Fr., 13.07.2018

Aktionstag Bauernhof: Familien Tillmann und Leifeld zeigen Schülern ihre Betriebe Hüffertschüler erkunden den Kuhstall

Besuch im Stall: Keine Angst vor den Kühen auf dem Lindenhof haben Malte Fricke und Nils Becker.

Besuch im Stall: Keine Angst vor den Kühen auf dem Lindenhof haben Malte Fricke und Nils Becker. Foto: Verena Schäfers-Michels

Warburg (vsm). Noch kurz vor Ferienbeginn haben 50 Fünftklässler des Hüffertgymnasiums die Bauernhöfe der Familien Tillmann (Bonenburg) und Leifeld (Ikenhausen) besucht. Sie wollten wissen, wann Kühe Milch geben und wie Schweine auf einem Bauernhof leben.

Auf dem Lindenhof in Ikenhausen wird aus der Milch das Bauernhof-Eis hergestellt – und wie das schmeckt, davon überzeugten sich Schüler und Lehrer auch. Elf Milcheissorten und zwei Sorbets haben Leifelds in ihrem Sortiment. Im Herbst und Winter gibt es zusätzlich die Geschmacksrichtungen Walnuss und Zimt. Die Hüffertschüler erkundeten die Produktion und den Hof, auf dem 50 Milchkühe und ebenso viele Jungtiere ihr Zuhause haben.

Bauernhofeis wird aus der hofeigenen Milch

Das Bauernhofeis wird aus der hofeigenen Milch ohne künstliche Aromen hergestellt. Das Vorhaben haben Karsten Leifeld und seine Eltern Reinhard und Luise im Jahr 2011 umgesetzt. Inzwischen hilft auch die zukünftige Schwiegertochter Theresa Reichelt tatkräftig mit. Die Eisprodukte sind im Hofcafé und in ausgewählten Supermärkten in der Region erhältlich. Zudem sind die Bauernhofeis-Stände auch auf Festen über die Saison verteilt zu finden.

»Landwirtschaft kommt immer noch negativ rüber«, glaubt Luise Leifeld und freut sich daher über Besuchergruppen, etwa Schüler oder Kita-Kinder, denen sie ein positives Bild vermitteln möchte. In ihren kleinen Betrieben kennen Leifelds und Tillmanns noch jedes Tier genau und wissen, wenn einem von ihnen etwas fehlt, ist sich die Landwirtin sicher.

»Die Landwirte versorgen uns.«

Der Aktionstag Bauernhof soll den Mädchen und Jungen einen Einblick vom Leben und Arbeiten in landwirtschaftlichen Betrieben verschaffen. »Die Landwirte versorgen uns«, erzählt Erdkundelehrerin Heidi Fliedner, die im Unterricht mit den Kindern über Massentierhaltung und die fruchtbaren Böden der Warburger Börde gesprochen. Ihre Fragestellung: »Warum haben die Bauern hier so gute Ernten und weshalb ist das Land sehr fruchtbar?« Heidi Fliedner war es auch, die den Aktionstag organisiert hatte.

Bereits vor einer Woche gestalteten Antonius Tillmann und sein Sohn Peter in der Schule eine Unterrichtseinheit mit der Jahrgangsstufe 5.

Viele Erfahrungen waren neu für die Schüler

Klassenlehrerin Johanna Wilhelms hat die Erfahrung gemacht, dass viele Schüler nicht wissen, wie viel Fleisch in einem Haushalt pro Woche gebraucht wird. »Diesen Verbrauch berechnen wir, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie viele Lebensmittel benötigt werden, damit am Ende der Woche nichts weggeworfen wird.«

Obwohl die Warburger Schüler selbst in einer ländlichen Umgebung zu Hause sind, waren viele Erfahrungen durchaus neu für sie. »Dass die Zitzen der Kühe vor dem Melken desinfiziert werden, wusste kaum jemand«, berichtete Johanna Wilhelms.

Nach zwei Stunden wanderten die Schüler von Ikenhausen nach Bonenburg zum Hof von Antonius Tillmann, der ihnen zusätzlich zur Milchwirtschaft auch viele Infos über die Schweinehaltung gab.

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