Fr., 29.12.2017

400 Strohballen gehen in Kalletal-Brosen in Flammen auf – Kripo ermittelt Feuer unter Windrädern

Die Feuerwehr lässt die 400 Stroballen kontrolliert abbrennen.

Die Feuerwehr lässt die 400 Stroballen kontrolliert abbrennen. Foto: Feuerwehr Kalletal

Von Jürgen Gebhard

Kalletal (WB). 400 Strohballen sind in der Nacht auf Freitag auf einem Feld in Brosen in Flammen aufgegangen. Der Brandort befand sich in unmittelbarer Nähe mehrerer Windräder. Die Feuerwehr ließ die Rundballen kontrolliert abbrennen. Eine Gefahr für die Windräder habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Silvesterböller als Ursache?

Die Ursache für das Großfeuer auf dem Feld an der Broser Straße in der Nähe der Abzweigung Bavenhauser Straße ist unklar. Die Ermittler gehen von einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Brandstiftung aus.

Polizeisprecher Uwe Bauer: »Das Feuer ist möglicherweise durch gezündete Silvesterböller verursacht worden.« Eine Selbstentzündung sei ausgeschlossen.

Eisige Windböen

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hätten bereits alle 400 dort gelagerten Strohballen gebrannt. Horst Brinkmann: »Für die Windräder in der Nähe hat nie eine Gefahr bestanden.« Der starke Wind habe die Flammen von den Windrädern weg in die andere Richtung getrieben.

Bei den eisigen und stark auffrischenden Böen blieb den Einsatzkräften nur die Möglichkeit, die Ballen kontrolliert abbrennen zu lassen. Ein angrenzendes Waldstück wurde ständig überwacht, da durch den starken Funkenflug die Gefahr einer Brandausbreitung bestand.

Bürgermeister lobt Wehr

Bürgermeister Mario Hecker hat am Freitag den erfolgreichen Großeinsatz gelobt. Es habe sich gezeigt, dass die Freiwillige Feuerwehr Kalletal gut aufgestellt sei. In einem Brief an die Löschgruppen schreibt er: »Das Zusammenspiel der Löschgruppen Lüdenhausen, Bavenhausen und Hohenhausen, koordiniert durch den Einsatzleiter Udo Knaup, hat beispielhaft bewiesen, dass gute Vorbereitung und Planung zur Vermeidung von Extremschadenslagen beitragen.«

Die Feuerwehr-Löschgruppen Bavenhausen, Lüdenhausen und der Löschzug Hohenhausen waren mit 60 Einsatzkräften zweieinhalb Stunden vor Ort. Die Leitung hatte Wehrführer Udo Knaup.

Polizei bittet um Hinweise

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro.

Hinweise auf mögliche Täter oder auf verdächtige Wahrnehmungen nimmt das Kriminalkommissariat Lemgo entgegen, Telefon 05261/ 9330.

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