Do., 21.12.2017

Abdullah (9) ist nach Operationen in Deutschland wieder zu Hause Zurück in Kabul

Am Flughafen Düsseldorf: Die Vorfreude bei Mansoor, Abdullah und Zabihulla auf den Rückflug in die Heimat ist groß. Die Kinder konnten erfolgreich medizinisch behandelt werden. Ohne den Einsatz des Vereins »Kinder brauchen uns« wäre dies nicht möglich gewesen.

Am Flughafen Düsseldorf: Die Vorfreude bei Mansoor, Abdullah und Zabihulla auf den Rückflug in die Heimat ist groß. Die Kinder konnten erfolgreich medizinisch behandelt werden. Ohne den Einsatz des Vereins »Kinder brauchen uns« wäre dies nicht möglich gewesen.

Hüllhorst (WB/kk). Der neunjährige Abdullah Saba ist wieder bei seiner Familie daheim im afghanischen Kabul. Neun Monate lang war der Junge, der an einer angeborenen Deformität der Beine leidet, zur Behandlung in Deutschland. Ein liebevolles Zuhause fand er in dieser Zeit bei Gastfamilie Ötztas in Schnathorst.

Im Frühjahr kamen  der damals achtjährige  Abdullah und sein siebenjähriger Freund Mansoor aus Kabul kommend auf dem Flughafen in Düsseldorf an. Der Verein »Kinder brauchen uns« hatte die beiden Kinder nach Deutschland geholt, um ihnen hier eine lebensverbessernde Operation zu ermöglichen.

Die Pflegefamilien holten die beiden Jungen direkt in Düsseldorf ab – Mansoor lebte bei den Belgelis in Bad Oeynhausen – um sie während der Behandlungszeit zu begleiten, ihnen familiäre Unterstützung zu sein. Die medizinische Versorgung der beiden Kinder konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden, so dass sie den Heimflug nach Kabul antreten und zurück zu ihren Lieben reisen konnten.

Erstmals auf eigenen Beinen gestanden

»Nach so einer langen Zeit möchten die Kinder natürlich wieder zu ihren Familien«, berichtet Gisela Bröenhorst, die für den Verein »Kinder brauchen uns« in OWL organisatorische Aufgaben übernimmt. Nach einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus Bethel betreuten die Ötztas den kleinen Abdullah. In dieser Zeit wuchs der junge Afghane den Menschen in seinem Ersatz-Zuhause ans Herz.

Es gab rührende Momente, zum Beispiel als Abdullah im Alter von acht Jahren in Deutschland erstmals auf eigenen Beinen stehen konnte. Gastschwester Süheyla Ötztas sagte im November, dass Abdullah seiner Mutter gern ohne Krücken entgegengehen wolle. Dieser Wunsch ist jetzt in Erfüllung gegangen. Der Junge war ganz stolz darauf, seinen Eltern auf eigenen Füßen entgegengehen zu können.

»Unser Verein wird in den kommenden Wochen wieder Kinder nach Deutschland holen, um sie hier zu behandeln«, sagt Gisela Bröenhorst, die unter Telefon 05732/3000 oder per E-Mail unter gisela.broeenhorst@gmx.de zu erreichen ist. Um diese Hilfe leisten zu können, ist der Verein weiterhin auf Spenden angewiesen.

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