Mo., 08.01.2018

Akkordeonorchester Schlangen feiert sein Jubiläum beim Neujahrskonzert musikalisch Das Beste aus 60 Jahren präsentiert

Musikalisch und auch optisch unternahm das Akkordeonorchester Schlangen beim Neujahrskonzert eine gelungene Zeitreise mit den Zuhörern im Bürgerhaus. Dirigentin Waltraud Hartung hatte dieses Mal die Musiker selbst das anspruchsvolle Konzertprogramm zusammenstellen lassen

Musikalisch und auch optisch unternahm das Akkordeonorchester Schlangen beim Neujahrskonzert eine gelungene Zeitreise mit den Zuhörern im Bürgerhaus. Dirigentin Waltraud Hartung hatte dieses Mal die Musiker selbst das anspruchsvolle Konzertprogramm zusammenstellen lassen Foto: Tessa Hanselle

Von Tessa Hanselle

Schlangen (WB). Von Musicals und Filmmusik, über Pop, impressionistische Stücke bis zu Weltmusik: Das Akkordeonorchester Schlangen hat seinen Zuhörern am Samstag ein abwechslungsreiches Programm geboten. Mit ihrem Neujahrskonzert begrüßten die Mitglieder das 60. Jahr, in dem ihr Orchester besteht – und machten eine Zeitreise zu den Anfängen.

320 Zuhörer hatten sich im Bürgerhaus versammelt, um dem Jubiläumsauftritt der 30 Akkordeonisten zu lauschen. Unter ihnen waren nicht nur Schlänger, sondern auch Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann und Helmut Quaker­nack, Leiter des Bezirks Ostwestfalen-Lippe des Deutschen Harmonika-Verbands. Entschuldigen ließ sich der aus Lippe stammende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: Er empfing am Samstag die Sternsänger in Schloss Bellevue und konnte leider nicht kommen. Er wünschte dennoch viel Erfolg für das Konzert.

Karl-Heinz Meier ist seit 60 Jahren mit dabei

Seit 1958 wird in Schlangen gemeinsam Akkordeon gespielt, und auf den Tag genau jährte sich das Neujahrskonzert zum 60. Mal. Ein Mann der ersten Stunde ist Karl-Heinz Meier. Er wurde für seine 60-jährige Mitgliedschaft im Akkordeonorchester geehrt und übernahm zu diesem Anlass gleich eine Solisten-Rolle. Mit dem Tango »La Cumparsita« und dem Swing-Stück »Bei mir bist du schön« zeigte der versierte Akkordeonist sein Können.

Auch Ulrike Knickmann, Angelika Golding, Ulrike Leineweber und Christiane Hackauf haben seit einem halben Jahrhundert schon ihren Platz in den Reihen des Orchesters. Ihre langjährige Erfahrung konnte ihnen an diesem Abend nur nützen, standen doch viele anspruchsvolle Stücke auf dem Programm.

»Transsylvania«-Komponist ist mit von der Partie

Bei einem war sogar der Komponist anwesend: »Transsylvania« von Helmut Quakernack ist Originalliteratur für das Akkordeon. »Dabei wird auf die vielen technischen Mittel des Instruments zurückgegriffen, das ist schon etwas schwieriger«, erläutert Dirigentin Waltraut Hartung. Doch die Mitglieder haben es so gewollt – schließlich waren sie es selbst, die das Programm zusammengestellt haben. »Viele sind schon seit langem dabei, und über die Jahre hat sich ein großes Repertoire angesammelt. Sonst gebe ich die Stücke vor, aber dieses Mal durften die Orchestermitglieder sich das aussuchen, was sie gerne spielen möchten. Und dabei haben sie es sich nicht leicht gemacht«, erzählt Hartung, die bereits seit 2005 die musikalische Leitung innehat.

»Hallelujah« als umjubelte Zugabe

Die begeisterten Zuhörer würdigten die Leistung der Musiker am Ende des Konzerts mit frenetischem Applaus und stehenden Ovationen. Bei der Zugabe »Hallelujah« von Leonard Cohen erfüllten noch einmal ruhigere Klänge das Bürgerhaus, und im Publikum summten und sangen gleich viele mit. Anschließend sahen sich noch viele die Ausstellung von den Anfängen des Orchesters bis heute an.

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