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Sa., 11.02.2017

Etwa 20 interessierte junge Leute informieren sich bei Vereinsvorstellung Jurats werben um Mitglieder

An der Vorstellungsrunde des neuen Vereins Jurats haben (von links) teilgenommen: René Haeseler, Katharina Klocke (Lehrerin am IKG), Eduard Grigorian (18, Löhne), Volker Hegemann (Lehrer und »Bündnis für Vielfalt«), Kassierer Stefan Ott, Steven Link (17, Löhne), Richard Gonda (19), Pia Versick (18), Joel Morka (18, Löhne), Felix Nolting (18), Tim Eckhorst (19, Herford), Saskia Blöbaum (17) sowie der stellvertretende Jurats-Vorsitzende Daniel Utas (20) und Jurats-Vorsitzende Frederike Schröder (17).

An der Vorstellungsrunde des neuen Vereins Jurats haben (von links) teilgenommen: René Haeseler, Katharina Klocke (Lehrerin am IKG), Eduard Grigorian (18, Löhne), Volker Hegemann (Lehrer und »Bündnis für Vielfalt«), Kassierer Stefan Ott, Steven Link (17, Löhne), Richard Gonda (19), Pia Versick (18), Joel Morka (18, Löhne), Felix Nolting (18), Tim Eckhorst (19, Herford), Saskia Blöbaum (17) sowie der stellvertretende Jurats-Vorsitzende Daniel Utas (20) und Jurats-Vorsitzende Frederike Schröder (17). Foto: Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Bad Oeynhausen  (WB). Der neue Verein Junge Ratsmitglieder (Jurats) hat sich während eines ersten Treffens in der Druckerei vorgestellt. Knapp 20 junge Leute waren der Einladung gefolgt. Über das Vereinsziel, bei der Kommunalwahl 2020 in den Stadtrat einzuziehen, diskutierten die Teilnehmer am Donnerstagabend auch kontrovers.

Viel Zustimmung, aber auch einige kritische Anmerkungen gab es während des einstündigen Austausches. Dabei stellten Vereinsvorsitzende Frederike Schröder (17), Schülersprecherin am Immanuel-Kant-Gymnasium, und Stellvertreter Daniel Utas (20), Politik- und Jurastudent an der Universität Bielefeld , das weitere Vorgehen dar.

So sollen Jugendliche in den nächsten Monaten über soziale Medien wie Facebook auf den neuen Verein aufmerksam gemacht werden. »Wir können uns vorstellen, auch über die Stadtgrenzen hinaus in anderen Kommunen eine Anlaufstelle für politisch interessierte Jugendliche zu sein«, sagte Frederike Schröder. Zudem sollen Sponsoren dabei helfen, die Arbeit des Vereins zu finanzieren. Acht Mitglieder gehörten dem Verein vor dem Treffen an.

Die Aufgaben möglicher Jurats-Mandatsträger im Stadtrat nach der Wahl 2020 beschrieb Vereinskassierer und Jurist Stefan Ott: »Teilhabe« an der politischen Gestaltung, »politische Bildung« junger Leute sowie »Transparenz« und »offene Diskurse« seien wichtig.

»Wir sind ein Verein und keine Partei«

Mit vielen Fragen nach der Vereinsvorstellung wandte sich beispielsweise Steven Link (17) aus Löhne an den Vorstand, etwa mit folgender: »Wie kann verhindert werden, dass extremistische Ideen in den Verein gelangen?« Gute Voraussetzung dafür sei aus Sicht von Daniel Utas, dass »wir eben ein Verein und keine Partei« sind. »Wir schließen extremistisches Gedankengut von vornherein aus, und müssen es auch. Bei uns sind stattdessen Mitglieder, die von freiheitlich-demokratischer Politik überzeugt sind, willkommen«, sagte Daniel Utas.

Nachdenklich betrachtete Richard Gonda (19) das Vereinsvorhaben, Politik eben nicht wie etablierte Parteien zu betreiben. »Kann es das Ziel sein, Politik ohne politischen Hintergrund zu machen?«, fragte er. Für den Verein nahm René Haeseler dazu Stellung. »Das kann funktionieren, wenn wir die Jurats als Beobachter sehen, die zwischen Politik und Bürgern zwischengeschaltet sind«, sagte er.

Jurats bieten eine »Türöffner-Funktion«

Einer der jungen Besucher, der sich nicht vorstellte, sah diese Haltung »kritisch« – besonders in Bezug auf die Frage, ob Jugendliche nicht gleich in die Jugendorganisationen von Parteien gehen sollten. Für Katharina Klocke, Lehrerin am Immanuel-Kant-Gymnasium, bieten gerade die Jurats eine »Türöffner-Funktion«. Auch aus Sicht von Frederike Schröder böte sich für Jurats-Mitglieder – falls der Verein tatsächlich in den Stadtrat gewählt wird – die Gelegenheit, nach einer Legislaturperiode in eine Partei zu wechseln.

Zustimmung fand unterdessen der Vorschlag Steven Links, sich in seiner Heimatstadt Löhne zu bemühen, im Jugendzentrum Riff einen Raum für Jurats-Treffen zu nutzen. Das nächste Treffen der Jurats ist für Donnerstag, 23. Februar, von 19.30 Uhr an in der Druckerei vorgesehen.

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