Do., 15.02.2018

Umweltausschuss ebnet mehrheitlich Weg für Umgestaltung von Sielwehr und Werre Bis 2027 soll alles fertig sein

Das Sielwehr in Werste: Für die Umgestaltung des Bereiches und die Renaturierung des Flusslaufes hat der Umweltausschuss grünes Licht gegeben.

Das Sielwehr in Werste: Für die Umgestaltung des Bereiches und die Renaturierung des Flusslaufes hat der Umweltausschuss grünes Licht gegeben. Foto: Claus Brand/Archiv

Von Claus Brand

Bad Oeynhausen (WB). 2027 soll die Umgestaltung des Sielwehres und der Werre in diesem Bereich auf Bad Oeynhausener und Löhner Gebiet abgeschlossen sein. Dieses Zeitfenster hat Eckhard Nolting, bei der Stadt für den Bereich Gewässer zuständig, im Umweltausschuss aufgemacht.

Stadtrat muss noch zustimmen

Wie diese Zeitung exklusiv berichtete, hat der Umweltausschuss am Dienstagabend dem von der Verwaltung vorgeschlagenen weiteren Vorgehen zugestimmt. Die vier SPD-Vertreter hatten sich enthalten. Der Stadtrat muss der Marschroute in seiner Sitzung am 21. Februar noch zustimmen.

Zur nächsten Etappe gehört, dass die Genehmigungsplanung für den ersten Schritt zur Umsetzung der naturnahen und hochwassersicheren Umgestaltung der Werre von Flusskilometer 4,1 bis 5,7 mit Blick auf das Gesamtprojekt in Auftrag zu geben ist. In diesem Zusammenhang bedarf es einer Kooperationsvereinbarung der beiden Städte. Sobald sie erarbeitet ist, soll sie im Bad Oeynhausener Umweltausschuss vorgestellt werden. Für die Koordination der weiteren Planungs- und Abstimmungsprozesse zwischen allen Beteiligten soll bis zum Vorliegen der Genehmigungsunterlagen ein externer Projektsteuerer beauftragt werden. Über die Vorgehensweise, für die es im Bad Oeynhausener Umweltausschuss am Dienstag eine Mehrheit gab, beraten die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses der Stadt Löhne am 22. Februar.

In Löhne müssen noch Grundstücke angekauft werden

Vorbehaltlich der politischen Zustimmung erklärte Eckhard Nolting, dass er abgesehen von ausstehenden Verhandlungen zu notwendigen Grundstückskäufen auf Löhner Gebiet, keine Gründe für eine neuerliche Verzögerung einer Umsetzung sieht. Aber auch im Blick darauf gab er sich optimistisch.

Gesamtkosten geschätzt bei fünf Millionen Euro

Die Gesamtplanung mit geschätzten Kosten von etwa fünf Millionen Euro für ihre Umsetzung sieht vor, im ersten Schritt Sielwehr und Brücke abzureißen und in diesem Bereich eine so genannte Raue Gleite zu errichten. Von etwa der Kaarbachmündung bis zum Werreknie, westlich der Stadtgrenze, soll der Werrelauf umgestaltet werden. Dabei soll die Werre in diesem Abschnitt naturnah und hochwassersicher gestaltet werden. Das umfasst auf ganzer Länge eine erhebliche Verbreiterung des Profils. Die Gewässersohle soll oberhalb des Wehres durch Umlagerung des so erhaltenen Aushubbodens aufgehöht werden. Der sich westlich anschließende Flussabschnitt, bis etwa Flusskilometer 9,0 (Höhe Albert-Schweitzer-Straße in Löhne) soll im zweiten Umsetzungsschritt umgestaltet werden.

Bezirksregierung begrüßt Pläne ausdrücklich

Wie Eckhard Nolting verdeutlichte, begrüßt die Bezirksregierung als die für die Bewilligung der umfangreichen Fördermittel zuständige Behörde des Landes die Gesamtmaßnahmen ausdrücklich. Mit der Umsetzung des ersten Planungsschrittes verknüpft sie mehrere Punkte. Dazu gehört unter anderem noch die Zustimmung des Kreises Herford zu dem Vorhaben. Und: Die Definition der Zielsetzung und die Fragen des Hochwasserschutzes für den zweiten Umsetzungsschritt, nur auf Löhner Stadtgebiet, werden derzeit durch den Kreis Herford und die Stadt Löhne vorbereitet.

Kommentar

Seit mehr als zehn Jahren beschäftigen sich die Mitglieder des Umweltausschusses mit dem Sielwehr und seinem Umfeld. Die Liste der Varianten und Ansätze zur Umgestaltung des Bereiches und des Flusses ist unendlich. Auf ihr stand unter anderem auch einmal ein Projekt zur Energiegewinnung. Jetzt scheinen nach langer Zeit die Weichen für eine Umsetzung der Pläne bis 2027 gestellt. Spannend bleibt, ob die SPD nächste Woche im Stadtrat Farbe bekennt. Im Fachausschuss übte sie sich in Enthaltung. Unabhängig davon bleibt es Pflicht aller Beteiligten, die weitere Planung nicht ohne Berücksichtigung von Anliegen der Bürger voranzutreiben.         Claus Brand

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