Di., 17.04.2018

Supermarktkette bittet um Prüfung: Areal am Sportplatz im Gespräch Aldi geht – kommt Netto?

Dort, wo aktuell das Sportheim des TuS Willebadessen steht, könnte künftig ein Netto-Markt samt Parkplatzfläche entstehen. Die Supermarktkette hat bei der Stadt Willebadessen darum gebeten, die Umsetzungsmöglichkeiten zu überprüfen.

Dort, wo aktuell das Sportheim des TuS Willebadessen steht, könnte künftig ein Netto-Markt samt Parkplatzfläche entstehen. Die Supermarktkette hat bei der Stadt Willebadessen darum gebeten, die Umsetzungsmöglichkeiten zu überprüfen. Foto: Astrid E. Hoffmann

Von Daniel Lüns

Willebadessen (WB). Die Supermarktkette Netto würde gerne in Willebadessen eine Filiale neu bauen. Dafür müsste aber das Sportheim des TuS Willebadessen abgerissen werden. Ein beauftragtes Projektbüro hat bei der Stadtverwaltung dazu bereits eine Anfrage gestellt. Nun befasst sich die Lokalpolitik mit dem Thema.

Die Supermarktkette hat die Stadt Willebadessen zudem darum gebeten, die Umsetzungsmöglichkeiten zu überprüfen. Eine Netto-Ansiedlung im Gebäude des Aldi-Marktes hingegen ist nicht möglich. »Aldi ist der Eigentümer der Gebäudes. Und als solcher würde Aldi dort keinen anderen Lebensmitteleinzelhändler zulassen«, erklärt Bürgermeister Hans Hermann Bluhm.

Das habe ihm die zuständige Abteilung Immobilien und Expansion bei Aldi-Nord bereits auf Anfrage mitgeteilt. Auch die Idee, dass die Stadt das Gebäude erst kaufen und dann an Netto vermieten könnte, ist wohl vom Tisch.

Aldi-Nord würde Verkauf nur unter Auflagen gestatten

Vertreter von Aldi-Nord hätten im Gespräch deutlich gemacht, so einen Verkauf nur unter Auflagen zu gestatten, welche eine Ansiedlung von Netto verhindern würden. Wie das WESTFALEN-BLATT berichtete, plant Aldi-Nord, seinen Standort in der Eggestadt bis zum 30. Juni aufzugeben. Als Nachnutzer des Gebäudes ist eine Sonderposten-Börse im Gespräch.

Deren Sortiment würde jedoch im Gegensatz zu dem stehen, was im Bebauungsplan des Gebietes festgeschrieben wurde. Um die Nachnutzung zu gewährleisten, müsste der Bebauungsplan geändert werden. Die Lokalpolitiker müssen darüber noch beraten.

Mit dem Abriss des Sportheims sei der TuS Willebadessen »grundsätzlich einverstanden, wenn sie ihren Sport weiter ausüben können«, sagt Hans Hermann Bluhm. Das hätten Vertreter des Sportvereins in einem Gespräch erklärt. Jedoch müsste das Sportheim dann an einer anderen Stelle neu errichtet werden, womöglich nur wenige Meter weiter an der Straße Am Sportplatz.

Stadt Willebadessen wäre »nicht in der Lage, neues Sportheim zu bauen«.

Die Stadt Willebadessen – ihr gehört das Gebäude– wäre jedoch »nicht in der Lage, ein neues Sportheim zu bauen«, erklärt der Bürgermeister. Ob und wie sich die Firma Netto an den Kosten des Neubaus beteiligen würde, stehe noch nicht fest. Auch gibt es noch keinen Zeitplan für den Netto-Markt: »Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass selbst dann, wenn der Rat das Projekt positiv bescheiden sollte, es noch etwa ein bis eineinhalb Jahre dauert, bis die Filiale öffnen könnte.«

Die Netto-Anfrage war bereits in der jüngsten Ortsbeiratssitzung Thema. Dort wurden die Pläne kontrovers diskutiert, sagt Hans Hermann Bluhm. »Ich bin hin- und hergerissen«, beschreibt er seine persönliche Meinung zum Projekt. Zwar gebe es starke Argumente, die dafür sprechen würden. Dazu zähle etwa das Halten der Kaufkraft im Ortsteil. Jedoch gebe es auch gute Argumente, die gegen den Netto-Neubau sprechen würden. Dazu zählten Abriss und Neubau des Sportheims.

Mit dem Thema befasst sich am 25. April der Bauausschuss.

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