Mo., 05.03.2018

Kolonistentreffen im Büro des Vereins Mit-Menschen: Teilnehmer sollen Stadtmuseum mitgestalten Erinnerungen an die Gründerzeit

Claudia Strobel (links) hat die Teilnehmer zum Kolonistentreffen im Büro Hermann des Verein Mit-Menschen begrüßt. André Stargardt (vorne links) gab Infos zum Haus der Geschichte.

Claudia Strobel (links) hat die Teilnehmer zum Kolonistentreffen im Büro Hermann des Verein Mit-Menschen begrüßt. André Stargardt (vorne links) gab Infos zum Haus der Geschichte. Foto: Nokem

Von Felix Quebbemann

Espelkamp (WB). Das Kolonistentreffen in Espelkamp ist eine gelebte Tradition. Damals von Hedda Kleinschmidt ins Leben gerufen, begann es eigentlich als ein Klassentreffen. Nach kurzer Zeit aber wurde es erweitert und es entstand das Kolonistentreffen.

Die vielen Flüchtlinge tauschten sich bei den Treffen aus – über ihre Erlebnisse, ihre Familien und ihre Heimat, aber auch über ihre neue Heimat Espelkamp.

Als Hedda Kleinschmidt starb, übernahm ihre Tochter Claudia Strobel die Organisation des Treffens. Und nun kamen die Teilnehmer wieder zusammen. Erstmals im Büro Hermann des Vereins Mit-Menschen. Der Ort war mit Bedacht gewählt, wie Claudia Strobel erläuterte. »So wird eine Brücke geschlagen. Denn die Kolonisten waren damals ja auch Flüchtlinge, als sie hier hergekommen sind.« Nun trafen sie sich in der jetzigen Anlaufstelle für die Flüchtlinge, die nach Espelkamp kommen.

20 Teilnehmer ließen bei Kaffee und Keksen Erinnerungen lebendig werden. Dies wurde auch unterstützt, indem digitale Bilder aus der Vergangenheit der Stadt Espelkamp gezeigt wurden. Darüber hinaus war auch der Vorsitzende des Kulturausschusses, André Stargardt, zu Gast. Er informierte die Kolonisten, von denen bereits einige in zweiter Generation an dem Treffen teilnahmen, über die Pläne für ein Haus der Geschichte in Espelkamp. Stargardt ermutigte die Anwesenden, doch bei den nächsten Workshops zum Haus der Geschichte vorbeizukommen und aktiv an der Gestaltung des Stadtmuseums teilzunehmen.

Und auch Claudia Strobel stimmte dem zu: »Ihr seid doch die einzigen, die noch etwas aus der Gründerzeit Espelkamps erzählen können.« Auch wurde darauf hingewiesen, dass ein solches Museum natürlich auch immer auf der Suche nach Exponaten ist, die mit Espelkamp und seiner Geschichte zu tun haben.

Claudia Strobel jedenfalls freute sich, dass zum Treffen, das bereits länger als 30 Jahre ausgerichtet wird, so viele Interessierte erschienen waren.

Das nächste Kolonistentreffen wird wieder in zwei Jahren ausgerichtet.

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