Di., 19.12.2017

Weihnachtskonzert der drei Schlänger Chöre stimmt Zuhörer auf das Fest ein Auszeit vom hektischen Alltag

Die PoGo-Kids, der ökumenische Chor Bad Lippspringe-Schlangen und der PoGo-Chor vereint auf einer Bühne: Beim Weihnachtskonzert haben die Chöre von Andreas Lehnert einige Stücke zusammen intoniert und die Kirche stimmgewaltig gefüllt.

Die PoGo-Kids, der ökumenische Chor Bad Lippspringe-Schlangen und der PoGo-Chor vereint auf einer Bühne: Beim Weihnachtskonzert haben die Chöre von Andreas Lehnert einige Stücke zusammen intoniert und die Kirche stimmgewaltig gefüllt. Foto: Klaus Karenfeld

Von Klaus Karenfeld

Schlangen/Bad Lippspringe (WB). Es ist die perfekte Einstimmung auf die bevorstehenden Feiertage in der von Hektik geprägten Zeit. Zum festlichen Weihnachtskonzert in der Bad Lippspringer St. Marien-Kirche hatten gleich drei Chöre eingeladen: der ökumenische Chor Bad Lippspringe-Schlangen, der PoGo-Chor und die PoGo-Kids Schlangen. Die Gesamtleitung lag in den bewährten Händen von Chorleiter Andreas Lehnert.

Für viele bedeutet die Vorweihnachtszeit Dauerstress. Ob Geschenke, Gebäck oder Tannenbaum – irgendetwas fehlt immer und muss auf die Schnelle noch besorgt werden. Wie wohltuend ist es da, eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag nehmen zu können. Das mittlerweile zehnte Weihnachtskonzert in der St. Marien-Kirche war so eine willkommene Gelegenheit mit Tradition. Bereits 20 Minuten vor Programmbeginn füllten sich die Kirchenbänke. Im Publikum war auch das eine oder andere bekannte Gesicht aus Schlangen zu finden.

Der dritte Adventssonntag ist in der lutherischen wie der katholischen Liturgie mit dem lateinischen Wort »Gaudete« überschrieben. »Und das bedeutet nichts anderes als: ›Freuet euch!‹«, machte Pfarrer Georg Kersting in einer kurzen Begrüßungsansprache deutlich: »Es wäre schön, wenn dieses Konzert die Vorfreude auf Weihnachten noch stärken würde.« Andreas Lehnert sah das ähnlich. Er forderte das Publikum auf: »Wenn sie unsere Musik zum Träumen anregt, dann träumen sie einfach.«

Chöre zeigen ihre musikalische Bandbreite

Das 90-minütige Kirchenkonzert machte eines auf jeden Fall mehr als deutlich: Die drei Lehnert-Chöre verfügen über eine große musikalische Bandbreite, die vom klassischen Liedgut über eingängige Spirituals bis hin zu Hits der Pop-Musik reicht.

»Uns ist ein Kind geboren«, so war das diesjährige Konzertprogramm überschrieben. Den Anfang machte ein gemeinsamer Auftritt aller Chöre mit dem Lied »Halleluja«. Es stammt aus der Feder des 2016 verstorbenen Leonard Cohen und lässt die Vorfreude auf Weihnachten stimmgewaltig spürbar werden. In der St. Marien-Kirche war das Lied in der Bearbeitung von Jeff Buckley zu hören.

Es folgte ein erster Solo-Auftritt der PoGo-Kids, die dem Christuskind mit »Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg« ihre musikalische Referenz erwiesen.

»Go, tell it on the mountain« ist ein afroamerikanisches Spiritual und stammt aus der Zeit kurz vor Ende der amerikanischen Sezessionskriege. Da der Refrain Bezug nimmt auf Christi Geburt, zählt es heute auch außerhalb der USA zu den populären Weihnachtsliedern. Der PoGo-Chor mit den beiden Solisten Andreas Sutter und Ulrike Lehnert überzeugten durch eine mitreißend gefühlvolle Liedinterpretation, die das Publikum schnell zum rhythmischen Mitklatschen animierte.

Ökumenischer Chor intoniert kirchliche Weihnachtslieder

Der ökumenische Chor brachte neben anderen auch traditionsreiche kirchliche Weihnachtslieder wie »Es ist ein Ros entsprungen« oder »Maria durch ein Dornwald ging« zu Gehör. Das weckte besonders bei älteren Zuhörern Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugendzeit. Zu überzeugen wusste der Chor anschließend ebenso mit einer Neu-Interpretation von »Es ist ein Ros entsprungen«.

Ein musikalisches Plädoyer für Toleranz und gegen Vorurteile legten die PoGo-Kids mit »Wir sind alle Kinder dieser Welt« ab. Das Lied stammt aus dem bekannten Kindermusical »Felicitas Kunterbunt«.

Zum großen Finale kamen alle drei Chöre noch einmal zusammen und stimmten mit den etwa 200 Zuhörern ein in das weltbekannte Lied der weihnachtlichen Vorfreude: »O du fröhliche, o du selige.« Lang anhaltender Applaus war am Ende der verdiente Lohn für ein beeindruckendes Konzert, das erstmals von Jonas Mikolajczak moderiert wurde und im nächsten Jahr sicherlich seine Fortsetzung finden dürfte.

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