Do., 15.02.2018

Eine Woche nach der Schmach von Mannheim: Lemgo gegen Erlangen Der TBV will es wieder gutmachen

Lemgos Tim Suton will mit seiner Mannschaft gegen Erlangen zurück in die Erfolgsspur.

Lemgos Tim Suton will mit seiner Mannschaft gegen Erlangen zurück in die Erfolgsspur. Foto: Thomas F. Starke

Lemgo (WB/tip). Desaster, Debakel, Demütigung: Eine Woche nach der 17:38 (4:23)-Schmach des TBV Lemgo beim deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen dürfte das vernichtende Presseecho den Handballprofis des lippischen Bundesligisten noch immer in den Ohren klingeln. Am Abend bietet sich dem Tabellenneunten die Gelegenheit zu einer ersten Wiedergutmachung. Bei ihrer Heimpremiere 2018 bekommen es die Lemgoer in der Lipperlandhalle mit dem Ligazwölften HC Erlangen (19 Uhr/Sky) zu tun. Im Hinspiel siegte der TBV mit 28:24.

TBV-Trainer Florian Kehrmann erwartet gegen ein gefestigtes Erlanger Team mit anderem Coach – der Isländer Adalsteinn Eyjölfsson wurde im Oktober aus Hüttenberg abgeworben – ein Rückspiel auf Augenhöhe. »Wir haben in dieser Saison gezeigt, dass wir gegen solche Gegner bestehen können. Wir gehen das positiv an«, kündigte der 40-Jährige an und versprach: »Wir werden alles reinpacken, was wir haben.«

Höchster Pausenrückstand in der Geschichte

Mit Nachwirkungen der außergewöhnlichen Niederlage von vor einer Woche, die mit dem höchsten Pausenrückstand in der Geschichte der Handballbundesliga einherging, rechnet Kehrmann natürlich nicht. Statt dessen setzt er in eigener Halle auf den Faktor Publikum: »Wenn der Funke überspringt, kann das dafür sorgen, dass die Punkte in Lemgo bleiben.«

Personell hat sich die Lage beim TBV zumindest ein wenig entspannt. Kehrmann hofft auf den Einsatz seines Abwehrroutiniers Fabian van Olphen, der in Mannheim wegen einer Achillessehnenreizung früh ausgewechselt werden musste. Ob der Niederländer aber tatsächlich zur Verfügung steht, werde sich laut Kehrmann erst kurzfristig entscheiden.

Jari Lemke fällt aus

Auf Jari Lemke muss der TBV hingegen für den Rest dieser Saison verzichten. Lemgos Sieben-gegen-Sechs-Experte ist wegen eines Kreuzbandrisses am Dienstag operiert worden. Auch Ersatzlinksaußen Robin Hübscher muss wegen einer Handverletzung weiter pausieren. »Wir werden deshalb erneut auch ›Abteilung Jugend forscht‹ haben«, kündigte Kehrmann an. Neben Youngster Alexander Engelhardt, der in Mannheim sein erstes Tor in der Bundesliga erzielte, könnten nun auch die A-Jugendlichen Fynn Hangstein und Julius Rose (beide 17 Jahre) im Oberhaus debütieren. Diese Chance hätten sie sich im Training verdient, erklärte Kehrmann: »Ich nehme keinen mit, der sich nicht durch Leistung und Verhalten angeboten hat.«

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