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Do., 26.10.2017

Setzlinge werden am Schlänger-Markt-Sonntag verkauft Eichen von der Fürstenallee

Etwa 80 Zentimeter groß sind die Eichensetzlinge mittlerweile. Sie wurden auf Idee von Jörg Westphal (links) und Bürgermeister Ulrich Knorr aus Eicheln von der Fürstenallee gezogen.

Etwa 80 Zentimeter groß sind die Eichensetzlinge mittlerweile. Sie wurden auf Idee von Jörg Westphal (links) und Bürgermeister Ulrich Knorr aus Eicheln von der Fürstenallee gezogen. Foto: Sonja Möller

Von Sonja Möller

Schlangen (WB). Wer in seinem Garten einen Baum pflanzen will, kann am Schlänger-Markt-Sonntag, 5. November, einen Eichensetzling im Bürgerhaus erwerben, der aus Eicheln von der Fürstenallee gezogen wurde. Der Erlös fließt in die Finanzierung des dritten Bands der Ortschronik.

Angefangen hatte alles 2015. Damals hatte Jörg Westphal von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Lippe die Idee, die Oesterholzer Schüler mit in die Aktion einzubinden: »Wir wollten, dass die Kinder den Wandel vom Saatgut hin zum Baum bewusst wahrnehmen. Deswegen hatten wir die Idee, zusammen Eicheln zu sammeln.«

Gemeinsam mit Revierförster Gottfried Helmers besuchte Westphal die Kinder im Unterricht und erläuterte, wie das Ökosystem Wald eigentlich entsteht und welchen Bezug das zur Fürstenallee hat. Der Förster beantwortete den Jungen und Mädchen alle Fragen und dann ging es gemeinsam mit dem damaligen Landrat Friedel Heuwinkel und Bürgermeister Ulrich Knorr an die Fürstenallee. »Wir haben vier oder fünf Weidenkörbe voll gesammelt. Das waren mehrere tausend Eicheln«, erinnert sich Westphal.

Fachfirma in Pinneberg zieht Eichen heran

Eine Fachfirma in Pinneberg bei Hamburg hat die Schlänger Eicheln dann angepflanzt. »Uns war wichtig, dass sie unter bester Qualität herangezogen werden«, sagt er. In diesem Jahr sind die Bäume dann zurück nach Lippe zur Baumschule Pieper in Horn gekommen: 1000 kleine Eichen.

150 von ihnen sollen in den kommenden Jahren zu so genannten Hochstämmen herangezogen werden. »In etwa zehn Jahren sollen diese Exemplare dann an die Fürstenallee gepflanzt werden. Uns war es bei der Aktion wichtig, die Gene der alten Eichen zu sammeln und Nachwuchs zu schaffen. So wird das Genmaterial am Leben erhalten«, erläutert Jörg Westphal. Dieser Nachwuchs sucht jetzt einen Platz, an dem er aufwachsen kann. »Uns war es wichtig, die Menschen bei dieser Aktion mitzunehmen«, sagt er.

Wer also einen geeigneten Platz auf dem Grundstück hat, kann einen Nachkömmling der Fürstenallee-Eichen anpflanzen. Am Schlänger-Markt-Sonntag werden die etwa 80 Zentimeter hohen Setzlinge nachmittags im Bürgerhaus für Stück zwölf Euro verkauft. »Ich werde persönlich dort stehen und die Bäumchen an den Mann bringen«, verspricht Bürgermeister Ulrich Knorr. Den ein oder anderen Tipp bezüglich Pflanzung und Pflege der Eichen gibt’s gratis dazu.

Erlös fließt in Finanzierung der Ortschronik

Der Erlös der Aktion fließt in die Finanzierung des dritten Bandes der Schlänger Ortschronik.

Wer an dem Tag seinen Setzling nicht persönlich nach Hause befördern will, kann sich den Baum auch nach dem Schlänger Markt liefern lassen. Der Verkauf geht übrigens auch nach dem Fest weiter. Die Setzlinge können dann über das Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung bestellt werden.

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