Di., 02.01.2018

Mann gibt »Warnschuss« in Wohnung in Bad Oeynhausen ab 64-Jähriger feuert mit Pistole in die Decke der Nachbarwohnung

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Bad Oeynhausen (WB). Ein 64-jähriger Bewohner eines Hauses in der Valdorfer Straße in Bad Oeynhausen hat in der Nacht zu Dienstag mit seiner Pistole in die Decke des Hausflures einer Nachbarwohnung geschossen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Beamten stellten die Waffe sowie ein Gewehr samt Munition sicher.

Die Beamten wurden gegen 0.40 Uhr zu dem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Lohe gerufen. Dort trafen sie auf den sich in seiner Wohnung aufhaltenden 64-Jährigen. Seine legal im Besitz befindliche Pistole hatte der Mann bereits wieder in seinen Tresor eingeschlossen. Die Beamten stellten die Waffe sowie ein Gewehr samt Munition sicher. Eine Überprüfung ergab, dass der Mann nicht alkoholisiert war.

Was sich zuvor genau in dem Haus ereignete, steht noch nicht abschließend fest. Der 64-Jährige gab an, er habe Hilferufe aus der Nachbarwohnung gehört. Zur Sicherheit habe er deshalb seine Waffe mitgenommen. Als nach seinem Klingeln die Wohnungstür geöffnet wurde, habe sich sein Nachbar ihm gegenüber aggressiv verhalten. Als der 30-jährige Mann auf ihn zugekommen sei, habe er seinen Worten nach einen »Warnschuss« abgegeben. Danach sei er zurück in seine Wohnung gegangen.

Frau flüchtet mit Baby ins Schlafzimmer

Der Nachbar berichtete den Polizisten, dass es an der Haustür zu einem lautstarken Wortgefecht mit dem 64-Jährigen gekommen sei. Er habe zunächst geglaubt, der Mann wolle sich wegen zu lauter Musik bei ihm beschweren. Plötzlich habe der aber mit der Pistole in die Decke geschossen. Seine hinter ihm stehende Frau sei daraufhin mit ihrem Baby auf dem Arm ins Schlafzimmer geflüchtet. Anschließend habe er den Mann ohne dessen Gegenwehr aus der Wohnung »schieben« können. Auf Nachfrage gaben die Eheleute an, dass es bisher zu keinen Streitigkeiten mit dem 64-Jährigen gekommen und der Mann gegenüber ihnen noch nicht aggressiv aufgetreten sei.

Der 64-Jährige zeigte sich bei seiner Vernehmung reumütig und gab an, dass der Griff zur Waffe ein Fehler gewesen sei.

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