gebraucht«, sagt Preller.

Der Zustand des kleines Wisents hatte sich zum vergangenen Wochenende verschlechtert, berichtet Preller. »Wir haben den Tierarzt hinzugezogen und uns entschieden, das Kalb zu fangen und es mit der Flasche groß zu ziehen. Das wäre in 60 Jahren Wisenthaltung eine Premiere gewesen«, sagt Preller.

Todesursache wird nun untersucht

Die Vermutung war, dass die Kuh, die mit 15 Jahren erstmals gekalbt hatte, möglicherweise zu wenig Milch hatte. »Wir haben es dann geschafft, das Kalb zu fangen – ohne es betäuben zu müssen«, erläutert Preller. Das Kalb wurde untersucht. Es trank auch aus der Flasche.

Am Dienstag wurde es dann bei einer weiteren veterinärmedizinischen Kontrolle in der Box tot aufgefunden. Zur weiteren Überprüfung der Todesursache wurde das Tier zur Sektion eingeschickt. Die für heute angekündigte Gehegewanderung mit Rainer Glunz findet trotzdem statt.

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