Mi., 03.01.2018

Kontrolleure zählen in Ostwestfalen-Lippe doppelt so viele Verstöße wie im Vorjahr Mehr Mängel beim Feuerwerkverkauf

Beim Verkauf von Feuerwerk gelten seit 2017 neue Vorschriften.

Beim Verkauf von Feuerwerk gelten seit 2017 neue Vorschriften. Foto: dpa

Detmold (WB/bex). Beim Verkauf von Böllern und Raketen haben Händler in Ostwestfalen-Lippe im Vergleich zum Vorjahr deutlich häufiger gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen als im Vorjahr.

Das hat die Bezirksregierung Detmold bei Kontrollen festgestellt. Die Beamten protokollierten in den Tagen vor dem Jahreswechsel 138 Beanstandungen.

Doppelt so viele Verstöße

Die Mitarbeiter des Dezernates für Arbeitsschutz hatten zwischen dem 28. und 31. Dezember 199 Betriebe (2016: 147) besucht. Die Zahl der Verstöße gegen Produktsicherheit und Sicherheitsbestimmungen war doppelt so hoch wie vor Jahresfrist (68).

»Der Anstieg hängt sicherlich mit den Änderungen im Hinblick auf die Kennzeichnungspflicht zusammen«, sagt Anja Hegener, Sprecherin der Bezirksregierung. So wurden mehr als 40 Produkte ohne die seit 2017 zwingend erforderliche CE-Kennzeichnung angeboten. Allerdings konzentrierte sich dieser Mangel auf wenige Händler. Produkte ohne CE-Kennzeichnung müssen sofort aus dem Verkauf genommen werden.

Aufgerissene Verpackungen

Schwerpunktmäßig bemängelten die Experten aufgerissene Sicherheitsverpackungen. 46 Mal war dies der Fall. Die Bezirksregierung betont: »Pyrotechnische Gegenstände mit solch einem Mangel dürfen nicht mehr frei verkauft werden. Hier ist auch an die Verbraucher zu appellieren, im Geschäft Sicherheitsverpackungen nicht unbedacht zu öffnen oder zu beschädigen.«

Auch die Gestaltung der Verkaufs- und Lagerräume – beispielsweise fehlende oder nicht ausreichende Vorrichtungen zur Brandbekämpfung und nicht ordnungsgemäße Fluchtwege – sei häufiger nicht korrekt. Die Mängel könnten aber zumeist bei der Kontrolle vor Ort direkt behoben werden. In Einzelfällen waren die zulässigen Lagerhöchstmengen überschritten und mussten reduziert werden.

Verstöße gegen Altersbeschränkungen

»Märkte, in denen Mängel festgestellt werden, erhalten von uns entsprechende Schreiben. Beim Überschreiten der zulässigen Lagerhöchstmengen wird zudem geprüft, ob der Verdacht eines Straftatbestandes vorliegt«, erklärt Antonius Kümmel vom Dezernat für Arbeitsschutz.

Zuletzt seien 2015 zwei Straftaten festgestellt worden. Die Fälle wurden der Staatsanwaltschaft übergeben.

Illegales Feuerwerk (»Polenböller«) wurde in den vergangenen Tagen nicht vorgefunden. Es gab auch keine Verstöße gegen Altersbeschränkungen beim Feuerwerksverkauf.

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