Di., 10.10.2017

Paderborn als Leitkommune – Projekte zu eGovernment und digitaler Stadtentwicklung OWL soll digitale Modellregion für NRW sein

Das Paderborner Rathaus.

Das Paderborner Rathaus. Foto: Jörn Hannemann/Archiv

Paderborn/Detmold/Delbrück/Bielefeld (dpa/WB/LaRo). Den Gang zum Bürgeramt in Zukunft per Mausklick erledigen. Das wird für Bürger in Ostwestfalen-Lippe möglicherweise schon bald Wirklichkeit. Denn OWL soll zur digitalen Modellregion für Nordrhein-Westfalen werden. Die Stadt Paderborn übernehme dabei ab sofort die Rolle einer Leitkommune, heißt es in einer Mitteilung des NRW-Wirtschafts- und Digitalministers Andreas Pinkwart (FDP) von Dienstag.

Paderborn werde dabei eng mit dem Kreis Paderborn, Delbrück, Bielefeld und der Bezirksregierung Detmold zusammenarbeiten. »Wir wollen mit den Besten lernen, Digitalisierung vor Ort bürgerfreundlich zu gestalten«, erklärt Pinkwart.

Mittlerer zweistelliger Millionenbetrag

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Foto: Malte Samtenschnieder

Bis Ende des Jahres sollen vier weitere digitale Modellregionen in den anderen Regierungsbezirken NRWs folgen. Dort sollen »innovative Projekte des eGovernments und der digitalen Stadtentwicklung entwickelt und erprobt werden«. Auch eine enge Vernetzung mit der Landesverwaltung ist vorgesehen. Erfolgreiche Projekte könnten zügig auf andere Städte und Regionen übertragen werden.

Die Kommunen erhalten zwischen 2018 und 2020 laut Angaben des Ministeriums einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Die private Wirtschaft soll das Projekt mit Mitteln in gleicher Höhe kofinanzieren.

Die Modellkommunen sollen die Bereiche »Öffentliche Verwaltung – eGovernment« und »Stadtentwicklung« digitalisieren – das beinhaltet Felder wie Energie, Gesundheit, Verkehr, Bildung, Handel, Sicherheit, Tourismus und Lebensqualität. Die Entwicklung von Pilotprojekten unter Einbeziehung von »Best Practice«-Beispielen und der Forschungseinrichtungen der jeweiligen Region stehe im Mittelpunkt.

Beispiel Personalausweis

Konkret geht es etwa um die Arbeitsabläufe innerhalb der Verwaltung, aber auch um den Kontakt der Verwaltung zum Bürger. Ein Beispiel: Wer seinen Personalausweis beantragen will, soll laut Angaben eines Sprechers künftig nicht mehr zum Bürgeramt gehen müssen, sondern das Ganze per Smartphone erledigen können.

»Unsere Modellkommunen werden sich als Pioniere der digitalen Verwaltung verstehen«, sagte Pinkwart laut Mitteilung weiter. So sollen die Verwaltungen etwa ab 2020 ihre Akten vollständig elektronisch führen. Außerdem soll es ab 2020 ein digitales Gewerbeamt geben.

Lesen Sie mehr am Mittwoch, 11. Oktober, im WESTFALEN-BLATT.

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