Di., 13.03.2018

Gestaltungspläne für Bad Oeynhausener Fußgängerzone sind Thema im Fachausschuss Entscheidung über Pflaster fällt

Bei der nächsten Sitzung am Dienstag, 20. März, um 18 Uhr im Rathaus I soll der Stadtentwicklungsausschuss über das neue Pflaster für Teile der Fußgängerzone entscheiden. Es soll sich an der Musterfläche im Vordergrund orientieren.

Bei der nächsten Sitzung am Dienstag, 20. März, um 18 Uhr im Rathaus I soll der Stadtentwicklungsausschuss über das neue Pflaster für Teile der Fußgängerzone entscheiden. Es soll sich an der Musterfläche im Vordergrund orientieren. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen  (WB). Wenn der Ausschuss für Stadtentwicklung bei seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 20. März, um 18 Uhr im Rathaus I grünes Licht gibt, können die geplanten Arbeiten zur »Verbesserung der Aufenthaltsqualität von Teilen der Fußgängerzone« Ende Mai beginnen. Der erste von zwei Bauabschnitten konzentriert sich auf den Bereich »Viktoriastraße«.

Laut Beschlussvorlage für die Ausschusssitzung entspricht die Ausführungsplanung des Bauabschnitts »Viktoriastraße« im Wesentlichen dem zuvor vorgestellten Entwurf. Grundlegend sei nach wie vor das Prinzip der Hell-Dunkel-Zonierung mit dunkel gestalteten Seitenbereichen und einem helleren Pflasterteppich in der Mitte. Dafür sollen dunkel- beziehungsweise hellgraue Betonsteinplatten verwendet werden.

»Änderungen gegenüber dem vorgestellten Entwurf wurden bei der Platzierung der Fahrradständer und Sitzmöblierung im nördlichen Teilbereich der Viktoriastraße vorgenommen«, heißt es in der Beschlussvorlage. Deren Standorte seien zur Verbesserung der Funktionalität getauscht worden. Zur Verbesserung des zur Verfügung stehenden Schwenkradius für den Leiterwagen der Feuerwehr werde vor dem Lenné-Karree auf eine von zwei vorgesehenen Baumanpflanzungen verzichtet. Der verbleibende Baum solle mittig angepflanzt werden.

Sitzsteine statt Absperrpfosten

Weitere Veränderungen sieht die Ausführungsplanung für den Brunnen »Die Badende« vor. Dieser soll nach wie vor durch eine neue niveaugleiche, rötliche Natursteinplatte noch besser zur Geltung kommen. Auf den Einbau von Absperrpfosten, die den Brunnen vor einer Durchfahrt von Fahrzeugen schützen, werde aber verzichtet, da durch die stark begrenzende Wirkung der Pfosten die Großzügigkeit in der sonstigen Gestaltung verloren gehe. »Daher wird in der Ausführungsplanung auf den Einbau der Absperrpfosten verzichtet und die Brunnenanlage mittels locker platzierter Sitzsteine vor einem Anfahren durch Fahrzeuge geschützt«, heißt es in der Beschlussvorlage.

Am südlichen Ende der Viktoriastraße sieht das überarbeitete Konzept in Verbindung mit einem neu zu pflanzenden Baum den Bau eines als Bootsdeck ausgeführten Sitzelements vor. Durch die Ausstattung mit einem Ruder, Reling und Fernrohr solle sich das holzbeplankte Deck in eine Spielstation entlang der im »Konzept Spielräume Innenstadt Bad Oeynhausen« angedachten Spiel- und Bewegungsachse zwischen Kaiser-Wilhelm-Platz und Oeynhausener Schweiz verwandeln.

Eine Fläche erfüllt Anforderungen

Auch über die Beschaffenheit des künftigen Pflasters in den von der Neugestaltung der Fußgängerzone betroffenen Bereichen soll der Ausschuss für Stadtentwicklung bei seiner nächsten Sitzung entscheiden. Die Grundlage bildet die Auswertung von drei Musterflächen vor der Deutschen Bank. »Die geforderte Rutschfestigkeit wurde von allen drei ausgestellten Musterflächen erfüllt«, heißt es in der Beschlussvorlage.

Die Grautöne zeigten im trockenen Zustand bei allen Flächen ein helles, homogenes, kontrastarmes Farbenspiel. Nur eine der drei Flächen habe im feuchten Zustand ein freundliches, lebendiges Erscheinungsbild behalten. Der notwendige Hell-Dunkel-Kontrast zwischen hellem Mittelbereich und benachbarten schwarzen taktilen Bodenelementen sei zudem eingehalten worden. Aufgrund der guten Materialeigenschaften werde empfohlen, die im Leistungsverzeichnis aufgeführten Positionen zur Oberflächenbeschaffenheit des gewünschten Pflastermaterials in Anlehnung an die Musterfläche zu formulieren.

Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Eine Million Euro fließen aus einem Förderprogramm des Landes. Den Rest zahlt die Stadt.

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