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Sa., 10.09.2016

Wasserflößer erreichen am Flößer-Denkmal in Bad Oeynhausen ihr Etappenziel Auf Holzstämmen unterwegs

In das Logbuch aus Holz, das Eckhard Meyer (rechts, Vorsitzender Weserflößer Reinhardshagen) zeigt, hat sich auch die stellvertretende Bürgermeisterin Helke Nolte-Ernsting eingetragen. Zuvor erhielt sie einen symbolischen Nagel, den Fred Dettmar (links, Bürgermeister Gemeinde Reinhardshagen) ihr und Wolfgang Budde (Fachbereichsleiter Jugend, Soziales, Bildung) übergab.

In das Logbuch aus Holz, das Eckhard Meyer (rechts, Vorsitzender Weserflößer Reinhardshagen) zeigt, hat sich auch die stellvertretende Bürgermeisterin Helke Nolte-Ernsting eingetragen. Zuvor erhielt sie einen symbolischen Nagel, den Fred Dettmar (links, Bürgermeister Gemeinde Reinhardshagen) ihr und Wolfgang Budde (Fachbereichsleiter Jugend, Soziales, Bildung) übergab.

Von Rajkumar Mukherjee

Bad Oeynhausen  (WB). Einen herzlichen Em­pfang haben mehr als 200 Schaulustige den Mitfahrern auf der diesjährigen Weserfloßfahrt bereitet. Am Flößer-Denkmal in Rehme legten sie nun an. Mit der Aktion macht ein Verein aus Reinhardshagen auf die frühere Tradition des Holztransportes aufmerksam.

Sechs Tage waren 20 Mitglieder des Vereins Wasserflößer Reinhardshagen aus dem hesssichen Teil des Weserberglandes auf dem Fluss unterwegs. Nach insgesamt zehn Etappen sollte das Floß am Freitagabend das Ziel Minden erreichen.

Nach dem Anlanden empfing die stellvertretende Bürgermeisterin Helke Nolte-Ernsting die Floßfahrer und ihre Gäste. Sie erinnerte daran, dass die Flößerei bereis 2014 von der Deutschen UNESCO-Kommission als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.

Zudem sei die Flößeraktion, die bereits in den Jahren 2008 und 2009 stattgefunden hatte, nach wie vor wichtig für Bad Oeynhausen. »Mit Ihrer Fahrt erinnern sie daran, wie bedeutend die Weser als Lebensader für unsere Stadt einmal war – und noch immer ist«, sagte Helke Nolte-Ernsting.

Viele Jahre war der traditionelle Holztransport von Baumstämmen in der Weser wichtiger Bestandteil für zahlreiche Betriebe der holzverarbeitenden Wirtschaft in Bad Oeynhausen. Daran, dass die kommerziellen Floßfahrten vor etwa 50 Jahren endeten, erinnerte Stadtheimatpfleger Dr. Klaus Peter Schumann: »1964 endete die Ära, in der Firmen der Möbelindustrie auf diese Weise mit Holz beliefert wurden.«

Traditionelles Flößen als umweltschonender Transport

Auf zwei Aspekte der Floßfahrt wies Fred Dettmar, Bürgermeister der Gemeinde Reinhardshagen und Schirmherr der diesjährigen Flößeraktion, hin. »Mit dieser Fahrt verbinden wir die Städte und Gemeinden entlang der oberen Weser wie eine Perlenkette«, sagte Fred Dettmar. Die Fahrt mache auch deutlich, wie umweltschonend diese Transortart ist und zum Naturschutz beiträgt.

Den Empfang am Flößer-Denkmal begleiteten auch die Vereinsringe Dehme und Rehme, die den hungrigen Flößern Schnittchen reichten. Worte des 1929 verstorbenen Ehrenbürgers Paul Baehr aus dessen Gedicht »Stadt Bad Oeynhausen« las Stadtführer Christian Barmbeck vor.

Zudem spielte das Saxophon-Ensemble der Städtischen Musikschule maritime Melodien. Da stimmten die Anwesenden beim »Weserlied« gerne mit ein.

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