Di., 30.01.2018

Schlänger aktiv: Einwendungen gegen Windenergieanlagen bis 5. Februar abgeben »Jeder sollte seine Meinung äußern«

Am Bauernkamp ist die bislang einzige Konzentrationszone Schlangens für Windenergie. Die Anträge der acht geplanten Anlagen liegen außerhalb dieser Fläche.

Am Bauernkamp ist die bislang einzige Konzentrationszone Schlangens für Windenergie. Die Anträge der acht geplanten Anlagen liegen außerhalb dieser Fläche. Foto: Sonja Möller

Schlangen (WB/som). Seit November 2017 liegen dem Kreis Lippe acht Anträge für den Bau von Windenergieanlagen (WEA) auf Schlänger Gebiet vor. Noch bis einschließlich 5. Februar können gegen die Bauvorhaben Einwendungen erhoben werden. Die Bürgerinitiative Schlänger aktiv hat auf ihrer Internetseite dafür ein Muster erarbeitet.

Darin finden sich 18 Gründe gegen die Bauvorhaben. Sie umfassen unter anderem die Naherholungsgebiete, den Naturschutz und die Auswirkungen für den Tourismus. Christian Göbel von Schlänger aktiv sagt dazu: »Die Gründe haben wir im Team erarbeitet. Sie stellen eine Zusammenfassung der Sachlage aus unserer Sicht dar.«

Göbel hofft, dass viele Bürger von der Möglichkeit Gebrauch machen, sich schriftlich zu den Bauvorhaben zu äußern. »Es ist wichtig, dass jeder sagt, wie er das sieht.« Zum Beispiel die Geräuschentwicklung im Langen Tal, die sich durch den Bau und Betrieb der Windenergieanlagen verändern werde. Göbel: »Hier werden Schwellwerte überschritten. Die Bürger sollten das, was sie stört, unbedingt kundtun.«

Erörterungstermin am 7. März im Bürgerhaus

Für alle Einwendungen gibt es einen gemeinsamen Erörterungstermin für jeden der acht Bauanträge. Dieser ist am 7. März um 17 Uhr im Schlänger Bürgerhaus (Raum 02). Hier können die Antragsteller auf die Stellungnahmen eingehen. Die Kernthesen aller Einwendungen werden zusammengefasst und nach Themenblöcken abgearbeitet.

Hierbei haben alle, die eine schriftliche Einwendung abgegeben haben, die Möglichkeit, sich zu äußern. »Man kann das machen, muss es aber nicht«, betont Christian Göbel. Wer bei dem Erörterungstermin nicht öffentlich sprechen möchte, muss das nicht tun. »Allerdings sollte er seine Einwendung trotzdem abgeben«, betont Göbel. Der Bürgerinitiative gehe es vor allem auch um ein politisches Signal. »Mit ihren Einwendungen zeigen die Bürger dem Rat noch mal: Wir wollen das so nicht«, erläutert Göbel.

Allerdings darf sich beim Erörterungstermin auch nur äußern, wer zuvor eine Einwendung gemacht hat. »Es besteht die Möglichkeit, sich vor Ort vertreten zu lassen. Dafür können diejenigen, die eine Einwendung abgegeben haben, eine Vollmacht ausfüllen«, teilt Christian Göbel mit. Ein Vordruck für eine solche Vollmacht steht ebenfalls auf der Internetseite von Schlänger aktiv.

Die Einwendungen können auf elektronischem Weg oder schriftlich bei der Gemeinde Schlangen erfolgen. Name und Anschrift müssen deutlich lesbar angegeben werden. Es wird empfohlen, die Gründe des Einwands darzulegen. Die bis zum 5. Februar eingegangenen Einwendungen werden an den Antragsteller zur Stellungnahme weitergegeben. Auf Verlangen des Einwenders werden dessen Name und Anschrift unkenntlich gemacht, soweit die Angaben nicht zur Beurteilung des Inhalts erforderlich sind.

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