Mo., 16.04.2018

»Tribute to The Blues Brothers« mit dem Kammertheater Karlsruhe in Espelkamp Coole Musik mit dunklen Sonnenbrillen

Sonnenbrillen, dunklen Anzüge und die Hüte – die Markenzeichen der Blues Brothers. Mit dem Blues-Brothers-Tribute hat das Volksbildungswerk eine Veranstaltung nach Espelkamp geholt, die das Publikum schlichtweg begeisterte.

Sonnenbrillen, dunklen Anzüge und die Hüte – die Markenzeichen der Blues Brothers. Mit dem Blues-Brothers-Tribute hat das Volksbildungswerk eine Veranstaltung nach Espelkamp geholt, die das Publikum schlichtweg begeisterte. Foto: Jan Lücking

Von Jan Lücking

Espelkamp (WB). Das Publikum steht, jubelt und klatscht am Ende eines gelungenen Theaterabends.

Überzeugend

Im ausverkauften Neuen Theater hat das Kammertheater Karlsruhe mit »A Tribute to The Blues Brothers« mehr als überzeugt – es hat einen umgehauen.

Schwarzer Anzug, schwarzer Hut, schwarze Sonnenbrille – die typischen Markenzeichen der Blues Brothers. Ein paar Fans ließen es sich nicht nehmen, ebenfalls in dieser Aufmachung ins Theater zu kommen.

Tolle Hauptdarsteller

Dort trafen sie auf Ronald Tettinek und Jörg Buckschen. Tettinek spielte überzeugend die Rolle von Jake Blues; Buckschen übernahm Elwood Blues. In zwei weiteren Rollen waren Georgia M. Reh (Judi Belushi) und Stefan Roschy (Produzent, Somoky) zu sehen. Darüber hinaus brachten vier Tänzerinnen in wechselnden Outfits ordentlich Schwung auf die Bühne und auch die siebenköpfige Band hatte ihren Anteil an einem gelungenen Theaterabend.

Das Ende des Stückes wird in der Inszenierung und dem Buch von Ingmar Otto an den Anfang gestellt. Alles beginnt mit der Trauerfeier für den eigensinnigen John Belushi, den viel zu viele Drogen und der Alkohol sein Leben kosteten. »Ich habe ihn geliebt, egal was er angestellt hat«, sagte seine trauernde Frau Judy.

Tänzerische Darbietungen

Danach beginnt die eigentliche Geschichte der Blues Brothers, die mit Hilfe des Blues ein katholisches Waisenhaus retten sollen. Das Stück widmet sich zudem dem Leben der beiden Entertainer und Blues Brothers John Belushi und Dan Aykroyd. Es erzählt von den Dreharbeiten zu einer TV-Show, den Arbeiten am Kultfilm »Blues Brothers« aus dem Jahr 1980 unter der Regie von John Landis und ihren Showtalenten. Dabei sind die Verfolgungsjagden den beiden Hauptdarstellern im Kultfilm definitiv wichtiger als die Handlung.

Marie-Christine Korbl, Petra Pauzenberger, Michaela Nelson und Djana Drozdowski – mal in kurzen Röcken und zerrissenen Strumpfhosen, mal als frivole Nonnen – brachten mit gekonnten tänzerischen Darbietungen ordentlich Schwung auf die Bühne.

Hits

Die vier Darsteller überzeugten mit kräftigen Stimmen und präsentierten im Zusammenspiel mit der Band zahlreiche Hits der Blues Brothers, wie »Sweet Home Chicago«, »Jailhouse Rock« »Shake a Tail Feather«, »Stand By Your Man« und natürlich auch den Kulthit »Everybody Needs Somebody to Love«. Ronald Tettinek überraschte das Publikum mit seinen akrobatischen Einlagen, die man ihm so gar nicht zugetraut hätte – das Vorbild John Belushi lässt grüßen.

Auf einer großen Leinwand im Hintergrund wurde stets das passende Bühnenbild projiziert. Von einem Warteraum, über eine Bar bis hin zum »Olympia-Café«. Das Ganze wurde von den bestens aufgelegten Hauptdarstellern genutzt, um sich schauspielerisch richtig auszutoben. So saßen die beiden schon mal in einem »halben Auto« und wechselten rasant die Rollen. Mal waren sie die Blues Brothers, dann verwandelten sie sich rasend schnell in die verfolgenden »Cops«, während auf der Leinwand eine rasante Fahrt auf dem Highway nach Chicago eingespielt wurde. Absolut unterhaltsam.

Tragischer Tod

Das Stück endete schließlich so, wie es begonnen hatte – mit dem tragischen Tod von John Belushi. Stehend und klatschend begleitete das enthusiastische Publikum Hits wie »Think« und »Shake a Tail Feather«. Ein grandioser Musical-Abend ging zuende mit einem bestens aufgelegten Ensemble.

Das Blues-Brothers-Tribute auf der Theaterbühne ist rasant, musikalisch, voller Drive und Elan. Anschauen und abdrehen heißt es beim Besuch der Show – denn auf den Sitzen hält es dabei sowieso niemanden.

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