Sa., 03.03.2018

Standort soll bis 30. Juni aufgegeben werden – Sonderposten-Börse könnte einziehen Aldi schließt Filiale in Willebadessen

Lange stand der Aldi-Markt in Willebadessen unter Beobachtung, nun möchte die Supermarktkette die Filiale schließen. Wie es vor Ort weitergeht, wird noch geklärt. Als möglicher Nachnutzer ist die Firma Expo-Börse im Gespräch.

Lange stand der Aldi-Markt in Willebadessen unter Beobachtung, nun möchte die Supermarktkette die Filiale schließen. Wie es vor Ort weitergeht, wird noch geklärt. Als möglicher Nachnutzer ist die Firma Expo-Börse im Gespräch. Foto: Daniel Lüns

Von Daniel Lüns

Willebadessen (WB). Aldi Nord schließt seine Filiale in Willebadessen. Der Standort soll bis zum 30. Juni aufgegeben werden. Das hat die Immobilienverwaltung der Supermarktkette der Stadtverwaltung Willebadessen mitgeteilt. Als Nachnutzer ist eine Sonderposten-Börse im Gespräch.

Das teilt Bürgermeister Hans Hermann Bluhm auf Nachfrage des WESTFALEN-BLATTES mit. Die Schließung ist offenbar wirtschaftlichen Gründen geschuldet. Als wenig umsatzstarker Standort stand der Markt bereits vor einem Jahr im Fokus. Im Mai hatte der Leiter der Abteilung Immobilien und Expansion bei Aldi-Nord, Kimon Mantzouridis, dem Bürgermeister erklärt, dass im Bereich Aldi Nord insgesamt 500 Märkte zur Disposition stünden. 270 waren bereits geschlossen worden.

Firma Expo-Börse als Nachnutzer im Gespräch

Die Supermarktkette sei im Interesse der Eigentümer des Aldimarktes und der Bürger von Willebadessen bemüht, eine Nachnutzung für die Immobilie zu finden, sagt Bluhm weiter. Als möglicher Nachnutzer sei die Firma Expo-Börse im Gespräch. Das Unternehmen verkauft nach eigenen Informationen Sonderposten, Import-Artikeln und Dinge des täglichen Bedarfs.

Dieses Sortiment stehe im Gegensatz zu dem, was im Bebauungsplan des Gebietes festgeschrieben wurde. Im Aldi-Markt werden vor allem Lebensmittel verkauft. Um die Nachnutzung durch die Firma Expo-Börse zu gewährleisten, müsse der Bebauungsplan geändert werden. Die Lokalpolitik müsse nun beraten, ob sie dafür »Willens ist«, erklärt das Stadtoberhaupt.

Bluhm selbst bedauert die Entwicklung in Willebadessen. »Aber wir beeinflussen das Ganze durch unser Einkaufsverhalten. Wenn wir immer mehr im Internet bestellen, auch Lebensmittel, dann ist diese Entwicklung so«, sagt der Bürgermeister.

Die zuständige Abteilung Immobilien und Expansion bei Aldi-Nord hat sich auf Nachfrage des WESTFALEN-BLATTES nicht zu den Schließungsplänen geäußert.

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