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Do., 07.12.2017

Projekt des Technikzentrums unterstützt Jugendliche bei der Berufswahl Berufsparcours erhält IGS-Förderpreis

IGS-Vorsitzender Christoph Barre (rechts) und Landrat Ralf Niermann überreichen den Förderpreis »Leistung macht Laune« an die Geschäftsführerin des Technikzentrums, Karin Ressel (Zweite von rechts) und Vereinsvorsitzende Ulrieke Schulze.

IGS-Vorsitzender Christoph Barre (rechts) und Landrat Ralf Niermann überreichen den Förderpreis »Leistung macht Laune« an die Geschäftsführerin des Technikzentrums, Karin Ressel (Zweite von rechts) und Vereinsvorsitzende Ulrieke Schulze. Foto: IGS

Hille (PAM). Das Projekt »Berufsparcours« des Technikzentrums Minden-Lübbecke ist mit dem mit 10.000 Euro dotierten IGS-Förderpreis »Leistung macht Laune« ausgezeichnet worden.

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Standortförderung (IGS), Brauereichef Christoph Barre, überreichte den Preis jetzt im Technikzentrum in Hille an die Geschäftsführerin des Vereins, Karin Ressel. Seit 1996 verleiht die Gemeinschaft die Auszeichnung an Personen, Vereine, Institutionen und Unternehmen, die sich in besonderer Weise um den Kultur- und Wirtschaftsraum Minden-Lübbecke verdient gemacht haben.

Einstimmige Entscheidung

Auch in diesem Jahr habe die Förderpreis-Jury vor der schwierigen Aufgabe gestanden, aus einer Vielzahl von Vorschlägen den Preisträger zu ermitteln, betonte Christoph Barre bei der Verleihung. Letztlich sei die Entscheidung einstimmig für den Berufsparcours des Technikzentrums gefallen.

Das Zentrum ist als gemeinnütziger Verein organisiert und unterstützt Jugendliche bei der Berufswahl. Dabei kooperiert es mit Schulen, Lehrkräften, Unternehmen, Verbänden, Innungen, Industrie, Handel und Handwerk. Dafür bringt das Technikzentrum die Jugendlichen und Unternehmen zusammen, um Berufe erlebbar und begreifbar zu machen.

Wie ein Mini-Praktikum

Beim Projekt Berufsparcours werden in einer Art Minipraktikum für zehn Minuten jeweils acht Jugendliche gleichzeitig in einer für diesen Beruf typischen Arbeitsprobe getestet. Dabei berät das Technikzentrum zu den Arbeitsproben und organisiert den Veranstaltungsablauf in Turnhallen oder Aulen einer Schule. Vor allem werde sich um die Jugendlichen und deren ordentliches Auftreten ohne »Kaugummis und Mützen« gekümmert, schildert Geschäftsführerin Karin Ressel.

Niermann wies bei der Preisverleihung auf die besondere Ausstrahlungswirkung des Berufsparcours weit über die Region Minden-Lübbecke hinaus hin. Seit seiner Gründung sei das Angebot von insgesamt 880.000 Schülerinnen und Schülern unter Beteiligung von fast 4000 Unternehmen absolviert worden. Heute würden jährlich bundesweit 200 Veranstaltungen mit 50.000 Jugendlichen durchgeführt.

Harting-Gruppe von Anfang an dabei

Auf den Ursprung des Projektes gingen die beiden Laudatorinnen ein. Mit Bianca Rüter, bei der Harting-Gruppe als Referentin für die Ausbildung zuständig ist, und Bettina Schmidt, Berufswahlkoordinatorin der Birger-Forell-Sekundarschule in Espelkamp, kamen Vertreterinnen des ersten teilnehmenden Unternehmens und der ersten teilnehmenden Schule zu Wort.

Rüter erläuterte, welchen enormen Nutzen die Unternehmen von diesem Erstkontakt zu interessierten Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klasse hätten. Ein Ergebnis: zahlreiche Absolventen des Berufsparcours hätten inzwischen erfolgreich ihre Ausbildung bei Harting durchlaufen.

Aus der Sicht der Schule lobte Schmidt den Ideenreichtum und die Kreativität der Berufsparcours. Die Schülerinnen und Schüler freuten sich jedes Mal auf die nächste Veranstaltung, um echte Praxiserfahrungen aus der Berufswelt sammeln zu können.

IGS will Mühlenkreis bekannter machen

Die vor 24 Jahren gegründete IGS hat sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, den Kreis überregional bekannter zu machen und dabei die Verbundenheit der Bürger mit dem Mühlenkreis zu stärken. Durch verschiedene Projekte, wie die kreisweite Aufstellung der regionalen Mühlenkreissymbole oder die Unterstützung des neuen Standort-Internetportals des Kreises, agiere der Verein als Impuls- und Ideengeber zur weiteren Attraktivitätssteigerung des Kultur- und Wirtschaftsraumes Minden-Lübbecke.

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