Do., 15.02.2018

Lemgo gibt beim 24:24 gegen Erlangen alle Vorteile aus der Hand TBV verschenkt den Sieg

Der Beste stand im Tor: TBV-Schlussmann Piotr Wyszomirski überzeugte mit einer Reihe erstklassiger Paraden.

Der Beste stand im Tor: TBV-Schlussmann Piotr Wyszomirski überzeugte mit einer Reihe erstklassiger Paraden. Foto: Thomas F. Starke

Von Hans Peter Tipp

Lemgo (WB). Ernüchterung im Lipperland: Der TBV Lemgo muss in der Handball-Bundesliga weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr warten.

Eine Woche nach dem Debakel in Mannheim kam die Mannschaft des Trainers Florian Kehrmann vor 3459 Zuschauern gegen den HC Erlangen nicht über ein 24:24 (12:8) hinaus, obwohl sie im ersten Heimspiel in 2018 fast während der gesamten Partie vorn gelegen hatte. Doch damit nicht genug: In der Schlussphase verschenkte der TBV gleich mehrfach die Möglichkeit zum Sieg.

28 Sekunden vor dem Ende scheiterte der sonst so zuverlässige Rechtsaußen Tim Hornke vom Siebenmeterpunkt an HCE-Keeper Nikolas Katsigiannis. Ein Treffer hätte das 25:23 und den sicheren Sieg bedeutet.

Statt dessen ließen die Lemgoer zunächst durch Christoph Steinert den Ausgleich zu – sieben Sekunden vor Schluss. Genug Zeit also für einen letzten Wurf, zumal das Erlanger Tor leer stand. Doch Christian Klimek schaffte es, von der Mittellinie am Kasten vorbeizuwerfen. Die Chance zum Sieg, in diesem Moment war sie endgültig vergeben.

Einen Tick besser

»Wir wollen von Beginn an da sein, den Lemgoern den Spaß am Spiel nehmen und diesem unseren Stempel aufdrücken«, lautete die Marschroute des Erlanger Trainer Adalsteinn Eyjolfsson. Doch das Gegenteil war der Fall. Der TBV startete, als hätte es das Kollektivversagen vor einer Woche nie gegeben.

Der zu Beginn stark auftrumpfende Andrej Kogut und Hornke markierten schnell ein 2:0 (3. Minute). Auch Torwart Piotr Wyszomirski war sofort hellwach. In der ersten Viertelstunde parierte der polnische Pfostenposten nicht nur vier Angriffe der Erlanger, sondern wehrte zudem auch zwei Siebenmeter ab. Anders als von Erlangen geplant, hatte Lemgo richtig Spaß und führte in der 15. Minute mit 8:2 – wie im Hinspiel, das die Lipper Ende August 28:24 gewonnen hatte. Damals hieß es zur Pause 10:8, Dieses Mal machte es der TBV bis zum Seitenwechsel sogar einen Tick besser und ging mit einer 12:8-Führung in die Kabine.

Das Drama nimmt seinen Lauf

Doch gewonnen war damit noch nichts, obwohl Lemgo die Führung zunächst auf 15:10 (35.) ausbaute. Beim 16:14 in der 38. Minute verhinderte Wyszomirski mit akrobatischem Einsatz und zwei Paraden in einem Erlanger Angriff noch, dass die Gäste auf direkte Tuchfühlung herankamen.

Acht Minuten später war es dann doch passiert. Ex-Nationalspieler Michael Haaß brachte Erlangen auf 18:19 heran. Das war im zweiten Durchgang schon der fünfte Treffer, für den die Gäste weniger als fünf Sekunden benötigten. Wenig später lagen die Gäste sogar mal mit 21:20 und 22:21 vorn, ehe sich Lemgo die Führung zurückholte. Doch dann nahm das Drama seinen Lauf.

Am nächsten Spieltag stellt sich der TBV bei der MT Melsungen vor. Gespielt wird am Sonntag, 24. Februar.

Statistik

TBV-Tore: Kogut 4, Guardiola 5, Theuerkauf 2, Hornke 7/3, Suton 2, Bartok 2, Zieker 2 -

HCE-Tore: Sellin 2, Haaß 3, Büdel 3, Bissel 4, N. Link 3, Steinert 7/3, Thümmler 2 -

Zuschauer: 3459

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