Do., 15.02.2018

Viele Projekte bei der Dorfgemeinschaft Oberbauerschaft – Wohnanlage wird vorgestellt Auf dem Weg zum »digitalen Dorf«

Der Vorstand mit Dieter Lückemeier (von links), Reiner Tödtmann, Silke Oevermann, Dirk Oermann, Christine Struckmeyer, Günter Obermeier, Birgit Bohlmeier, Carsten Vogt und Ralf Becker freut sich auf das digitale Dorf Oberbauerschaft 2.0.

Der Vorstand mit Dieter Lückemeier (von links), Reiner Tödtmann, Silke Oevermann, Dirk Oermann, Christine Struckmeyer, Günter Obermeier, Birgit Bohlmeier, Carsten Vogt und Ralf Becker freut sich auf das digitale Dorf Oberbauerschaft 2.0. Foto: Lena Knickmeier

Von Lena Knickmeier         und Kathrin Kröger

Hüllhorst (WB). Die Digitalisierung, der Bau einer barrierefreien Altenwohnanlage und die Sanierung des Lehrschwimmbeckens: In Oberbauerschaft gibt es viele wichtige Themen. Diese sind auf der Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft am Dienstag im Dorfgemeinschaftshaus besprochen worden.

Wichtiges Thema in Oberbauerschaft (2986 Einwohner) ist die Digitalisierung. Dazu hatte die Dorfgemeinschaft Pia Steffenhagen-Koch vom Kreis Minden-Lübbecke zum Vortrag »Mühlenkreis 2.0 – Zukünftige SMARTversorgte Dörfer. Leitprojekt Digitales Dorf« eingeladen. Sie stellte die konkreten Maßnahmen und den Finanzrahmen für das Projekt vor.

Doch was bedeutet das konkret für Oberbauerschaft? Als eines von insgesamt elf Modelldörfern bekommt Oberbauerschaft zunächst eine neue Homepage und dementsprechend auch Ansprechpartner und Schulungen im digitalen Bereich. In Verbindung mit dem schnelleren Internet sollen weitere Dienst- und Serviceleistungen zur Verfügung stehen.

Projekte zur Mobilität

Außerdem werde es Projekte im Bereich Mobilität, freiwillige Helfer, Online-Shops, Gesundheit und Livestream geben, informierte die Referentin. »In Oberbauerschaft können künftig einige Leih-E-Bikes und eine Ladestation für Elektroautos an der Grundschule genutzt werden«, sagte Dirk Oermann.

»Es können auch noch bis 2020 weitere Projektideen bei uns eingereicht werden, die nach erfolgreicher Prüfung zu 65 Prozent vom Land gefördert werden. Insgesamt stehen dafür 1,6 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung«, sagte Pia Steffenhagen-Koch. Die einzelnen Projekte werden dabei nach bestimmten Kriterien geprüft. So müssen sie einen Mehrwert für die Region haben, von der Gemeinschaft getragen werden, innovativ sein, eine Zielgruppe und ein bestimmtes Thema haben und nachhaltig sein.

»Man lernt ja nie aus und endlich ist mal das Geld für Schulungen da, das wir auch nutzen können«, sagte Günter Obermeier. Doch bis zum konkreten Start des Programms kann es noch bis nach Ostern dauern. So lang wollen die Oberbauerschafter nicht untätig bleiben und haben deshalb eine Informationsveranstaltung in Kooperation mit der Medienwerkstatt organisiert.

Internet-Seminar

Am Dienstag, 6. März, um 19 Uhr geht es im Hotel Kahle Wart um die Möglichkeiten der neuen Breitband-Technik. Titel des zweieinhalbstündigen Seminars: »100 Mbit – und nun?«. Eine Anmeldung bei Günter Obermeier (E-Mail: guenter.obermeier@oberbauerschaft.de) ist zwingend erforderlich. »Eine Homepage zu haben, ist ja schön und gut, aber wenn sie nicht gepflegt wird und das Know-How fehlt, dann bringt die Seite nichts. Deshalb muss das Projekt von den Oberbauerschafter Vereinen mitgetragen werden«, sagte Obermeier.

Auch zum Thema »Rettungspunkte im Wiehengebirge« ist weiter gearbeitet worden. Es werden noch Freiwillige gesucht, die Interesse daran haben, mitzuarbeiten.

In punkto Altenwohnanlage – anvisierter Baubeginn ist Ende 2018/Anfang 2019 – gab es auch Neues zu vermelden. Am 26. Februar nimmt die Dorfgemeinschaft am Regionalforum des Kreises in Gestringen teil. Die Oberbauerschafter werden dort zum Thema »Dörfer mit Ideen« ihr Wohnanlage-Projekt präsentieren. Obermeier: »Die Umsetzung wird uns viel Arbeit machen. Sobald sich Investor, Betreiber und Behörden abgestimmt haben, wird unser Arbeitskreis aktiv werden. Dazu gehört auch die Einbindung der Architekturgruppe der Fachhochschule Minden. Ich hoffe, dass wir dann im Herbst bei einer Bürgerversammlung über die Maßnahme informieren können.«

Becken-Sanierung ab Juli

Das Planungsrecht brauche seine Zeit, sagte der Vorsitzende im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Arbeitskreis kümmere sich dann um die Feinjustierung. Für die Wohnanlage sind Gemeinschaftsräume geplant, ein Wellnessraum mit Friseur, Physiotherapeut, Maniküre, Pediküre und Fußpflege sowie ein Kiosk, eventuell auch eine Arztpraxis. Im Gemeindeentwicklungsausschuss am 23. November vergangenen Jahres war die Änderung des Flächennutzungsplanes und des Satzungsbereichs einstimmig beschlossen worden.

Die anstehende Sanierung des Lehrschwimmbeckens, so Obermeier, werde man weiter aufmerksam verfolgen. Nach Auskunft von Susanne Sassenberg, Leiterin des Fachbereichs »Technik«, bereiten die Fachingenieure derzeit die Ausschreibung vor und die Vergabe der Arbeiten sei für Mai geplant. Beginn der Sanierung solle im Juli sein, das Ende der Baumaßnahme im Dezember dieses Jahres. Nach Auskunft der Verwaltung soll im Januar 2019 der Probebetrieb des Lehrschwimmbeckens aufgenommen werden, wobei auch die Wasserqualität überprüft wird, und das Bad im Februar neu eröffnet werden.

Die Mitgliederzahl der Dorfgemeinschaft hat sich um 14 Personen auf 131 erhöht. Davon sind 20 Vereine und Gruppen, 46 Firmen und 65 Privatpersonen.

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