Sa., 23.12.2017

»Whynachtskonzert« mit Ralf Weber – Auseinandersetzung mit Bibel Ungewöhnliche Fragen gestellt

Ralf Weber (Mitte) und seine Komplizen haben wieder zum »Kleinen Whynachtskonzert« eingeladen. Sie brachten auch ein Lied über die Handwerker dar, die für den Bühnenaufbau in der St.-Andreas-Kirche gesorgt hatten.

Ralf Weber (Mitte) und seine Komplizen haben wieder zum »Kleinen Whynachtskonzert« eingeladen. Sie brachten auch ein Lied über die Handwerker dar, die für den Bühnenaufbau in der St.-Andreas-Kirche gesorgt hatten. Foto: Katrina Horstmann

Von Katrina Horstmann

Lübbecke/Hüllhorst (WB). Die Weihnachtgeschichte ist allgemein bekannt. Jedes Jahr wird sie in der Kirche vorgelesen, Krippenspiele drehen sich darum und es gibt kaum ein Kind, das die Geschichte nicht in der Schule hört. Bei Ralf Weber und seinen Komplizen wurde am Donnerstagabend in der St.-Andreas-Kirche das Lukasevangelium neu aufgerollt.

Das »Whynachtskonzert« war ein besonderes Türchen des Musikalischen Adventskalenders der evangelischen Kirchengemeinden in Lübbecke. Es implizierte ungeklärte Fragen und Fragen, die sich vielleicht noch niemand gestellt hatte. »Wie hat Maria Josef erzählt, dass sie schwanger ist und zwar nicht von ihm? Und warum hat er sie nicht steinigen lassen?« oder »Warum musste Jesus nicht den Beruf seines Vaters erlernen?«.

Eingebettet wurden diese gewichtigen Fragen von Musik. Ralf Weber sang über das Multitalent »Vater«, der als Feuerwehrmann, Lebensmitteltester, Müllschlucker, Zuhörer und Mädchen für alles den Familienalltag bestreitet. Ralf Weber ließ natürlich auch den Glaubensaspekt nicht aus. Der Unterschied zwischen »was war und was wahr ist in der Bibel« solle genau genommen werden, sagte der Musiker, der im Hauptberuf Lehrer an der Gesamtschule Hüllhorst ist.

Modernes und Klassiker

Doch auch jenseits des Glaubens war das »kleine Whynachtskonzert« ein voller Erfolg. Auch das Lied über die Handwerker, die für den Bühnenaufbau gesorgt hatten, kam gut an, wurde es doch stilecht mit Warnweste vorgetragen. Mitsingen, das war ein großes Stichwort beim Konzert: ob bei modernen Stücken wie »Es ist Weihnacht« oder den alten Klassikern wie »God Rest Ye Marry Gentlemen«. Natürlich durfte auch »Oh du Fröhliche« nicht fehlen und das Publikum in der gut gefüllten Kirche war sehr sangesfreudig.

Schon gleich zu Beginn verzauberte Maren Bußmann mit einem Instrumentalsolo die Zuhörer und Ralf Weber sagte: »Vor vier Jahren habe ich das Stück selbst gespielt und wer mich damals gehört hat, weiß, warum heute Maren spielen darf: weil sie es kann.«

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