Do., 12.04.2018

Blomberger Unternehmensgruppe steigert Umsatz auf neue Rekordhöhe Phoenix Contact: erstmals mehr als zwei Milliarden Euro

Frank Stührenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Phoenix Contact.

Frank Stührenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Phoenix Contact. Foto: Oliver Schwabe

Von Bernhard Hertlein

Blomberg (WB). Phoenix Contact hat den Umsatz im vergangenen Jahr erstmals auf mehr als zwei Milliarden Euro gesteigert. Auch die Mitarbeiterzahl und das Investitionsbudget erreichen Rekordhöhen.

Nach Angaben des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Frank Stührenberg, erhöhte die Blomberger Unternehmensgruppe den Umsatz von 1,977 im Vorjahr auf 2,205 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 1500 auf 16.500. Die Kapazitäten im Unternehmen sind weitestgehend ausgelastet. So wundert es nicht, dass auch die Investitionen 2018 auf ein Rekordniveau steigen sollen. Nach 150 Millionen Euro 2016 und 180 Millionen 2017 sind in diesem Jahr 250 Millionen für neue Gebäude, Anlagen und die IT-Infrastruktur eingeplant.

Starke Entwicklung in Europa

Auf dem deutschen Heimatmarkt konnte Phoenix Contact 2017 um 10,5 Prozent zulegen. Stark war die Entwicklung auch in Europa insgesamt und in China. Unterdurchschnittlich entwickelte sich der Umsatz in den USA mit plus 5,8 Prozent. Dass die Lipper derzeit am oberen Rand ihrer Kapazitäten produzieren, liegt Stührenberg zufolge vor allem an den großen Veränderungen und der sich daraus ergebenden starken Nachfrage in den Branchen Energie, Mobilität und Infrastruktur.

Für das Gesamtjahr 2018 erwartet Stührenberg nicht zuletzt auf Basis eines sehr guten ersten Quartals ein erneutes Umsatzplus zwischen sechs und acht Prozent. Von geplanten 1000 zusätzlichen Jobs sollen 400 auf Deutschland entfallen. 4800 Beschäftigte arbeiten am Stammsitz in Blomberg, zusammen 1650 in Bad Pyrmont und Paderborn. Neben dem Schwerpunkt Stromversorgungstechnologien soll in Paderborn auch der Bereich Zinkdruckguss ausgebaut werden. Nach Deutschland ist Polen der mitarbeiterstärkste Standort.

Neu im Blickfeld ist Nordafrika

In Blomberg plant Phoenix Contact 2018 drei größere Neubauten bzw. Erweiterungen. 15 Millionen Euro sind für die Erweiterung eines Werks in den USA, weitere 30 Millionen in den Aufbau eines zweiten Standorts im chinesischen Nanjing eingeplant. Neu im Blickfeld der Lipper ist Nordafrika. Aktuell prüft Stührenberg den Aufbau von Vertriebsstandorten in Marokko und in Ägypten. Alle Investitionen bezahlt Phoenix Contact Stührenberg zufolge aus früheren Gewinnen und dem laufen Cashflow. Auch deshalb achte man sehr auf eine nachhaltige Entwicklung. In 15 Jahren sei der Umsatz um den Faktor 3,5 gestiegen ist. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich von 5500 auf 16.500.

Auch eine so starke Nachfrage kann allerdings zum Problem werden, wenn der Nachschub an Rohstoffmaterial stockt. Auch warnt Stührenberg, dass die Konjunktur dabei sei, zu überhitzen. Wenn es einen Rückschlag gebe, den er für den Herbst nicht ausschließt, müsse Phoenix Contact möglichst schnell reagieren, um eine harte Landung zu verhindern.

Aktuell fielen die Zuwächse bei Phoenix Contact noch höher aus, wären da nicht Abwertungen wichtiger Währungen wie US-Dollar und türkischer Lira. In Landeswährung liege das Plus um gut fünf Prozent höher, sagte Stührenberg, der fürchtet, dass auch China an der Währungsschraube drehen könnte.

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