Sa., 09.12.2017

Polizei vermutet weiter den Absturz der Maschine im Weserbergland Suchaktion nach vermisstem Kleinflugzeug zunächst ohne Erfolg

Ein Suchtrupp der Feuerwehr.

Ein Suchtrupp der Feuerwehr. Foto: dpa

Hessich Oldendorf/Hameln (dpa).  Die Suche nach dem seit Freitag im Weserbergland vermissten Kleinflugzeug ist bislang erfolglos geblieben. Die entsprechenden Maßnahmen von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst und Polizei seien am Samstagmorgen wieder aufgenommen worden, teilte Polizeisprecher Jens Petersen mit.

Es werde ein Absturz des Sportflugzeuges befürchtet, hieß es zuvor. Auch zwei Hubschrauber seien wieder im Einsatz, darunter einer von der Bundeswehr. Die Polizei spricht von »schwierigen Suchbedingungen« in den schneebedeckten Waldgebieten. In den schwer zugänglichen Geländebereichen seien Suchhunde im Einsatz. Auch Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung waren eingetroffen.

Der 78 Jahre alte Pilot war am Freitag um 12.15 Uhr in Osnabrück-Atterheide gestartet und wurde etwa eine Stunde später in Braunschweig erwartet - dort kam er aber nicht an. »Kurz vor 13.00 Uhr brach der Funkkontakt zum Piloten ab, und das Flugzeug verschwand vom Radarschirm«, erklärte Petersen. »Letzter Radarkontakt bestand im Bereich der Ortschaft Fischbeck zwischen Hessisch Oldendorf und Hameln.«

Polizei bittet mögliche Zeugen um Hilfe

Die mögliche Absturzstelle wurde zunächst im Bereich des Süntel-Höhenzuges im Weserbergland vermutet. Derzeit suche man auch im Naturschutzgebiet Schweineberg unweit der B217, sagte Petersen am Samstagmittag. Spaziergänger, die ungewöhnliche Beobachtungen gemacht hätten oder oder abgerissene Kunststoffteile finden würden, mögen sich bei der Polizei Hameln melden. Gesucht wird eine Maschine vom Typ Aquila, nach Angaben der Polizei ein zweisitziges Schulungsflugzeug.

Die Arbeit der Bodensuchkräfte war vor Mitternacht abgebrochen worden , Ortungsversuche liefen noch bis tief in die Nacht. Bereits am Abend waren zwei Hubschrauber im Einsatz, darunter einer der Bundespolizei mit Wärmekamera. Ein Spezialteam aus Nordrhein-Westfalen versuchte vergeblich, das Handy des Piloten anzupeilen. »Mit Tagesanbruch wurden die Suchmaßnahmen fortgesetzt, bislang jedoch ohne Ergebnis«, sagte Petersen.

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