Mi., 14.02.2018

Arbeiten auf »Feeshof« beginnen im Frühjahr – Volksbank Schnathorst zieht Jahresbilanz Grundstücke sind baureif erschlossen

Die drei Bankvorstände Jürgen Kreimeier (von links), Frank Rohs und Detlev Priehs vor dem zweiten Abschnitt des Baugebietes »Feeshof«. Es stehen 16 Plätze zur Verfügung, wovon bereits sechs Plätze neue Eigentümer gefunden haben.

Die drei Bankvorstände Jürgen Kreimeier (von links), Frank Rohs und Detlev Priehs vor dem zweiten Abschnitt des Baugebietes »Feeshof«. Es stehen 16 Plätze zur Verfügung, wovon bereits sechs Plätze neue Eigentümer gefunden haben. Foto: Mareile Mattlage

Hüllhorst (mama). »Im Frühjahr werden die ersten Baukräne zu sehen sein.« Das kündigte Detlev Priehs mit Blick auf das Baugebiet »Feeshof« an. Bei der Jahrespressekonferenz der Volksbank Schnathorst stellten Priehs und seine Vorstandskollegen Jürgen Kreimeier und Frank Rohs am Dienstag aktuelle Projekte vor und zogen Bilanz zum Geschäftsjahr.

Aktuell widmet sich die Volksbank der Erschließung des zweiten Bauabschnittes im »Feeshof« in Schnathorst. Aus dem ersten Bauabschnitt sind noch drei Bauplätze frei. Im zweiten Bauabschnitt stehen 16 Plätze zur Verfügung, wovon bereits sechs Plätze neue Eigentümer gefunden haben. Die Grundstücke sind baureif erschlossen. Die Grundstücksgröße liegt zwischen 500 und 650 Quadratmetern. Der Quadratmeterpreis beträgt 86 Euro.

Detlev Priehs beschrieb den Bereich als gutes Baugebiet für junge Familien. Es gebe keinen Durchgangsverkehr für Autos, eine Versorgung mit Breitbandkabel sowie einen Abenteuerspielplatz. Kindergarten, Grundschule, Supermarkt, Bäcker, Ärzte, Zahnarzt, Apotheke, Physio- und Ergotherapie, Banken und weitere Dienstleister seien fußläufig erreichbar.

»Hüllhorst – Mitte«: Zwei neue Gebäude sollen entstehen

Bei dem Projekt »Hüllhorst – Mitte« geht es um die Fortentwicklung des Hüllhorster Ortskernes auf Grundstücken der Volksbank und der Kirchengemeinde.

Die Gremien der Bank beschäftigen sich mit der zukünftigen Nutzung der bankeigenen Grundstücke. Da auch das alte Pastorenhaus abgerissen werden soll, wollen Kirchengemeinde und Volksbank gemeinsam eine Neuausrichtung für diesen Teil des Hüllhorster Ortskerns angehen. Hier sollen zwei neue Gebäude entstehen, in denen eine Wohngruppe, barrierefreie Wohnungen, stilles Gewerbe und auch eine oder mehrere Arztpraxen sich gut ergänzen könnten, lautet eine Idee.

»Wir würden uns freuen, wenn sich der Wunsch des Rates erfüllen ließe und die ergriffenen Initiativen der Verwaltung und der Ratsmitglieder der Gemeinde Hüllhorst für die An- oder Umsiedlung von Ärzten erfolgreich wären. Wir würden in unserem Projekt ›Hüllhorst – Mitte‹ gern entsprechende Flächen zur Vermietung zur Verfügung stellen«, sagte Detlev Priehs.

Im Rahmen dieser Maßnahme solle auch der Dorfplatz, der im Eigentum der Kirchengemeinde steht, weiterentwickelt werden.

Zahlen & Fakten

Die Kombination aus Niedrigzins und wachsender Bürokratie hat die Volksbank Schnathorst im vergangenen Geschäftsjahr vor Herausforderungen gestellt. Dennoch konnte bei Einlagen und Krediten ein Plus erzielt werden.

Die Bilanzsumme der heimischen Kreditgenossenschaft ist um 9,3 Prozent auf 266 Millionen Euro angestiegen. Hiervon sollen die 6985 Anteilseigner profitieren: Vorstand und Aufsichtsrat wollen der im Juni tagenden Vertretersammlung vorschlagen, eine Dividende von vier Prozent zu beschließen. Die Zahl der Mitglieder stieg von 6983 auf 6985 nur leicht. Es habe zwar einige Neuzugänge gegeben, doch es sei gleichzeitig auch Anteilseignern gekündigt worden.

Zugenommen habe auch das Kreditgeschäft. Hier waren zum Stichtag 31. Dezember 2017 an Mitglieder und Kunden 190,6 Millionen Euro ausgeliehen. Das entspricht einer Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. 68 Millionen Euro wurden neu als Investitionsmittel für die heimische Wirtschaft sowie für Mitglieder und Kunden zugesagt.

Aktien- und Fondsanlagen sind beliebt

Im vergangenen Jahr betrugen die Einlagen etwa 207 Millionen Euro, neun Prozent mehr als 2016. Detlev Priehs sagte hierzu: »Es macht uns stolz, dass die Menschen uns ihr Geld anvertrauen.« Die Einlagen würden nach wie vor das Kerngeschäft ausmachen, sagte Priehs weiter.

Die drei Bankvorstände sehen durch die anhaltende Niedrigzinsphase einerseits für Sparer erhebliche Nachteile. Als Alternative würden sich insbesondere Aktien- und Fondsanlagen einer steigenden Beliebtheit erfreuen.

Wann das Zinsniveau wieder steigt, sei schwer zu sagen, hieß es auf Nachfrage gegenüber dieser Zeitung. Dass der Zins jemals wieder auf fünf oder sechs Prozent klettere, damit sei nicht zu rechnen. Anlegern empfiehlt die Bank eine Mischung aus 60 Prozent Geldvermögen, 20 Prozent Sachwerten (Immobilien) und 20 Prozent Substanzwerten (Aktien). Durch diese Mischung könnten sich ein Inflationsschutz und eine Rendite von 1,7 Prozent ergeben.

Geschäftsstellen sollen bestehen bleiben

Gemeinnützigen Projekten von heimischen Vereinen und Institutionen kamen seitens der Volksbank 2017 etwa 40.000 Euro zugute, zum Beispiel der Musik-AG der Gesamtschule Hüllhorst oder den »Blaulicht-Kids«.

Auf dem Vormarsch befinden sich weiter die Online-Angebote der Bank. Hier sei für die nächsten Jahre ein weiterer Ausbau der digitalen Angebote geplant, insbesondere was Apps für Smartphones angeht. Die vier Geschäftsstellen sollen bestehen bleiben. Die Zahl der Mitarbeiter ist von 66 auf 70 Personen gestiegen, darunter sechs Auszubildende. Die Nachfolge von Jürgen Kreimeier, der sich Ende April in den Ruhestand verabschieden wird, ist mit Detlev Priehs geregelt. »Wir setzen weiterhin auf die Selbstständigkeit der Bank«, hob Kreimeier hervor.

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