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Do., 07.12.2017

Ehrenamtliche aus Bad Oeynhausen sollen im Notfall Wartezeit auf Arzt überbrücken Theater setzt auf freiwillige Ersthelfer

Um die Sicherheit im Theater im Park weiter zu erhöhen, hat das Staatsbad ein Partnerprogramm aufgelegt. »Ziel ist es, dass in jeder Vorstellung Zuschauer sind, die Erste Hilfe leisten können«, sagt Staatsbad-Geschäftsführer Peter Adler.

Um die Sicherheit im Theater im Park weiter zu erhöhen, hat das Staatsbad ein Partnerprogramm aufgelegt. »Ziel ist es, dass in jeder Vorstellung Zuschauer sind, die Erste Hilfe leisten können«, sagt Staatsbad-Geschäftsführer Peter Adler.

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen (WB). Das Theater im Park steht für abwechslungsreiche Unterhaltung. Doch auch in den schönsten Momenten kann es zu gesundheitlichen Notfällen kommen. Um den Besuchern schnelle Hilfe zu ermöglichen, hat die Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH gemeinsam mit Mitarbeitern lokaler Gesundheitseinrichtungen ein Partnerprogramm ins Leben gerufen.

Die Idee ist einfach: Ausgebildeten Ersthelfern wird der kostenlose Besuch der Theatervorstellungen ermöglicht. Die Teilnehmer wiederum können mit ihrer Expertise im Notfall unmittelbar helfen. Das Programm ist als Reaktion auf einen Notarzteinsatz entstanden, der sich im Februar 2017 im Theater im Park ereignete.

»Nach dem Notfall haben sich zahlreiche Ersthelfer bei uns gemeldet und ihre Unterstützung angeboten«, sagt Dirk Henschel, Betriebsleiter Eigenbetrieb Staatsbad. Während der Sommerpause sei dann eine strukturierte Lösung erarbeitet worden. Ab sofort stehen in den Vorstellungen zwei Plätze für einen Erstretter und seine Begleitung zur Verfügung.

Ärzte, Krankenpfleger und Rettungssanitäter machen mit

»Ziel ist es, dass in jeder Vorstellung Zuschauer sind, die Erste Hilfe leisten können«, betont Peter Adler, Geschäftsführer der Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH. 14 Ersthelfer nehmen an dem Programm teil. Darunter sind Ärzte, Krankenpfleger und Rettungssanitäter. »Wir haben in den Kliniken und bei der Feuerwehr für unser Partnerprogramm geworben und freuen uns über die gute Resonanz«, sagt Peter Adler.

Freuen sich über den Auftakt des Partnerprogramms (von links): Thomas Mihajlovic (Theater im Park), Bianca Knittel (HDZ), Peter Adler (Geschäftsführer Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH), Anne Baumann (HDZ), Dirk Henschel (Betriebsleiter Eigenbetrieb Staatsbad), Petra Müller (Theater im Park) und Nadine Decomain (HDZ).

Das Projekt sei sowohl für die potenziellen Ersthelfer als auch für das Staatsbad ein Gewinn. »Wir freuen uns, wenn die Ersthelfer die Zeit bei uns im Theater genießen«, sagt der Staatsbad-Geschäftsführer. Und für das Publikum steige durch das Partnerprogramm das Sicherheitsgefühl.

Zusätzlich zu den Ersthelfern sind bei jeder Vorstellung im Theater im Park zwei Mitarbeiter der Feuerwehr anwesend. Zudem wurde im Laufe des Jahres ein Defibrillator angeschafft, der für Besucher und Personal frei zugänglich ist. Im gleichen Zeitraum wurde auch in der Wandelhalle ein Defibrillator stationiert.

»Wir werden nun bis zur nächsten Sommerpause Erfahrungen mit dem Partnerprogramm sammeln«, sagt Peter Adler. Derzeit sei es noch so, dass die Ersthelfer per E-Mail oder Telefon ihr Interesse für einzelne Veranstaltungen im Theater im Park mitteilen. Der Staatsbad-Geschäftsführer: »Im nächsten Sommer soll es dann auch über ein neues Intranet-Portal möglich sein, sich für Veranstaltungen ein- und auszutragen.« Er sei insbesondere gespannt, ob es gelinge, möglichst viele Veranstaltungen abzudecken. »Schließlich handelt es sich um eine freiwillige Leistung.« Ein Aufwandsentschädigung – außer den zwei Tickets – gebe es nicht.

14 freiwillige Helfer sind zum Projektstart mit dabei

Folgende 14 Ersthelfer aus Bad Oeynhausen nehmen an dem neuen Partnerprogramm teil: Anne Baumann, Deniz Bektas, Nadine Decomain, Bianca Knittel, Annika Niedermaier, Hazem Omram, Natalie Prib, Dr. Michael Staude, Ruth Thies und Heinz Hermann Weitkemper (Herz- und Diabeteszentrum), Martina Gassmann (Berolina-Klinik), Markus und Birgit Hilchenbach (Feuerwehr Bad Oeynhausen) sowie Wiebke Morawetz (Klinik am Rosengarten).

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