Fr., 02.03.2018

Ausbau beginnt im April – Leistungen bis 100 MBit/s möglich Glasfasernetz für Willebadessen

Die Firma Sewikom aus Beverungen baut in Willebadessen ein Glasfasernetz auf. Trassen, die nicht von der Sewikom gebaut werden, vom Unternehmen aber zum Teil mitgenutzt werden, werden aus rechtlichen Gründen auf dieser Karte nicht gezeigt. Die zu bauenden Sewikom-Trassen sind in ihrem voraussichtlichen Verlauf rot eingezeichnet. In manchen Stadtteilen, Altenheerse, Willebadessen und Peckelsheim, wird keine Leitung verlegt, da die Versorgung dort bereits gewährleistet ist.

Die Firma Sewikom aus Beverungen baut in Willebadessen ein Glasfasernetz auf. Trassen, die nicht von der Sewikom gebaut werden, vom Unternehmen aber zum Teil mitgenutzt werden, werden aus rechtlichen Gründen auf dieser Karte nicht gezeigt. Die zu bauenden Sewikom-Trassen sind in ihrem voraussichtlichen Verlauf rot eingezeichnet. In manchen Stadtteilen, Altenheerse, Willebadessen und Peckelsheim, wird keine Leitung verlegt, da die Versorgung dort bereits gewährleistet ist. Foto: Kartenausschnitt: Sewikom GmbH

Von Daniel Lüns

Willebadessen (WB). Willebadessen und alle seine Stadtteile werden schnelles Internet bekommen. Bis zum Sommer 2019 soll die Eggestadt an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Die Firma Sewikom wird mit dem Ausbau bereits im April beginnen.

Die Pläne stellte Kai-Timo Wilke, Geschäftsführer der Firma Sewikom aus Beverungen, am Mittwochabend im Ausschuss für bauliche und wirtschaftliche Entwicklung vor. Markus Hagemann (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, hatte Gewerbetreibende der Stadt zu der Sitzung eingeladen. »Sie warten zum Teil lange auf diese Anschlüsse. Hier können Sie Infos aus erster Hand bekommen«, begrüßte Hagemann die zahlreichen Besucher.

30 Kilometer Glasfaser werden im Stadtgebiet verlegt

Die lauschten den Ausführungen des Sewikom-Chefs gebannt. 250 Kilometer Glasfaser wird das Unternehmen in diesem Jahr im Kreis Höxter verlegen, erklärte Wilke. 30 Kilometer davon werden in Willebadessen und seinen Stadtteilen unter die Erde gebracht. Zudem wird die Firma 190 Kilometer Glasfaser von Partner-Unternehmen nutzen. »Das macht insgesamt 440 Kilometer«, rechnete Kai-Timo Wilke vor. »Zurzeit sind wir in der Feinplanung. Strecken werden abgefahren und detailliert aufgenommen.«

Ausgangspunkt der Aktion ist eine Haupt-Glasfaserleitung eines Energieversorgers, die an Löwen vorbeiführt. An diese Leitung soll das Glasfasernetz von Willebadessen angeschlossen werden. Der Stadtteil Löwen werde aufgrund seiner Lage früher angeschlossen, als andere Stadtteile. In manchen Stadtteilen, Altenheerse, Willebadessen und Peckelsheim, werde keine Leitung verlegt. Dort ist die Versorgung bereits gewährleistet, erklärte Wilke.

Die Glasfaserleitungen sollen entlang öffentlicher Straßen verlegt werden. Auf den letzten Metern werden die bestehenden Kupferkabel genutzt, die an und in den Häusern liegen. Mittels moderner Technik sollen auf diese Weise zunächst Bandbreiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde möglich sein. Interessierte können über die Homepage http://verfuegbarkeit.sewikom.de/index.php bereits nachschauen, welche Geschwindigkeiten sie ab Sommer 2019 voraussichtlich erhalten.

Entlegene Häuser oder Höfe können auch angeschlossen werden

Entlegene Häuser oder Höfe, die nicht in der Nähe der neuen Glasfaserleitungen liegen, könnten dennoch angeschlossen werden. In dem Fall wird das Unternehmen den Interessenten ein individuelles Angebot machen, erklärte Kai-Timo Wilke. Wie viel dieser Privatausbau koste, lasse sich nicht pauschal sagen. Die Kosten seien von mehreren Faktoren abhängig, etwa ob die Leitung unter freien, unversiegelten Flächen oder etwa unter gepflasterten Bereichen verlegt werden soll.

Der Ausbau wird im Rahmen eines Förderprogrammes des Landes NRW gestemmt. Etwa 1,3 Millionen Euro werden die Maßnahmen kosten. Eine Wirtschaftlichkeitslücke von etwa einer Million Euro soll langfristig über die Vertragsabschlüsse der Kunden refinanziert werden, erklärte der Fachmann. »Sie können unser Netz aber auch über einen anderen Anbieter nutzen«, sagte der Sewikom-Geschäftsführer.

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