Mi., 14.02.2018

Teilbereich der Straße »Zur Ratzenburg« wird erneuert – SPD-Kritik an Schmale »Wir haben etwas erreicht«

August-Wilhelm Schmale (CDU) hat sich zufrieden mit dem Ergebnis zur Sanierungsmaßnahme an der Straße »Zur Ratzenburg« gezeigt.

August-Wilhelm Schmale (CDU) hat sich zufrieden mit dem Ergebnis zur Sanierungsmaßnahme an der Straße »Zur Ratzenburg« gezeigt.

Von Felix Quebbemann

Espelkamp (WB). Ein Teilbereich der Straße »Zur Ratzenburg« in Fabbenstedt soll erneuert werden. Dies wurde im Stadtentwicklungausschuss beschlossen.

Anliegerversammlung

Vorangegangen jedoch waren nicht nur mehrere Sitzungen in den zuständigen Ausschüssen, sondern auch eine Anliegerversammlung.

Sonja Glässner von der AöR stellte die Maßnahme noch einmal vor. So soll der betreffende Straßenabschnitt in der Nähe zur Alsweder Landstraße einen befahrbaren Bereich von 4,55 Meter aufweisen. Ein neuer Entwässerungsbereich solle entstehen. »Hinzu kommen sechs zusätzliche Leuchtenstandorte.« Die Herstellungskosten sollen insgesamt 158.000 Euro betragen.

Da es sich um eine KAG-Maßnahme handelt, werden auch die Anlieger zur Kasse gebeten. Die Straße wird als Hauptanliegerstraße eingestuft. Somit betrage der KAG-Beitrag 3,06 Euro pro Quadratmeter, erläuterte Glässner.

Baustart im Frühjahr

Im Frühjahr solle mit den Bauarbeiten begonnen werden. Für Ende März wird mit der Auftragsvergabe gerechnet. Die Bauzeit, so Glässner, soll insgesamt zehn Wochen betragen.

August-Wilhelm Schmale, Ortsvorsteher in Fabbenstedt, erklärte, dass es gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung zunächst »ganz erhebliche Bedenken gegeben hat«. Es wurde gefragt, ob denn wirklich Gehweg und die Beleuchtung notwendig seien. Schmale bezeichnete dies als »typische Reaktion«. In einem Treffen mit insgesamt 13 Grundstückseigentümern gab es dann aber nochmal eine Diskussion. Es sei offen miteinander gesprochen worden und am Ende habe sich gezeigt, »dass der Vorschlag der Verwaltung doch der beste war. Insgesamt haben wir etwas erreicht«, sagte Schmale, der die Moderation des Treffens mit den Anliegern übernommen hatte.

Aufklärung

Bürgermeister Heinrich Vieker ergänzte, dass es auch wichtig sei zu zeigen, dass die Verwaltung nicht immer die teuersten Vorschläge mache. Es sei am Ende nicht einfach gewesen. Vielmehr habe es einiges an Aufklärung bedurft.

André Stargardt (SPD) meinte, dass es für die Anlieger eine Lösung gegeben habe und ob man nun nicht einen Standard festlegen wolle für den Bereich der Bürgerbeteiligungen, wenn es zu Streitigkeiten komme. Reinhard Rödenbeck (CDU) erklärte, dass das Verfahren für die Baumaßnahme beispielhaft gewesen sei. »Wir benötigen keine neuen Regeln.« Man müsse »variabel auf die Situationen eingehen«. Martin Lückermann (SPD) fügte an, man müsse nicht immer alles regeln. »Wenn es auch anders geht, ist das auch gut.«

Wissen einbringen

Jens Bölk (SPD) kritisierte, dass man als Ortsvorsteher die Meinung der Anlieger nicht beeinflussen dürfe und wandte sich damit an August-Wilhelm Schmale.

Der wiederum entgegnete dem Vorwurf der Meinungsbeeinflussung durch Jens Bölk. »Wir sind verpflichtet, unser Wissen einzubringen«, sagte der Ortsvorsteher deutlich. Der Vorschlag der Stadtverwaltung wurde letztlich von den Ausschussmitgliedern angenommen.

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