Mi., 11.07.2018

Rettungsschwimmer aus Warburg sind an der Ostsee im Einsatz DLRGler unterstützen Küsten-Wachdienst

Ein Auge auf die Badegäste haben Brigitte Engelbracht und Wilhelm König am Strand von Damp (Schleswig-Holstein) geworfen. Auf dem Foto fehlt Elisabeth König. Drei weitere Helfer der DLRG-Ortsgruppe Warburg werden in diesem Jahr an der Ostsee im Einsatz sein.

Ein Auge auf die Badegäste haben Brigitte Engelbracht und Wilhelm König am Strand von Damp (Schleswig-Holstein) geworfen. Auf dem Foto fehlt Elisabeth König. Drei weitere Helfer der DLRG-Ortsgruppe Warburg werden in diesem Jahr an der Ostsee im Einsatz sein.

Von Daniel Lüns

Warburg/Damp (WB). Als 600 Menschen auf einmal ins 14 Grad kalte Wasser stürmen, um beim Triathlon »Ostseeman« ihr Können zu zeigen, ist Elisabeth König zur Stelle. Die Warburger Rettungsschwimmerin achtet darauf, dass keinem etwas passiert. Sie hat den Küsten-Wachdienst an der Ostsee unterstützt.

Zwei Wochen lang waren drei Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Warburg in Damp (Schleswig-Holstein) im Dienst. Elisabeth König, ihr Mann Wilhelm sowie Brigitte Engelbracht besetzten die Wachstation am Fischleger Strand nahe Damp. »Dort haben wir auch gewohnt«, sagt Elisabeth König. Sanitätsraum, Wachraum, Schlafbereich, ein Boot – die Helfer hatten alles vor Ort, was sie für ihren Dienst brauchten.

Aus dem Wasser musste niemand gerettet werden

Zeitweise galt es auch, eine Station zu besetzen. Von 9 bis 18 Uhr waren die Helfer für die Badegäste im Einsatz. Das vorweg: aus dem Wasser mussten die Rettungsschwimmer niemanden retten – auch nicht beim Massenstart des Triathlons. »Gott sei Dank«, sagt König. »Aber Kollegen von uns mussten während des Wettkampfes eine Schwimmerin retten, die einen Krampf bekommen hatte.« Die Warburger DLRGler hingegen leisteten vor allem präventive Arbeit.

Für die Gäste eines angrenzenden Campingplatzes etwa waren sie ein beliebter Ansprechpartner. Den Weg weisen, über Strömungen aufklären – auch das muss ein Rettungsschwimmer können. Auch einem Mann, der sein Schlauchboot nach der Ausfahrt nicht alleine aus dem Wasser bekam, halfen die drei weiter.

Rettungsgeräte waren immer griffbereit

Rettungsbrett und Rettungsboje (»Die dürfte jedem aus der Serie ›Baywatch‹ bekannt sein.«) mussten dabei stets griffbereit sein. »Wenn jemand ins Wasser geht, dann beobachtet man ihn so lange, bis er wieder aus dem Wasser kommt. Und es war immer jemand im Wasser«, erklärt Elisabeth König.

Der Ernstfall könne jederzeit eintreten. »Bei der Ortsgruppe üben wir diese Situationen. Aber da weiß man immer, dass es eine Übung ist. Hier ist es real. Vor dem Marathon war ich auch nervös.« Der Wachdienst sei daher auch eine gute Gelegenheit, sein antrainiertes Wissen aufzufrischen und zu festigen. Sanitätsdienst-Kurse, Kenntnisse in Erster Hilfe und das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber mussten die Warburger nachweisen.

»Natürlich war es für uns auch Urlaub. Es ist Vorsaison. Und der Dienst an anderen Stationen, zum Beispiel direkt in Damp, das ist stressiger«, sagt König. Langweilig sei das dauerhafte Schauen auf die See dennoch nicht geworden. »Wir hatten die Kieler Woche, in der Nähe war auch ein Marine-Manöver – der Blick aufs Meer war immer interessant«, sagt die Rettungsschwimmerin.

Für den Dienst gab es ein Taschengeld

Für ihren Dienst bekamen die Helfer ein Taschengeld. Der Dank der Badegäste war ein weiterer Lohn für die Mühen. »Die Leute waren froh, dass wir da waren. Wenn da jemand mit dem bekannten roten Outfit steht, dann vermittelt das auch ein Gefühl von Sicherheit«, sagt Elisabeth König.

Die Warburgerin hat den Küsten-Wachdienst an der Ostsee bereits zum zweiten Mal unterstützt. Sie würde es wieder tun – wenn die Warburger wieder eine kleinere Station besetzen könnten, die nicht direkt im Stadtzentrum liegt. »Mit Mitte 50 brauche ich das Abenteuer nicht mehr«, erklärt die Rettungsschwimmerin mit einem Augenzwinkern.

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