Fr., 29.12.2017

Schieber des Behälters versehentlich nicht geschlossen Zehn Kubikmeter Gülle fließen durch Löwen

Mit tatkräftiger Unterstützung der örtlichen Landwirte haben die Einsatzkräfte Sperren und Bindematerial eingesetzt, um möglichst viel Gülle aufzufangen.

Mit tatkräftiger Unterstützung der örtlichen Landwirte haben die Einsatzkräfte Sperren und Bindematerial eingesetzt, um möglichst viel Gülle aufzufangen. Foto: Michaela Weiße

Von Michaela Weiße

Willebadessen (WB). Ein unangenehmer Geruch lag am Freitagmorgen, 29. Dezember, in der Luft von Löwen. Grund dafür waren rund zehn Kubikmeter Gülle, die von einem landwirtschaftlichen Hof auf die Brunnenstraße geflossen sind.

Schieber vermutlich nicht geschlossen

Nach Angaben der Polizei wurde vermutlich der Schieber eines Güllebehälters versehentlich nicht geschlossen und so verteilte sich die Gülle zunächst in einem Abwasserkanal und einem Vorfluter für Regenwasser.

Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde, des Ordnungsamtes und des Abwasserwerkes waren vor Ort und setzten mit etwa 35 Feuerwehrleuten der Löschgruppen Engar, Ikenhausen, Löwen und Peckelsheim, sowie mit tatkräftiger Unterstützung der örtlichen Landwirte, Sperren und Bindematerial ein, um möglichst viel Gülle aufzufangen. Die Ortsdurchfahrt von Löwen wurde für die Dauer der Reinigungsarbeiten gesperrt.

»Grundwasserbeeinträchtigung ist unwahrscheinlich«

Nach Angaben der Unteren Wasserbehörde floss die Gülle vom Regenwasserkanal in einen Gewässerzulauf zur Taufnethe. In dem Gewässerzulauf errichteten Feuerwehrkräfte und Landwirte umgehend eine Sperre, um eine weitere Ausbreitung der ausgelaufenen Gülle zu verhindern.

Sie pumpten die Gülle ab, die anschließend zu umliegenden landwirtschaftlichen Betrieben gebracht wurde. Ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Höxter war vor Ort.

Die Leiterin der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft beim Kreis Höxter, Kathrin Weiß, bedankte sich für die hervorragende Arbeit der freiwilligen Kräfte vor Ort. »Durch das schnelle Handeln der Feuerwehrmänner und Landwirte wurde eine Verschmutzung der Taufnethe verhindert«, sagte sie. »Eine Grundwasserbeeinträchtigung ist nach derzeitigen Erkenntnissen sehr unwahrscheinlich.«

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