Mi., 13.06.2018

Berufsfeuerwehrtag des Löschzuges Willebadessen – Simulierte Notfälle gemeistert Jugendfeuerwehr 24 Stunden im Dienst

Bei den Übungen machten mit (hinten, von links) Maximilian Fedrau, Mike Engemann, Pia Kleimann, Christoph Ernst, Bettina Peters, Sascha Sauerland, Robert Peters, Niklas Namnick, Manuel Gockeln, Markus Hesselmann, Daniel Fedrau, Sven Ernst, Anton Weltken, Theresa Verse, Dirk Peters und (vorne, von links) Luisa Uhe, Philipp Diekmann, Clara Weltken, Deniz Feierabend, Lorinda Klatte, Kristin Weskamp, Jerome Kathstede und Dominik Gellert.

Bei den Übungen machten mit (hinten, von links) Maximilian Fedrau, Mike Engemann, Pia Kleimann, Christoph Ernst, Bettina Peters, Sascha Sauerland, Robert Peters, Niklas Namnick, Manuel Gockeln, Markus Hesselmann, Daniel Fedrau, Sven Ernst, Anton Weltken, Theresa Verse, Dirk Peters und (vorne, von links) Luisa Uhe, Philipp Diekmann, Clara Weltken, Deniz Feierabend, Lorinda Klatte, Kristin Weskamp, Jerome Kathstede und Dominik Gellert. Foto: Löschzug Willebadessen

Willebadessen (WB). In jeder Hosentasche ertönt ein schrilles Piepsen. Alarm! Sofort lassen die Nachwuchsfeuerwehrleute alles stehen und liegen und stürmen los, um sich mit Helmen und Handschuhen auszurüsten. Noch weiß keiner, welche Gefahren am Einsatzort auf sie warten.

Löschzug richtet Veranstaltung aus

Doch keine Angst! Der echt wirkende Alarm entpuppt sich als Abschlussübung des sogenannten Berufsfeuerwehrtages der Jugendfeuerwehr Willebadessen. Der Löschzug Willebadessen hatte die Veranstaltung am Wochenende zum dritten Mal ausgerichtet. 24 Stunden lang blieben die jungen Brandschützer am Gerätehaus, um die von den Ausbildern ausgedachten Notfälle, Szenarien und Einsätze zu bewältigen. Auch praktische und theoretische Ausbildung sowie Sport, Spiel und Spaß standen auf dem Dienstplan.

19 Jugendfeuerwehrleute des Löschzuges Willebadessen und der Löschgruppen aus Altenheerse, Helmern und Fölsen nahmen am Berufsfeuerwehrtag teil. Sechs Feuerwehrleute kümmerten sich vor Ort als Betreuer und Ausbilder um den Nachwuchs und fuhren die Feuerwehrautos. Informiert wurden die Teilnehmer über einen SMS-Alarm, der auch von den aktiven Kameraden des Löschzuges verwendet wird. So erhielten die Jugendlichen die Meldungen direkt auf ihr Handy.

Vermeintlicher Brand im Altenheim

Am Samstag trafen sich die Jugendlichen mit ihren Ausbildern bereits um 8 Uhr am Gerätehaus. Nach einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück und dem Einrichten der Schlafplätze stand schon der erste Programmpunkt an. Die Jugendlichen fuhren zur Objektbegehung zum Biomassehof nach Borlinghausen. »Bei so einer Begehung achtet man auf Rettungswege, Gefahrenstellen und auf die Wasserversorgung«, wusste Jugendfeuerwehrkameradin Kristin Weskamp (11).

Auf dem Rückweg zum Gerätehaus folgte dann die erste Einsatzübung. Im Hagenfeld hatte ein Auto nach einem Alleinunfall Benzin und andere Betriebsstoffe – eine Mischung aus Speiseöl und Kakao – verloren. Völlig aufgelöst rief der Fahrer schließlich die Jugendfeuerwehr, die ihm auch schleunigst zur Hilfe eilte. Am Nachmittag rückten die Brandschützer dann zu einem vermeintlichen Brand im Altenheim »Zeit für Pflege« aus. Die Brandmeldeanlage hat allerdings einen Fehlalarm ausgelöst.

Simulierter Gasbrand als Höhepunkt

Der Höhepunkt des Wochenendes stellte aber ein simulierter Gasbrand innerhalb eines lebensmittelverarbeiteten Betriebes an der Nethe in Willebadessen dar. Mithilfe einer Nebelmaschine und Lichteffekten wirkte der Brand täuschend echt. Felix Lütke-Bexten vom THW Paderborn hatte hierzu die Geräte und sein Fachwissen zur Verfügung gestellt. Doch damit nicht genug. Die Brandschützer wurden auch noch zu einem weiteren Feuer und zu einer Tierrettung gerufen.

»So oft kann man diese großen Einsätze nicht üben«, erklärt Anton Weltken. »An den normalen Dienstabenden fehlt einfach die Zeit so ein Szenario aufzubauen. Es hat sich wirklich gelohnt. Der Anblick der Feuer- und Raucheffekte war echt beeindruckend«, sagte der 16-Jährige.

Lob für die »tolle Truppe«

»Besonders schön war der offene Umgang miteinander. Keiner wurde ausgegrenzt und alle hatten was zu tun. Wenn ich mal Hilfe brauchte, standen gleich alle parat und ich hatte keinerlei Probleme, mich in die Gruppe einzufinden«, sagte Philipp Diekmann (10), neuestes Mitglied der Jugendfeuerwehr Willebadessen.

Auch der stellvertretende Jugendwart Sascha Sauerland teilte diese Meinung. »Durch den Berufsfeuerwehrtag lernt man die anderen Kameraden viel besser schätzen. Man erkennt, dass jeder etwas Wichtiges zur Gemeinschaft beiträgt«, sagte der 31-Jährige. »Wir sind eine tolle Truppe und ich hoffe, dass wir noch viele weitere tolle Aktionen gemeinsam in Angriff nehmen können.«

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