Sa., 14.07.2018

Söderblom: Das Handwerk steht in den letzten Tagen vor den Ferien im Mittelpunkt Schüler greifen zu Pinsel und Farbe

Unterricht einmal anders. Die Stufe Q1 hat die letzten Tage vor den Ferien dazu genutzt, den Klassenzimmern einen neuen Anstrich zu geben. Der war dringend notwendig geworden. Denn die alte Wandfarbe war deutlich in die Jahre gekommen.

Unterricht einmal anders. Die Stufe Q1 hat die letzten Tage vor den Ferien dazu genutzt, den Klassenzimmern einen neuen Anstrich zu geben. Der war dringend notwendig geworden. Denn die alte Wandfarbe war deutlich in die Jahre gekommen.

Espelkamp (WB). Eine »Lernerfahrung der besonderen Art« haben die Schüler der Jahrgangsstufe 11 (Q1) des Söderblom-Gymnasiums kurz vor den Ferien gemacht.

Gemeinschaftsaktion

In einer groß angelegten Gemeinschaftsaktion wurden 14 Kursräume im Oberstufentrakt mit einem neuen Anstrich versehen. Die Wandfarbe war in die Jahre gekommen, ebenso wie einige großflächige Wandgemälde, entstanden noch zu Zeiten sechsstündiger Leistungskurse, die sich dort verewigt hatten.

Die Idee zu der Anstreichaktion hatte die Stufenleiterin der Q1, Petra Brauneck-Godwin: »Wenn wir das Prinzip des Unterrichtens, das Kopf, Herz und Hand ansprechen soll, ernst nehmen, setzen wir hier einen Schwerpunkt auf das Handwerkliche.« Der Zeitpunkt in der letzten Schulwoche ist gewählt worden, da neben der Jahrgangsstufe 12 (Abitur) auch die Einführungsstufe (Praktikum) nicht im Gebäude und das Schuljahr ohnehin auf der Zielgeraden war.

Engagement

Über zwei Tage erstreckte sich das Projekt, und die Schülerinnen und Schüler waren mit Eifer und Engagement bei der Sache. Im Vorfeld waren die Eltern in einem Infobrief informiert und gebeten worden, Pinsel, Roller, Teleskopstäbe und weitere Maler-Utensilien ihren Kindern je nach Verfügbarkeit mitzugeben; Farbe und Abklebe- sowie Abdeckmaterial stellte die Schule.

Die Oberaufsicht hatte Hausmeister Dirk Baganz, der die Anstreichaktion koordinierte und für alle Fragen zur Verfügung stand, wobei die jeweils laut Stundenplan zuständigen Kurslehrerinnen und Kurslehrer die Arbeiten begleiteten.

Musikalische Untermalung

Für jeden Kursraum war eine festgelegte Gruppe von zehn bis zwölf Schülerinnen und Schülern zuständig. Am ersten Tag wurde ausgeräumt, abgeklebt, gesäubert und der erste Anstrich aufgebracht, am zweiten Tag erfolgten der Deckanstrich und das Auf- und Wiedereinräumen der Kursräume – nach gründlicher Reinigung der Tische und Stühle, wo dies eben notwendig war. Natürlich blieb zwischendurch Zeit fürs gemeinsame Frühstücken. Und auch der Bitte der Schülerinnen und Schüler nach »musikalischer Untermalung« wurde stattgegeben.

Nicht nur Dirk Baganz war sichtlich beeindruckt von Verlauf und Ergebnis der Aktion. »Im Vorhinein war ich sehr skeptisch«, gab er zu, um dann aber festzustellen: »Es ist ein Riesen-Ergebnis.« Besonders die Gewissenhaftigkeit und Akkuratheit, mit der die Schüler ihre eigenen Kursräume deutlich verschönert haben, hat diese durchaus gewagte Aktion im Nachhinein auf ganzer Linie gerechtfertigt.

Neuer Glanz

Ob sich die Hoffnung der Stufenleiterin Petra Brauneck-Godwin erfüllen wird, dass »der Glanz der gestrichenen Räume das Lernen in der Q2 erleichtern wird«, sei dahingestellt. Auf jeden Fall werde der Aufenthalt in den selbst renovierten Räumen angenehmer sein als vorher. Da sind sich alle Beteiligten einig.

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