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Mo., 15.12.2014

Quartettverein Bad Oeynhausen gestaltet zwei Konzerte im Theater im Park Willkommen im »Winterwunderland«

Unter der Gesamtleitung von Reinhard Neumann hat der Quartettverein Bad Oeynhausen am Sonntag zwei Weihnachtskonzerte im Theater im Park gegeben.

Unter der Gesamtleitung von Reinhard Neumann hat der Quartettverein Bad Oeynhausen am Sonntag zwei Weihnachtskonzerte im Theater im Park gegeben. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen (WB). Die Bitte um Frieden haben die Mitglieder des Quartettvereins Bad Oeynhausen am Sonntag in den Mittelpunkt ihrer zwei ausverkauften Weihnachtskonzerte im Theater im Park gestellt. Unter der Gesamtleitung von Reinhard Neumann gestalteten die Sänger – unterstützt von hervorragenden musikalischen Gästen – ein facettenreiches Programm.

Für den Quartettverein sind die beiden traditionellen Weihnachtskonzerte der gelungene Schlusspunkt in einem ereignisreichen Jubiläumsjahr Erst Ende August hatten die Sänger mit einem grandiosen Festkonzert ebenfalls im Theater im Park das 125-jährige Bestehen ihres Chores gefeiert. »Ich freue mich, dass heute auch einige neue Zuhörer dabei sind, die uns bei unserem Jubiläumskonzert erst kennengelernt haben«, sagte Günter Wittig, erster Vorsitzender des Quartettvereins, am Sonntag dem WESTFALEN-BLATT.

»Der Dezember ist ein besonderer Monat – in ihm durchwandern wir die Adventszeit bis zum Weihnachtsfest«, stellte Günter Wittig in seiner Begrüßung fest. Doch das sei nicht alles. Während des restlichen Jahres werde die Hausmusik oft vollständig durch moderne Technik aus dem Alltag verdrängt. »Zu Weihnachten aber erinnern wir uns der Melodien und Texte, die wir in unseren Kindertagen gelernt haben.«

Bei diesem Erinnerungsprozess halfen die Sänger des Quartettvereins den Zuhörern gerne auf die Sprünge. Für das vielfältige Programm hatte Chorleiter Reinhard Neumann neben Weihnachtschorälen wie »Macht hoch die Tür«, »Es ist ein Ros entsprungen« oder »Es kommt ein Schiff geladen« auch moderne Weihnachtsklassiker ausgewählt. Außer der »Petersburger Schlittenfahrt« gelang den Sänger beispielsweise eine beschwingte Version von »Winterwunderland«. Virtuos wurden sie bei ihren klangvollen, lebensfrohen Gesangseinlagen von Pianist Christof Neumann am Flügel unterstützt.

Als Gegenpol zum männlich dominierten Quartettverein eroberte das Gesangstrio »Die Fräuleinwunder« nicht nur die Bühne, sondern auch die Herzen der Zuhörer für sich. Engelsgleich, mit zartem Schmelz in ihren warmtimbrierten Stimmen stellten sich Sandra Janke, Esther Mertel und Anna Evans zunächst mit einem Medley traditioneller Weihnachtslieder vor. Dass sie sich auch mit gängigen US- Weihnachtshits bestens auskennen, machten sie in der Folge klar. Das Beachtliche: Bei beiden Darbietungen verzichtete das Trio auf Instrumentalbegleitung. Es setzte allein auf die Klangkraft der perfekt harmonierenden Stimmen.

Als homogene Einheit präsentierte sich auch ein Streichquartett der Musikhochschule Detmold. Marine Babakyan und Julia Parusch (Violine), Kirsten Lüke (Bratsche) sowie Kathrin Fischer-Komatina (Cello) überzeugten sowohl im Zusammenspiel mit dem Quartettverein als auch bei verschiedenen Instrumentaleinlagen. Sehr festlich gerieten etwa die mit großer Freude am gemeinsamen Musizieren dargebotenen ersten beiden Sätze aus Wolfgang Amadeus Mozarts »Kleiner Nachtmusik«.

Bereits vor der Pause gelang den Sängern mit ihrer hochemotionalen Interpretation von »Es ist Weihnachtszeit« ein kleines Finale. Den Abschluss des Konzertes bildete traditionell »Stille Nacht« – gemeinsam mit dem Publikum.

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