Di., 13.03.2018

Diskussion um den Anmeldeüberhang an der Realschule Nord in Bad Oeynhausen geht weiter Bürgermeister möchte Eltern treffen

Bewegung ist in die Diskussion um einen deutlichen Überhang im Anmeldeverfahren mit Losentscheid an der Realschule Nord gekommen. Ein Gespräch will der Bürgermeister bald mit den Eltern und Kindern führen.

Bewegung ist in die Diskussion um einen deutlichen Überhang im Anmeldeverfahren mit Losentscheid an der Realschule Nord gekommen. Ein Gespräch will der Bürgermeister bald mit den Eltern und Kindern führen. Foto: Angelina Zander/Archiv

Bad Oeynhausen (WB/muk). In die Diskussion um einen Anmeldeüberhang an der Realschule Nord schaltet sich nun auch Bürgermeister Achim Wilmsmeier ein. Er möchte die Eltern und die Kinder im Rathaus begrüßen, berichtet Olga Siek (39). Ein Termin soll nun vereinbart werden.

Unterdessen hat die Bezirksregierung in Aussicht gestellt, dass in einem begründeten Ausnahmefall doch eine einmalige Mehrklasse oder ein dauerhafter vierter Klassenzug zum Schuljahr 2018/19 an der Realschule Nord eingerichtet werden könnte – wenn die Stadt einen entsprechenden Antrag stellt.

Halbtagsunterricht ist ausschlaggebend

»Wir sind sehr glücklich, dass wir die Chance zum Gespräch erhalten«, sagt Olga Siek aus Oberbecksen. Wie exklusiv berichtet, hat sie ihre neunjährige Tochter, die derzeit noch die Grundschule Rehme-Oberbecksen besucht, an der Realschule Nord angemeldet. Für Olga Siek ist dort der Halbtagsunterricht ausschlaggebend für ihre Entscheidung. Deshalb gibt sie dieser Schule den Vorzug vor der Realschule Süd, in deren Einzugsgebiet die Familie eigentlich wohnt.

Olga Siek ist Teil einer Gruppe von Eltern, die von dem deutlichen Überhang an Anmeldungen an der Realschule Nord betroffen sind. Aus ihrer Sicht wachse die Gruppe. »Ich alleine kenne sieben Elternpaare beziehungsweise Alleinerziehende. Dazu kommen weitere Eltern«, sagt Olga Siek.

Nach einem Ratsbeschluss der Stadt wird es vom kommenden Schuljahr an eine Verbindlichkeit für drei Klassenzüge an der Realschule Nord geben. Bei 29 Schülern pro Klasse können insgesamt 87 Mädchen und Jungen in den Eingangsklassen angenommen werden. Bis Freitag, 2. März, waren bereits 107 Kinder angemeldet worden. Ein Losentscheid ist, im Verlauf des Anmelde- und Auswahlverfahrens, nicht ausgeschlossen.

Stadt setzt Schulrecht um

Aus Sicht von Olga Siek sind auch Gespräche mit einer zuständigen Mitarbeiterin der Bezirksregierung Detmold sowie mit Rainer Printz vom Bereich Bildung und Kultur der Stadt positiv verlaufen. »Es waren sehr gute Gespräche. Herr Printz hat sich viel Zeit genommen, war sehr offen und hat unsere Initiative gelobt«, sagt Olga Siek. Zugleich habe er darauf verwiesen, dass die Stadt mit dem Beschluss zur Dreizügigkeit Schulrecht umgesetzt. Um eine abschließende Einschätzung abgeben zu können, wolle die Stadt jedoch den Anmeldeschluss an diesem Freitag abwarten.

Dass es grundsätzlich die Möglichkeit gibt, nach Antrag des Schulträgers bei einem deutlichen Überhang an Anmeldungen eine einmalige Mehrklasse oder einen dauerhaften weiteren Klassenzug einzurichten, bestätigte Peter Westphal, Sprecher der Bezirksregierung in Detmold. Für eine einmalige Mehrklasse müsse es aber als Voraussetzung ausreichend Räume und Lehrkräfte geben.

BBO-Antrag scheitert an den Formalien

Für den Antrag will die Eltergruppe werben. Neben dem Brief an Bürgermeister Achim Wilmsmeier habe auch die Bezirksregierung ein Schreiben erhalten. Denn noch habe Olga Siek »Angst, dass meine Tochter zwangsweise an eine andere Schule muss«. Der Grund sei, dass sie ihre Tochter nur jeweils an einer Schule anmelden könne. Dies bestätigt die Stadt, verweist diesbezüglich aber auf den Umfang der Unterlagen, zu denen etwa die Empfehlung der Grundschule gehöre.

Unterdessen hat sich auch die Ratsfraktion der BBO an die Eltern gewandt. Ein Antrag, das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung des Hauptausschusses an diesem Mittwoch, 14. März, zu bringen, sei letztlich aber an Formalien gescheitert, sagt Olga Siek.

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