Do., 08.03.2018

Professorin Vera von Dossow tritt am Herz- und Diabeteszentrum einzigartigen Lehrstuhl an Vereinigung von Kardiologie und Anästhesie

Ihre Ernennungsurkunde zur Professorin hat Dr. Vera von Dossow (Zweite von rechts) gestern von Professor Dr. Ralf Gold (rechts), Dekan der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, erhalten. Mit ihr freuen sich (von links) Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack und Professor Dr. Jan Gummert, Ärztlicher Direktor des Herz- und Diabeteszentrums.

Ihre Ernennungsurkunde zur Professorin hat Dr. Vera von Dossow (Zweite von rechts) gestern von Professor Dr. Ralf Gold (rechts), Dekan der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, erhalten. Mit ihr freuen sich (von links) Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack und Professor Dr. Jan Gummert, Ärztlicher Direktor des Herz- und Diabeteszentrums. Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Bad Oeynhausen (WB). Mit großem Dank an die Anwesenden hat Professor Dr. Vera von Dossow gestern ihre offizielle Begrüßung als neue Chefärztin am Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) NRW verbunden. Am 1. März ist sie von der Ruhr-Universität Bochum zur Professorin des derzeit einzigartigen Lehrstuhls für Kardio-Anästhesie berufen worden.

100 geladene Gäste hören Einführungsvortrag

Zu Beginn ihres Einführungsvortrages vor 100 geladenen Gästen im Hörsaal des HDZ NRW blickte Vera von Dossow auf die Zeit von vor etwa einem Jahr zurück. »An einem kalten Januartag stand ich am Bahnhof in Bad Oeynhausen, um zum Flughafen zu fahren. Ich hatte gemischte Gefühle«, sagte Vera von Dossow. Damit bezog sie sich auf den Beginn des Auswahlverfahrens – mit einem fünfstündigen Gespräch. »Großartige Gespräche«, wie Vera von Dossow später betonte.

Zuletzt an der Ludwig-Maximilians-Universität in München tätig

Dass sie von Anfang an auf einem guten Weg zur Professorin am HDZ NRW war, verdeutlichte Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack: »Sie, liebe Frau Professor von Dossow, haben uns mit Ihren eingereichten Unterlagen sofort überzeugt.« In ihrer bisherigen medizinischen Laufbahn arbeitete Vera von Dossow unter anderem 13 Jahre als Oberärztin an der Charité in Berlin und zuletzt an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Auch nach dem Auswahlgespräch habe die Begeisterung angehalten. »Faszinierende Führungskompetenz« und »überzeugte Kardioanästhesistin« seien zwei der Formulierungen gewesen, die die HDZ-Berufungsgruppe für die Weiterempfehlung im Bewerberverfahren gefunden habe. Höhepunkt dieses Prozesses war gestern die Überreichung der Ernennungsurkunde zur außerplanmäßigen B3-Professur durch Professor Dr. Ralf Gold, Dekan der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Er verwies bei dieser Gelegenheit auf die Stärken des Bochumer Modells in Zusammenarbeit mit dem »Medizin Campus OWL« – auch im Hinblick auf Pläne für eine Medizin-Fakultät in Bielefeld.

Enge Zusammenarbeit mit Dr. Uwe Schirmer

In den kommenden drei Jahren wird Vera von Dossow eng mit Professor Dr. Uwe Schirmer, Chefarzt am Institut für Anäthesiologie, zusammenarbeiten. Dann geht er in den Ruhestand. Beide kennen sich bereits aus entsprechenden Fachgesellschaften und sind sich vertraut. Eine wichtige Voraussetzung für die Zusammenarbeit. »Ich freue mich sehr, endlich bist Du da. Ich habe Deine Arbeit sehr schätzen gelernt und ich denke, dass wir zwei Berliner im Team unschlagbar sein werden«, sagte Uwe Schirmer und löste damit Schmunzeln aus. Vor allem wird Vera von Dossow ihn aufgrund einer »klaren Aufgabenteilung« entlasten, so dass sich Uwe Schirmer auch der Mediziner-Ausbildung widmen kann.

Die Begeisterung für ihr Fachgebiet war Vera von Dossow auch in ihrem Kurzvortrag »Kardioanästhesie als Bildungsmotor« anzumerken. Ein Aspekt sei hierbei der Ausbau eines professionellen Ausbildungszentrums auch innerhalb der Forschung. Zudem: »Auch wenn es banal klingt, die Kommunikation untereinander ist ebenso wichtig, beispielsweise zwischen Ärzten und Pflegern«, sagte Vera von Dossow.

Signal »medizinischer Weitsicht«

Im Namen aller Ärzte begrüßte Professor Dr. Jan Gummert, Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie und Ärztlicher Direktor, Vera von Dossow. Die Berufung als Professorin an den Lehrstuhl für Kardio-Anästhesie lobte Jan Gummert als Signal »medizinischer Weitsicht«.

Auf gleichsam humorvolle Art nahm er Bezug auf die »Blut-Hirn-Schranke«, die symbolisch als Trennung für die Bereiche Chirurgie und Anästhesiologie stehen könnte. »In der Kardio-Chirurgie ist das eben nicht so«, sagte Jan Gummert. Gerade bei komplexen Operationen, in diesem Fall am Herzen, sei das Verständnis beider medizinischer Bereiche füreinander nicht mehr aus der praktischen Arbeit wegzudenken.

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