Di., 17.04.2018

18 Freunde basteln gemeinsam an Oldtimer für Ausflug in Sielpark Mit dem Trabant zum Vatertag

Lars Dittmar (hinten, von links), Max Hachmeister, Sandra Tiemann, Nico Matuschke, Paul Grübbel, Nico Stille, Piet Schäffer (vorne, von links), Marvin Sokolis, Christian Kahl und Arne Bültemeier basteln an einem ausgefallenen Vatertagswagen.

Lars Dittmar (hinten, von links), Max Hachmeister, Sandra Tiemann, Nico Matuschke, Paul Grübbel, Nico Stille, Piet Schäffer (vorne, von links), Marvin Sokolis, Christian Kahl und Arne Bültemeier basteln an einem ausgefallenen Vatertagswagen. Foto: Lina Sophie Möller

Von Lina Sophie Möller

Bad Oeynhausen (WB). In der Garage von Max Hachmeister werden Sprühdosen geschüttelt. Eine 18-köpfige Gruppe Jugendlicher im Alter zwischen 18 und 22 Jahren bastelt an einem alten Trabant. Am Vatertag wollen sie mit dem umgebauten Wagen zum alljährlichen Treffen in den Siel.

Anfangs diente der Wagen als Ersatzteillager

1032 Kilometer ist Lars Dittmar gefahren, um den Trabant 601, den er auf einem Kleinanzeigen-Portal im Internet entdeckt hat, aus Tschechien abzuholen. Anfangs diente der Wagen nur als Ersatzteillager. »Ich besitze schon einen Trabant, den ich gemeinsam mit Max fahrtüchtig mache«, sagt Lars Dittmar.

Die Verlockung, auch am Ersatzwagen herumzuschrauben, ist groß. Also mobilisierten die zwei eine Gruppe Freunde. Ende Januar begannen die Arbeiten. Türen, Scheiben, das Dach, die Innenausstattung und der Motor wurden rausgenommen. Anschließend kamen Spanplatten, gesponsert von Grübbel, eine Bar und eine Musikanlage rein. Wo früher die Scheinwerfer saßen, sind nun zwei Boxen eingebaut.

»Wir haben sogar ein Eisfach«

»Wir haben sogar ein Eisfach, das durch Autobatterien angetrieben wird«, berichtet Christian Kahl stolz. Die hohen Auflagen des Ordnungsamtes stellen die Freunde vor einige Herausforderungen. »Wir mussten Blinker und Bremsbeläge besorgen. Insgesamt haben wir rund 900 Euro in den Wagen gesteckt«, erzählt Nico Matuschke. Einige Nachbarn steuerten Ersatzteile bei.

Die Gruppe ist bunt zusammengewürfelt. Jeder bringt seine eigenen Stärken mit ein. Mit der Anlage kennt sich Marvin Sokolis aus, der selbst seit elf Jahren Klavier spielt. Paul Grübbel macht eine Ausbildung zum Elektriker und Nico Stille arbeitet im Bereich Heizung und Sanitär. Er ist für die Schweißarbeiten verantwortlich.

QR-Code auf der Rückseite

Auf die Frage, wie viele Stunden sie mit der Arbeit verbracht haben, lacht Sandra Tiemann. »Monate würden es besser treffen. Wir waren jedes Wochenende hier«, sagt sie. Lars Dittmar ergänzt: »Einmal haben wir sogar von 16 Uhr nachmittags bis 6 Uhr morgens geschraubt.« »Das hat uns zusammengeschweißt«, kommentiert Piet Schäffer.

Am Vatertag wird die Truppe ihr Schmuckstück in den Sielpark schieben, während aus der Anlage Sonja Schmidts »himmelblauer Trabant« erschallt. Eine Person wird auf dem Fahrersitz lenken und blinken. Über einen QR-Code, der auf der Rückseite angebracht ist, können Interessierte die Entstehungsgeschichte nachverfolgen. Auch eine Vermietung für Feiern steht in den Startlöchern.

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