Sa., 17.02.2018

Landwirt lässt 6200 Quadratmeter große Wiese umwandeln Neues Bauland in Kohlstädt

Wo heute noch Grünland ist, da soll demnächst schon gebaut werden können. Landwirt Friedel Hörstmeier bietet am Alten Kirchweg in Kohlstädt eine 6200 Quadratmeter große Fläche parzelliert zum Verkauf an.

Wo heute noch Grünland ist, da soll demnächst schon gebaut werden können. Landwirt Friedel Hörstmeier bietet am Alten Kirchweg in Kohlstädt eine 6200 Quadratmeter große Fläche parzelliert zum Verkauf an. Foto: Klaus Karenfeld

Von Klaus Karenfeld

Schlangen (WB). Der Traum von den eigenen vier Wänden lässt sich in Schlangen aktuell nur schwer erfüllen: Es fehlt seit Jahren an ausreichend Bauland. Umso bemerkenswerter ist die Ankündigung des Landwirts Friedel Hörstmeier. Er will ein 6200 Quadratmeter großes Grundstück in Kohlstädt an Häuslebauer veräußern.

Die künftige Baufläche am Alten Kirchweg ist derzeit noch Grünland. Auf der anderen Straßenseite befindet sich eine Zeile mit Ein- und Zweifamilienhäusern mehrheitlich aus den 1970er Jahren. Hörstmeier spricht von einer ruhigen Wohngegend mit sehr guter Verkehrsanbindung.

Einer Bebauung der 6200 Quadratmeter großen Grünfläche steht rechtlich nichts entgegen. Nach Paragraph 34 Bundes-Baugesetzbuch handelt es sich hierbei um eine so genannte »Lückenbebauung«. Das hat der Kreis Lippe in einer Antwort auf Hörstmeiers Bauvoranfrage Ende 2017 bestätigt.

»Dieses Angebot dürfte für alle interessant sein«

Inzwischen liegen bereits die ersten Pläne vor. Demzufolge sollen am Alten Kirchweg sechs Einfamilien- oder Doppelhäuser neu entstehen. Die Größe der einzelnen Grundstücke gibt der Noch-Eigentümer mit 800 bis 1000 Quadratmetern an. »Dieses Angebot dürfte für alle interessant sein, die das ländliche Leben mögen und sich immer schon einen größeren Garten gewünscht haben«, ist Hörstmeier überzeugt.

Zum genauen Quadratmeterpreis will er sich öffentlich nicht äußern. Nur soviel ist ihm zu entlocken: »Die Baupreise in Kohlstädt halten sich in einem für den Käufer akzeptablen Rahmen.«

Hörstmeier hat inzwischen einen Bielefelder Bauträger eingeschaltet, der die Grundstücke vermarkten soll. Er zeichnet auch für den Bau von drei der sechs Häuser verantwortlich. Bei der anderen Hälfte der Grundstücke können die Käufer selbst entscheiden, wie sie bauen wollen und welchen Handwerker sie beauftragen möchten. Nähere Informationen gibt Hörstmeier auf Anfrage.

Ein ausdrückliches Lob spricht er der Schlänger Gemeindeverwaltung aus, die »uns immer gut beraten und hilfreich zur Seite gestanden hat«.

Grundstückspreise steigen seit Jahren

Hörstmeiers Verkaufsangebot wird auch von Bürgermeister Ulrich Knorr ausdrücklich begrüßt: »Die Gemeinde Schlangen verfügt über freie bebaubare Flächen von zusammen gerechnet knapp 20 Hektar. Nur: Die befinden sich ausschließlich in privater Hand. Und nur selten kommt es zu einem Verkauf.«

Das bestätigt auch Wolfgang Hackauf, Vorstand der Volksbank Schlangen, und benennt die Gründe: »Die unverändert niedrigen Kapitalzinsen verlocken nicht unbedingt dazu, ein Haus oder Grundstück zu verkaufen. Der Immobilienbesitz wird dagegen als sichere Wertanlage angesehen. Und nicht nur das. Die Grundstückspreise kennen seit Jahren nur eine Richtung. Und die zeigt deutlich nach oben.«

Knorr hofft dennoch, dass auch andere Eigentümer Hörstmeiers Beispiel folgen werden: »Das ist auch für die künftige Entwicklung der Sennerandgemeinde sehr wichtig.«

Das letzte große Baugebiet wurde bekanntlich 2009 in Oesterholz-Haustenbeck ausgewiesen und durch die örtliche Sparkasse vermarktet.

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