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Do., 07.12.2017

Erste Sirenenanlagen auf den Dächern der Grundschulen montiert Falls Gefahr droht

Auch auf dem Dach der Grundschule in Ahlsen ist nun eine Sirenenanlage installiert.

Auch auf dem Dach der Grundschule in Ahlsen ist nun eine Sirenenanlage installiert.

Hüllhorst (WB). Auf diese Weise kann jeder Bürger sofort vor Gefahren gewarnt werden: In der Gemeinde Hüllhorst sind die ersten Sirenenanlagen auf den Dächern der Grundschulen montiert worden. Den Anfang machten Ahlsen, Oberbauerschaft und Schnathorst.

Insgesamt ist für Hüllhorst die Errichtung von neun Sirenenanlagen geplant, teilte der Kreis mit. Die Maßnahme wird sukzessiv von 2017 bis 2020 umgesetzt. Der Eigenanteil der Gemeinde Hüllhorst beträgt etwa 89.000 Euro. Vorgesehen ist, kreisweit etwa 120 Sirenen zur Warnung der Bevölkerung zu installieren.

Im vergangenen Jahr wurde gemeinsam vom Kreis Minden-Lübbecke und allen kreisangehörigen Städten ein »Konzept Warnung der Bevölkerung im Kreis Minden-Lübbecke« erarbeitet. Ziel dieses Konzeptes ist es, ein umfassendes, reaktionsschnelles und zentral steuerbares Warnsystem zu entwickeln, mit dem die Bevölkerung mit allen verfügbaren Warn- und Informationsmöglichkeiten Kenntnis von drohenden oder bereits eingetretenen Gefahrensituationen bekommt und erfährt, was zu tun ist.

Unwetter, Unfälle und Großbrände

Michael Kirchhoff, Leiter des Fachbereiches Bevölkerungsschutz beim Kreis Minden-Lübbecke, erklärt: »Gefahren sind nicht nur Unwetterlagen. Dazu gehören zum Beispiel auch sich schnell ausbreitende Gefahren nach Unfällen, Großbränden und Ähnlichem.«

»Das Auslösen von Sirenen dient ausschließlich dem Zweck, die Bevölkerung auf Durchsagen in den Medien aufmerksam zu machen«, sagt Fachbereichsleiter Peter Lücking von der Gemeinde Hüllhorst. Weitere Informationen werden dann über alle Medienkanäle, die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und NachrichtenApp) oder auch über ein Bürgertelefon weiter gegeben.

Alle Städte und Gemeinden im Kreisgebiet haben sich auf den Aufbau eines einheitlichen Sirenennetzes über den Zeitraum von etwa vier Jahren verständigt und entsprechende Haushaltsmittel dafür eingeplant.

Erheblicher Eigenanteil

Um die Kommunen beim Ausbau ihrer Warnkonzepte zu unterstützen, hat das Land Nordrhein-Westfalen mehrere Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dennoch müssen die Kommunen einen erheblichen Eigenanteil aufwenden.

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